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Chapter 16 by ThormGravis

Wie geht Lara vor?

Sie macht einen Deal

Lara dachte kurz nach, ob sie den Van der Jungs heimlich kurzschließen und abhauen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Wenn man immer noch nach ihr suchte, würden ihre Verfolger sicherlich jeden Wagen anhalten, der dieses Waldgebiet verließ. Dann wäre es von Vorteil, wenn der Van scheinbar von jungen Leuten gesteuert würde, die hier Party machen wollten. Lara könnte sie vielleicht davon überzeugen, sie versteckt nach London zu bringen. Sie hatte keine Zweifel daran, diese Kerle von ihrem Anliegen überzeugen zu können. Aber sie musste ihnen ja nicht die ganze, gefährliche Wahrheit über bewaffnete Verfolger auf die Nase binden. Nein, das wäre unklug.

Lara verstaute die Reisetaschen im nahen Unterholz, stieg zur Waldstraße herab, prüfte den Sitz ihrer prallen Titten und ging offen auf die Feiernden zu. Soweit sie sehen konnte handelte es sich um vier junge Männer, die sie im Näherkommen auf 18 oder 19 Jahre schätzte. Zwei saßen am Lagerfeuer und tranken Bier, ein dritter schwamm gerade im kleinen Waldsee und der vierte stand mit dem Rücken zu ihr am Waldrand und erleichterte seine Blase. Sie bemerkten Lara erst, als sie sich bereits bis auf zwanzig Meter dem Lagerfeuer genähert hatte und mit sich leicht überkreuzenden Schritten und dezent - aber deutlich sichtbar - wiegender Hüfte den Rastplatz erreichte.

"Wow", entfuhr es einem der beiden Trinker am Lagerfeuer. Er war einen guten Kopf größer als Lara, schlank, wirkte sportlich und hatte kurze schwarze Haare. Außer einer Badeshorts hatte er nichts an.

"Hey Jungs", flötete Lara und winkte freundlich.

Die beiden am Lagerfeuer standen auf und musterten Lara mit offenen Mündern. Sie konnte es ihnen nicht verdenken. Wie wahrscheinlich war es schon, dass man beim Feiern an einem einsamen Waldsee plötzlich Gesellschaft von einer Frau mit Laras atemberaubender Figur bekam? Der Pinkler schüttelte eilig ab, verstaute seinen Schwanz und kam ebenfalls herüber. Nur der Schwimmer hatte offenbar noch nichts bemerkt.

"Hi", brachte der zweite Kerl, der am Lagerfeuer gesessen hatte, hervor. Er war etwas kleiner als sein Saufkumpan und hatte eine ordentliche Wampe, die sich auch unter seinem Liverpool-Trikot hervorragend abzeichnete.

"Hammer", war alles, was der Pinkler sagen konnte. Ganz offensichtlich meinte er Laras Körper, denn er betrachtete sie völlig ungeniert. Er hatte eine knielange Jeans an. Sein Oberkörper war unbedeckt und so konnte Lara gut erkennen, wie drahtig er gebaut war, beinahe schon hager. Sein Gesicht war alles andere als attraktiv. Eine Narbe an der Wange und eine Vielzahl Pickel und Mitesser machten ihn nicht gerade zu einem Schönling.

"Sorry, wenn ich euch störe", lächelte Lara und legte möglichst viel Sexiness in ihre Stimme. "Ich hatte einen Autounfall auf einer anderen Straße" - sie deutete in der Richtung querfeldein aus der sie gekommen war - "und bin echt froh jemanden gefunden zu haben. Würdet ihr mich mal telefonieren lassen? Mein Handy ist bei dem Unfall leider auch kaputtgegangen."

"Du bist ganz allein hier im Wald?" forschte der Sportliche nach und hatte einen Unterton, der Lara gar nicht gefiel.

"Und kein Handy? Dann weiß wohl auch keiner, dass du hier einen Unfall hattest", fügte das Narbengesicht hinzu. Seiner Stimme war eindeutig zu entnehmen, dass er hier die Chance auf einen guten Fick witterte.

