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Chapter 12 by The Pervert
Wie geht Sashiira vor und was findet Sie vor ?
Sie findet Gründe die Tür aufzustossen.
... erstarrte Sie. Doch, jetzt fiel Ihr ein Geruch auf, der Sie alarmierte. Blut und verbranntes Fleisch. Sie griff nach dem Riegel und stiess die Tür auf. Das Zimmer war erleuchtet und auf dem Boden lagen zwei Körper.
Beide waren für Sie unverkennbar. Der eine gehörte Tavolori. Er lag in einer grossen Pfütze Blut. Seine linke Hand war schwarz verkohlt. Neben ihm lag sein Hund. Zumindest er lebte noch, denn sein Schädel, der bisher auf Tavolori´s Hals gelegen hatte ruckte herum. Sein Blick war voller Trauer. Er machte sich nicht einmal die Mühe Sie an zu knurren. Als Sashiiira näher schritt sah Sie das eines seiner Hinterbeine gebrochen war, denn der Knochen ragte aus dem Fell. Sashiira trat an den Leblosen Körper Ihres Freundes und kniete sich daneben. Der Hund winselte leise. Das Blut war an den Rändern schon geronnen. Sashiira zählte zwei, - nein drei Löcher in Tavoloris Bauch, wie von der schmalen Klinge eines Dolches verursacht.
Er war bleich und schaumiger Speichel stand Ihm vor dem Mund. Und der verriet Ihr das Ihr Freund noch lebte. Sein Atem ging ganz flach, aber er atmete.
Schnell wischt Sie mit einem Tuch seinen Mund sauber, damit er besser atmen konnte. Die Wunden bluteten wenig. Sashiira überlegte. Einen Heiler zu holen würde zu lange dauern, und ob sich auf die Hilfsbereitschaft der Nachbarn zu verlassen war wenig aussichtsreich. Sie erinnerte sich das er einen zweirädrigen Karren in der Werkstatt hatte. Rasch stand Sie auf und erblickte auf dem Herd einen Topf Suppe. Lange Jahre der Entbehrungen und misslicher Lagen hatten Ihr eine gute Lehre erteilt in brenzligen Situationen die sinnvollsten Entscheidungen zu treffen. Sie war ausgehungert und hatte wenig Reserven. Ihr Plan war Tavolori zum nächsten Tempel zu bringen damit sich die Priester dort seiner Annahmen. Aber er war schwer. Sie war zwar kräftig, aber eben ausgehungert. Obwohl es herzlos klang, und Sie im Moment nun wirklich keinen Hunger mehr verspürte ging Sie rasch zu dem Topf und trank Ihn halb aus. Ein Stück Speck das in der sonst mageren Suppe schwamm nahm Sie in dem Mund und kaute es während Sie zur Werkstatt rannte. Während Sie den Karren, auf dem allerlei Gerümpel lag frei räumte kaute Sie das Stück ordentlich durch und schluckte es hinunter. Sie legte alte Säcke auf den Karren und rollte Ihn zur Tür. Leider passte er nicht hindurch, so das Sie Ihn möglichst brauchbar hinstellte und die Räder blockierte. Sie hatte aus der Werkstatt ein scharfes Messer mitgenommen und schnitt nun den Teppich um Tavoloris Körper herum ab. Sie schob den Hund beiseite, der sich merkwürdigerweise nicht wehrte und zerrte den schweren Körper Ihres Freundes auf dem Teppich zur Tür. Es kostete Sie einige Anstrengung den massigen Körper auf en Karren zu bugsieren, aber Sie schaffte es. Sashiira legte eine gefaltetes Tuch unter Tavoloris Kopf und prüfte ob er noch lebte.
Erleichtert das es so war, suchte Sie die Decken aus dem Zimmer. Der Hund hatte leise wimmernd versucht den Wagen zu erreichen. Sashiira hob Ihn an und legte ihn neben den Körper seines Herren. Dabei merkte Sie das er ebenfalls eine Wunde hatte. Sie deckte beide zu und rannte zum Tor um es zu öffnen.
