Wacht Philipp auf?
Schluss mit den Träumereien, Philipp muss mit Robert reden
Wie aus einer Trance erwachte Philipp und griff zum Telefon. Roberts Nummer war unter den Favoriten eingespeichert. Nachdem er es siebenmal hatte klingeln lassen, wollte Philipp gerade auflegen, als Robert doch ranging. "Hey, Philipp, lange nicht mehr von dir gehört," sagte Robert gähnend und mit kratziger Stimme.
"Oh, Robert, hast wohl wieder eine deiner heißen Nächte gehabt, was?" lachte Philipp einschmeichelnd.
"Das kann man wohl laut sagen - zwei Schwestern. Du hast absolut keine Ahnung, wie versaut die waren. Mein Gott, was dir alles entgeht, nur, weil du verlobt bist ..."
Philipp musste schlucken. Aber nein, er vermisste nichts. Kerstin gab ihm alles. Und sie würde ihm noch so viel mehr schenken. Aber irgendwie ... irgendwie war das alles nicht richtig. Während er das alles überlegte, redete Robert weiter:
"Naja, ich kann dich ja verstehen. Mit so einer heißen Frau wie Kerstin wäre ich wahrscheinlich auch verlobt. Du hast echt Glück gehabt, so eine zu finden, Philipp. Ey, wenn du nicht mein Freund wärst ... also, die würde ich jedenfalls nicht von der Bettkante stoßen, hahaha ..."
Robert hatte all das in einem lockeren Plauderton gesagt, und im Hintergrund hörte man zwei Mädchen reden.
"Sind die etwa noch bei dir?", fragte Philipp, "und du redest ... du redest so über die? Und dann über Kerstin?"
Robert lachte wieder, dann hörte man ein lautes Klatschen, was nur seine Hand gewesen sein konnte, die auf einen nackten Arsch knallte. Philipp hörte ein gurrendes Lachen eines der Mädchen.
"Nun entspann dich mal, Philipp. Die beiden hier sind zwei kleine Schlampen, sie sind die ersten, die das sagen, hahaha ... Ey, die sind Schwestern! Und haben sich gegenseitig vor meinen Augen die Fotzen geleckt, nachdem ich in beide abgespritzt hatte ... Die würden bestimmt Kerstin auch gern mal kennenlernen, haha ... könnte mir vorstellen, dass deine Verlobte auch zu sowas nicht nein sagt. Du musst sie echt einfach mal machen lassen, Philipp, was meinst du, wie spannend dann erst eure Beziehung würde!"
Philipp musste schlucken. Genau darum ging es ja irgendwie.
"Robert, ich ... ich muss dir mal was erzählen ... das hat auch mit Kerstin zu tun. Ich brauche einfach mal deinen Ratschlag, ich weiß nicht mehr ... ob das alles noch normal ist ..."
Und dann erzählte Philipp Robert alles, er erzählte davon, wie sich Kerstin zurecht gemacht hatte, wie sie ihren Schulfreund Michael mit nach Hause gebracht hatte und wie es erst nach einem Dreier ausgesehen hatte, wie er dann aber am Ende nur hatte zuhören können, wie seine Verlobte nach Strich und Faden durchgenagelt wurde - in seinem Bett! Und jetzt, wo er schonmal in Fahrt war, erzählte er auch, dass ihn das Ganze irgendwie doch auch angemacht hatte, und dass er nicht wüsste, was mit ihm los sei.
Philipp hörte förmlich, wie Robert grinste. Wahrscheinlich lutschte gerade eine der beiden Schwestern seinen Schwanz, während er mit einer Hand die Fotze der anderen wichste und mit der anderen das Telefon hielt, in das er lachend sagte:
"Philipp, mein Freund ... Sie will, dass du ihre kleine Sissy wirst. Wenn du das geil findest, wenn sie das geil findet -- warum nicht? Seid ihr heute abend beide zuhause? Dann komm ich mal vorbei, und wir bereden das alles mal in Ruhe, zu dritt. Wie findest du das?"
"Oh ja, Robert, das wäre echt toll, wenn du mir einfach helfen würdest, ein bisschen zu kapieren, was mit mir los ist. Und vielleicht kannst du ja auch Kerstin ... ich weiß nicht ... überzeugen? Dass sie nicht denkt, ich wäre krank oder so ..."
Robert lachte wieder:
"Hör zu, Philipp. mach dir mal keine Sorgen. Das kriege ich schon hin, mit Kerstin. Ey, ich muss jetzt auflegen, weil, naja, du weißt schon, die beiden ..."
Im Hintergrund hörte Philipp zwei Mädchen kreischen, die anscheinend vollkommen betrunken waren:
"... wir wollen FICKEN, FICKEN, FICKEN!!!! Komm Robert, fick meine Schwester wie eben, ich setz mich auf ihr Gesicht und guck deinem Schwanz zu, wie er ..."
Klick. Irgendwie hatte Robert noch den Knopf gefunden, um sein Handy abzuschalten. Philipp war erleichtert, Robert war eben ein ganz normaler Mann,der würde ihm und seiner Verlobten Kerstin schon die richtigen Ratschläge geben können.
Als Philipp Kerstin sagte, dass Robert am Abend zu Besuch kommen würde, bemerkte er ein leichtes Grinsen seiner Verlobten.
"Oh wie schön, den habe ich auch schon ganz lange nicht mehr gesehen! Ist der immer noch so ..."
"Du meinst: So ein Frauentyp? Oh ja, kannst du das glauben? Der hatte zwei Schwestern in seinem Bett, als der mit mir telefoniert hat!"
Kerstin sah Philipp an und sagte übertrieben:
"Oh mein Gott, was für ein Schlimmer! Ich bereite dann mal ein bisschen was vor, mach du mal Ordnung im Wohnzimmer!"
Philipp nickte nur und bewaffnete sich mit dem Staubsauger. Komisch nur, dass Kerstin nicht in die Küche ging, um "ein bisschen was vorzubereiten", sie verschwand im Schlafzimmer, und Philipp hörte, wie sie den Schlüssel im Schloss umdrehte. Seltsam, so prüde war Kerstin doch eigentlich nie ...
was bereitet Kerstin vor? Und wie verläuft der Abend mit Robert?
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