What's next?
Sauna eins
Als wir endlich bei dem großen Spaßbad mit der Saunalandschaft ankamen, besserte sich meine Laune kein bisschen. Im Gegenteil. Mein Freund bezahlte zwei Tagestickets, und wir gingen gemeinsam in die Umkleidekabinen. Ich hatte extra den längsten Bademantel eingepackt, den ich zu Hause finden konnte – ein richtiges Ungetüm, in das ich mich wahrscheinlich zweimal hätte einwickeln können. Ich wollte einfach so viel Haut wie möglich bedecken.
Als wir dann die ersten Runden durch die Saunalandschaft drehten, entspannte ich mich langsam. Die Besucher waren keine notgeilen alten Männer, wie ich es mir in meiner Fantasie ausgemalt hatte. Der Durchschnitt lag eher zwischen 30 und 40 Jahren. Wahrscheinlich waren wir sogar das jüngste Paar dort. Die Atmosphäre war ruhig und entspannt – Menschen, die an ihrem freien Tag einfach nur abschalten wollten. Keine verstohlenen Blicke, keine Spanner-Atmosphäre. Meine Anspannung löste sich allmählich, und ich ließ mich endlich auf die Entspannung ein.
Nun mussten wir uns nur noch entscheiden, wo wir anfangen sollten. Wir studierten den großen Plan an der Wand. Mit der Weisheit der Jugend meinte mein Freund, es wäre eine super Idee, direkt mit der 95-Grad-Sauna zu beginnen. Ich wusste es nicht besser und willigte ein. Vor dem Eingang stand ein Paar. Die Frau sagte gerade zu ihrem Freund: „Nee, das lasse ich aus, beim letzten Mal habe ich das überhaupt nicht vertragen.“ Die beiden trennten sich – er ging hinein, sie verschwand in eine andere Richtung.
Wir hängten unsere Bademäntel an die Haken draußen, und ich folgte meinem Freund in die heiße Sauna. Drinnen breitete ich mein großes Saunatuch sorgfältig auf der untersten Bank aus und setzte mich mit übereinandergeschlagenen Beinen hin. Ich war extrem darauf bedacht, nicht zu viel zu zeigen. Mein Freund hingegen war voller Übermut und kletterte direkt auf die oberste Reihe.
Nach wenigen Sekunden wagte ich es, den Blick vorsichtig wandern zu lassen. Außer uns war nur der Mann in der Sauna, der vorhin mit seiner Frau gesprochen hatte. Ich schätzte ihn auf etwa 30 Jahre. Er war sportlich gebaut, hatte kurze dunkle Haare und eine ruhige Ausstrahlung. Natürlich schaute ich nur aus dem Augenwinkel hin – ich wollte schließlich selbst nicht wie eine Spannerin wirken. Aber mir fiel auf, dass auch er immer wieder unauffällige Blicke zu mir warf, wenn er dachte, ich würde es nicht bemerken. Es war seltsam… aber es störte mich überhaupt nicht. Immerhin war er der erste Mann außer meinem Freund, der mich nackt sah.
Es dauerte nicht lange, bis der Übermut meines Freundes bestraft wurde. Die Hitze wurde ihm zu viel. Schweißgebadet fragte er mich: „Kommst du mit raus? Das ist mir echt zu warm hier.“ Ich überlegte kurz und antwortete: „Wenn wir schon mal hier sind, ziehe ich die 15 Minuten auch durch.“ Er akzeptierte es ohne Diskussion und meinte, er gehe an die Bar – wir könnten uns dort später treffen. Ich war einverstanden.
Und ja, ich hatte wirklich keine Hintergedanken. Ich wollte einfach nur die volle Zeit durchhalten.
Die Hitze wurde immer intensiver. Schweiß lief in Strömen an meinem Körper herunter. Überall bildeten sich glänzende Wasserperlen, die im warmen, sanften Licht der Sauna wunderschön reflektierten. Fast automatisch wischte ich mir die Perlen von den Armen, den Beinen, dem Bauch und schließlich auch von meinen Brüsten. Ich tat es ganz natürlich, ohne darüber nachzudenken, wie das von außen aussehen musste.
Erst als ich den Blick des Mannes bemerkte, wurde mir bewusst, was ich gerade tat. Er saß plötzlich deutlich verkrampfter da, die Beine fest übereinandergeschlagen, das Saunatuch sorgfältig über seinen Schoß gezogen. In diesem Moment wurde mir klar, welche Wirkung meine Bewegungen auf ihn gehabt hatten. Eine Welle der Peinlichkeit überrollte mich. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Zum Glück schien auch er nicht zu wissen, wie er damit umgehen sollte. Wir taten beide einfach so, als wäre nichts gewesen, und starrten verlegen vor uns hin.
Die letzten Minuten fühlten sich wie eine Ewigkeit an. Sobald die Zeit um war, verließ ich die Sauna beinahe fluchtartig und steuerte direkt die Duschen an. Ob der fremde Mann ebenfalls herauskam, weiß ich nicht. Ich wollte in diesem Moment einfach nur weg.
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