Als Sie zurückkehrte um den Karren zu holen spürte Sie erst wieder das Brennen unter ihren Füssen. Sie hatte gar nicht gemerkt das es zwischenzeitlich vergangen war. Hektisch blickte Sie sich um, konnte aber nichts erkennen. Schnell suchte Sie die Werkstatt auf und griff sich ein rostiges leichtes Schwert, das Sie mit den anderen Sachen vom Karren geschmissen hatte. Sie lief zum Karren entfernte die Holzstücke unter den Rädern und zog den Wagen durch das Tor. Es war schwierig, da das unregelmässige Katzenkopfpflaster der Strasse die Räder immer wieder blockierte, aber Sie kam voran.
Jetzt zahlte sich aus, das Sie zuvor die Suppe getrunken hatte, denn schnell war Sie in Schweiss gebadet, aber Ihr Körper konnte wieder etwas Kraft aufbieten. Mühsam zog Sie den Karren vorwärts. Wie immer wenn man Hilfe gebrauchen konnte waren die Strassen menschenleer. Zwar kannte Sie den Weg zum nächsten Tempel und eigentlich war der Weg nicht sehr weit, aber Sashiira brauchte eine Gute Halbe Stunde für den Weg den Sie sonst in in Fünf Minuten zurücklegen konnte. Als Sie auf dem kleinen Platz vor dem Eingang des Tempels ankam spürte Sie erneut das starke Brennen unter Ihren Füssen. Sie hatte sich schon die ganze Zeit beobachtet gefühlt aber jetzt konnte Sie zum ersten Mal einen schwarzen Schatten vor der hellen Mauer erkennen. Die Gestalt schien eher wie ein verkrüppelter Ork als wie ein Mensch auszusehen. Zumindest war Sie gross. Sie bewegte sich nicht, schien Sashiira nur zu beobachten. Sie hätte auch nicht sagen können woran Sie erkannte das das Wesen Sie beobachtete, den die schwarze Gestalt lieferte keine konkreten Hinweise in welche Richtung Sie schaute. Sashiira packte das Schwert das Sie neben Tavoloris Körper gelegt hatte und ging auf das Wesen zu.
„HE !" rief Sie mehrmals, aber das Wesen rührte sich kaum. Erst als Sie bis auf wenige Meter heran war und Ihre Füsse brannten als würde Sie auf glühenden Kohlen schreiten schnellte es zur Seite, bewegte sich in grotesken Sprüngen auf ein Haus zu und kletterte unmenschlich schnell die Mauser hoch um hinter dem Dachgiebel zu verschwinden.
Sashiira keuchte und stützte sich auf das Schwert. Dann liess Sie es achtlos fallen und rannte, den Blick immer auf den Wagen mit Tavolori zum Eingang des Tempel und betätigte ununterbrochen den den Türklopfer.
Erst als die Tür aufging und zwei Männer in der grauen Tracht der Priester von As´sheen im Licht einer Kerze im Türrahmen standen hörte Sie auf. Schnell bat Sie die beiden Männer zu dem Wagen mit dem Verletzten und rannte los. Die beiden folgten ebenfalls laufend. Als Sie Tavolori sahen prüfte der ältere sofort ob der dicke Mann noch am Leben war. Gleich darauf zogen er und der andere den Wagen zum Tor. Sashiira war vorgegangen und öffnete den Zweiten Türflügel so das die Männer den Karren direkt in den Tempel bringen konnten. Während der jüngere durch eine kleine Tür lief um alles vorzubereiten das Tavolori geholfen werden konnte, schloss Sashiira die Türen und half dem älteren Priester die Decken und den Hund zu entfernen. Es kamen drei Männer aus der Tür, die eine Trage zwischen sich hatten. Gemeinsam hoben Sie den schweren Mann darauf, dann fassten alle vier die Griffe und schleppten Ihn in das Haus.
Sashiira sank auf einer Bank zusammen, den sonst unfreundlichen und jetzt so unnatürlich ruhigen Hund im Arm. Sie streichelte seinen Kopf und flüstert Ihm beruhigende Worte zu. Sie war an Ende. Sashiira bemerkte gar nicht wie Sie selbst auf der Bank zusammensackte und einschlief.
Was ist mit Tavolori passiert ?
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