Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 3 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Shopping - das Kleid

Fünfhundert Euro. In bar. In einem weißen Umschlag. Ich hielt ihn in der Hand wie die Eintrittskarte in eine andere, magische Welt. So viel hatte ich noch nie einfach so zum Einkaufen bekommen. Und schon gar nicht von einem Mann, der mich eigentlich gar nicht kannte und nur meinte, ich soll „angemessen“ aussehen. Was immer das heißt.

Ich fühlte mich wie die fucking Shopping Queen. Nur ohne Kamerateam um mich herum. Schade eigentlich. Ich würde bestimmt geil aussehen im Fernsehen.

In der U-Bahn kritzelte ich auf meinen Notizzettel:

  • Abendkleid. Check
  • Business-Kostüm. Check
  • Cocktailkleidchen. Check
  • Und vielleicht ein kleines Extra. Für später am Abend?

Ich war mir sicher: Der CEO hatte eine ganz bestimmte Vorstellung im Kopf, was ich kaufen sollte. Aber ich auch. Und „überraschen Sie mich“ klang für mich wie eine Einladung, die Firmenstandards ein kleines bisschen zu... dehnen.

In der City steuerte ich direkt auf La Boutique Élégance zu. Teuer. Chic. Klimatisiert bis zum Erfrieren. Ich schlenderte zwischen den geschmackvoll ausgestellten Kleidern herum und musste beim Blick auf die Preisschilder zugeben, dass meine Einkaufsliste ein wenig oversized war. Mehr als ein Teil war nicht drin. Eine Verkäuferin mit High Heels und kantigen Wangenknochen sah mich misstrauisch an, als würde sie gleich den Überfallalarm auslösen.

Und dann kam sie aus dem hinteren Teil des Ladens. Kleine Locken, dunkle Augen, ganz sicher Vorfahren aus Asien und aus Afrika im Stammbaum. Flache Pumps, hauteng anliegendes Kleid. Keckes Lächeln, süßer Akzent. „Kann ich dir helfen?“

Das „dir“ war nicht respektlos – es kam aus einer natürlichen Vertrautheit, als würden wir uns schon ewig kennen. Ich mochte sie sofort.

„Ich suche etwas, um einen Kerl umzuhaun“, sagte ich. „Elegant. Aber nicht steif. Sexy. Aber nicht nuttig.“

Sie lachte. „Das ist eine enge Nische.“

Ich grinste zurück. „Ich pass da rein.“

Sie brachte mir drei Outfits. Eins in Smaragdgrün – figurbetont, mit tiefem Rücken. Eins in Creme, ein wenig zu brav für meinen Geschmack. Und das dritte… war einfach wow.

Dunkelblau wie eine Sommernacht. Glatt glänzend. Der Stoff schimmerte wie flüssiges Kristall. Schlicht, aber die Passform war wie gegossen. Die Träger schmal. Der Ausschnitt tief. Die Taille saß perfekt. Ich wollte es sofort anprobieren. Das und kein anderes.

Natürlich hatte La Boutique Élégance keine engen, muffigen Umkleidekabinen, in denen man sich beim Anziehen die Ellbogen aufschürfte. Es gab separate Räume mit indirekter Beleuchtung und bodentiefen Spiegeln. Ich stellte mich vor einen und zog meine Sachen aus – und hatte in dem Moment schon wieder völlig vergessen, dass ich kein Höschen trug. Siranne - die Verkäuferin - stand hinter mir und hielt das Kleid in den Armen. Im Spiegel konnte ich sehen, dass sie amüsiert einen Mundwinkel hochzog. Weiter kommentierte sie nicht, meinte nur professionell freundlich: "Ich helfe dir beim Anziehen."

Mit ihrer Unterstützung schlüpfte ich in mein Traumkleid. Dabei strichen ihrer Finger flüchtig über meine nackte Haut. Es fühlte sich für mich wie ein Eishauch an. Gänsehaut. Herzklopfen.

„Wow“, sagte sie leise und bewundernd. „Das Kleid ist wie gemacht für dich.“

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)