"Stimmt", bestätigte Lara. Sie hätte diese jungen Kerle sicherlich leicht verprügeln können, aber dann hätte sie auch gleich den Wagen kurzschließen und stehlen können. Ihr war von Anfang an klar gewesen, dass sie vielleicht mit Sex für die Gefälligkeiten bezahlen musste. Das diese Kerle offenbar gerade mit dem Gedanken spielten, sie zur Not zu vergewaltigen, machte sie nicht gerade sympathischer und erhöhte Laras ohnehin geringe eigene Lust nicht im Geringsten, aber letztendlich hatte war sie schon von deutlich schlimmeren Kerlen bestiegen worden. Also konnte sie auch einfach mitspielen. "Ich bin Lara", hauchte sie freundlich.

"Ich bin Chris", erwiderte der Sportliche, fasste ihr um die schmale Taille und führte sie zum Lagerfeuer, "und das sind meine Freunde Marc und Kevin" und deutete dabei zunächst auf den Dicken, dann auf den pickligen Narbenträger.

"Setz dich erstmal Lara und trink was mit uns", schlug Marc vor und hielt ihr eine Bierflasche hin.

"Danke, aber kann ich vielleicht vorher mal telefonieren? Dann nehm ich euer Angebot gerne an", hielt sie dagegen, nahm aber die Flasche und trank einen kurzen Schluck, um ihre Bereitschaft unter Beweis zu stellen, setzte sich aber noch nicht.

"Wen willst du denn anrufen? Deinen Mann, damit er dich abholen kommt?" fragte Kevin und klang äußerst skeptisch.

Lara war klar, dass die Jungs sie nur widerwillig sofort gehen lassen würden. Vielleicht war es auch gar nicht so schlecht, die Nacht hier zu verbringen und darauf zu hoffen, dass ihre Verfolger morgen nicht mehr auf sie lauern würden. Sie verspürte zwar kein gesteigertes Interesse, sich von vier saufenden Teenagern ficken zu lassen, die gerade erst erwachsen geworden waren - aber was war die Alternative? Ihren Flug hatte sie ohnehin bereits verpasst, aber sie musste jedoch Professor Manderscheidt verständigen, um ihn zu warnen und über ihre Verspätung zu informieren. "Nein, ich bin nicht verheiratet", lächelte sie Kevin an und zeigte zum Beweis ihre grazilen Finger, an denen kein Ring steckte. "Ich hab gegenwärtig nicht mal einen Freund", fügte sie hinzu, um die Hoffnung der Kerle auf einen Fick zu vergrößern, "ich muss aber einen Termin absagen und dann ein Taxi oder einen Abschlepper rufen..." - das Wort Abschlepper betonte sie ganz deutlich - "...es sei denn natürlich, ihr Jungs würdet mich noch nach London fahren. Wäre das möglich?"

"Darüber ließe sich verhandeln", grinste Chris und trat jetzt direkt hinter sie.

"Allerdings erst morgen", fügte Marc hinzu, "heute werden wir hier Party machen."

"Aber du kannst gerne bleiben", bot Kevin mit einem gierigen Grinsen an, "und wenn wir heute Spaß gehabt haben, dann bringen wir dich morgen nach London." Er leckte sich - wahrscheinlich unbewusst - vor Erregung mit der Zunge über die Lippen.

"Das klingt doch gar nicht schlecht", stimmte Lara zu. Besser ich lasse mich mit diesen Typen ein und komme morgen mit ihnen nach London als das ich meinen Verfolgern in die Arme laufe, überlegte sie. Außerdem hatte sie jetzt nur noch die Wahl mitzuspielen oder die jungen Kerle auszuknocken und ihren Van zu klauen. Dann würden sie aber sicher die Polizei rufen und übermäßige Aufmerksamkeit konnte Lara im Moment wahrlich nicht gebrauchen. _Vielleicht ist es auch besser, wenn ich Manderscheidt nicht anrufe. _Nach ihrem letzten Telefonat hatten ihre Verfolger ihre Spur aufgenommen. Vielleicht wurde Manderscheidt abgehört. Das Beste könnte sein, dass ich bei diesen Kerlen Unterschlupf finde und mich morgen auf den Weg mache. "Was habt ihr denn zu Trinken da, Jungs?"

"Bier", bot Marc an.

"Wodka", grinste Kevin.

"Ich denk, ich nehm beides", lächelte Lara. Wenn sie sich schon von diesen Kerlen ficken lassen würde, konnte sie sich auch kräftig besaufen.

Wie geht der Abend weiter?

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