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Chapter 4 by Papas_Liebling Papas_Liebling

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Shopping - die Schuhe

Ich atmete flach. Wagte kaum, mich zu bewegen. Ihre Finger ruhten an meiner Hüfte.

Normalerweise, wenn jemand "Wow" zu mir sagte, bekam er eine spitze Bemerkung ab oder eine geknallt. Aber Sirannes Lob war ehrlich, warm. Willkommen. Ich spürte, dass mir die Hitze zu Kopf stieg. Im Spiegel konnte ich zur Bestätigung sehen, wie mein Gesicht knallrot wurde. Ich war versucht, sie zu küssen. Vielleicht hätte sie’s auch zugelassen.

Sie stand hinter mir, schaute mir im Spiegel direkt in die Augen. „Ich bring dir passende Schuhe dazu. Okay?“

Ich nickte. Biss mir auf die Lippe. Brachte kein Wort heraus.

„Warte. Bin gleich wieder hier.“

Als sie ihre Hand von meiner Hüfte nahm, fühlte ich mich, als habe sie mir etwas weggenommen. Sie ging hinaus. Beinahe wäre ich ihr gefolgt. Barfuß, in diesem märchenhaften Kleid, ohne alles darunter, in dieser Boutique, wo jedes Stück mehr kostete, als der gesamte Inhalt meines Kleiderschranks zusammen…

Stattdessen drehte ich mich um meine eigene Achse in diesem Raum voller Spiegel, betrachtete mich von allen Seiten. Fühlte mich wie eine bescheuerte Disney-Prinzessin, die darauf wartete, dass der Prinz ihr die gläsernen Schuhe brachte. Nur dass der Prinz nicht wie ein Prinz aussah, sondern wie Siranne.

Sie kam zurück mit einem paar High Heels, die mir fast die Tränen in die Augen trieben. Ein fucking Traum. Ich zog sie an und betrachtete mich im Spiegel. Die hohen Schuhe machten meine langen Beine noch länger. Ich sah aus wie ein verdammtes Supermodel. Von Siranne bekam ich ein bestätigendes Nicken und ein warmes, anerkennendes Lächeln. Shit - ich musste die Dinger haben.

Als sie mir den Preis nannte, wurde mir fast schwindlig. Ich nagte an meiner Unterlippe und meinte kleinlaut: "Ich hab nur 500 Euro dabei."

"In diesem Fall...", sie blinzelte mir schelmisch zu, "muss ich sie dir leider wieder ausziehen. Komm, setz dich."

Sie führte mich an der Hand zu einem weich gepolsterten Sofa im hinteren Drittel des Zimmers und drückte mich sanft darauf nieder. Dann kniete sie sich vor mich und fing an, vorsichtig die Riemchen an den Schuhen zu lösen. Erst den Rechten, dann den Linken. Ihre Hände blieben an meinen Knöcheln. Ich schaute zu ihr hinab. Wusste nicht, was ich sagen sollte.

Sie: "Entweder die Schuhe - oder das Kleid." Mit diesen Worten strichen ihre zarten Finger an meinen Waden hinauf. "Hast du öfter nichts drunter an?"

"Ups. Erwischt." Ich grinste und zwinkerte sie an.

Ihre Hände glitten weiter nach oben, nahmen den Saum des Kleids mit, über die Knie, die Oberschenkel. Ich hob den Po, um ihr zu helfen.

"Ah-aaah."

Wenig später hing mein wunderschönes Kleid auf einem samtüberzogenen Kleiderbügel am Garderobenständer. Sirannes kleines Schwarzes hing direkt daneben. Uns war nicht kalt. Im Gegenteil.

Ich kaufte das Kleid und die Schuhe. Sonderpreis. Mit Freundinnenrabatt. 498 Euro. Die zwei Euro Wechselgeld wanderten in meinen BH als ich auf die Straße trat. Pling. Die Münze rutschte zwischen meinen Brüsten herab, über meinen Bauch und landete am Boden. Mist, ich hatte ja auch keinen BH an.

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