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Chapter 11 by ThormGravis

Was will Remy? Und gibt sie ihrem Verlangen nach?

Remy lässt sich angraben

Die uncharmanten Blicke der Männer wurden nicht weniger und mit jedem Kerl, der ihr entgegen kam und auf ihre prallen, neuen Möpse starrte, wünschte sich Remy harten, schmutzigen Sex - etwa die Art von Sex, von der House in seinen halb boshaft-scherzhaften, halb lüsternen Psychospielchen annahm, sie würde ihn ständig haben. Remy ertappte sich beim Gedanken daran, ihr Boss könne sie jetzt oder später beim Sex beobachten. Er machte oft Scherze darüber, er würde sie heimlich mit Webcams überwachen und Remy wusste nie wieviel Wahrheit sich hinter diesen Witzen verbarg.

Remy schüttelte den Gedanken ab. Nein, selbst wenn ihr diese Phantasie einen gewissen Kick versprach, wollte sie jetzt nicht an diesen Misanthropen denken. Stattdessen sah sie sich um und entdeckte auf der gegenüber liegenden Straßenseite einen Club, der einen recht schlechten Ruf als billige Abschleppkneipe hatte. Mit ein paar schnellen Schritten näherte Remy sich dem Eingang, an dem bereits eine stattliche Schlange an interessierten Gästen auf Einlass warteten, aber offenbar war der Club ausreichend gefüllt und die Türsteher ließen niemanden mehr ein. Remy war sich jedoch sicher, dass die Männer für sie eine Ausnahme machen würden.

Mit einem aufreizenden, aber nicht zu offensichtlichen Hüftschwung ging sie an der Schlange einfach vorüber. Von hinten folgten ihr die Beschwerden und Beleidigungen der Wartenden, die Remy nicht ignorierte, sondern mit Genuss vernahm. "Hi Jungs", flötete sie mit verführerischer Stimme, als sie vor den drei Türstehern ankam, die den Eingang blockierte. Jeder der drei war mindestens eineinhalb Köpfe größer als die zierliche Ärztin und blickten sie mit gierigen Blicken an, "wie sieht´s aus. Lasst ihr mich rein. Ich will ein wenig Spaß haben." Sie gab sich nicht die Mühe, ihre Worte besonders doppeldeutig klingen zu lassen, das sie schon am Gesichtsausdruck der Männer ablesen konnte, dass sie gewonnen hatte.

"Klar doch, Babe", grinste einer der Männer und öffnete die Tür für Remy, "für ein so heißes Gerät ist unsere Tür immer offen." Dabei packte er Remy ungeniert an den Hintern.

"Ich hoffe, ihr werdet mir heute Abend nicht nur die Tür aufmachen", hauchte Remy zur Antwort, ließ sich angrabschen und fuhr mit dem Finger über den Reißverschluss der Jeans des Mannes. Auf der Innenseite der Hose hatte sich offensichtlich bereits eine ordentliche Beule gebildet.

"Feier schön, Kleine", antwortete der zweite, ein großer Schwarzer, dessen Muskeln und Sixpack sich deutlich unter dem engen Security-Shirt abzeichneten, "wenn unsere Schicht vorbei ist, holen wir dich ab und dann lässt du uns rein."

"Genau so hab ich es mir vorgestellt." Remy lächelte und wackelte noch einmal mit dem Hintern, als die Männer sie eintreten ließen. Die Bewegung war nicht nur als verlockende Einladung an die Türsteher gedacht, sondern auch als Hohn für die sich immer lauter beschwerenden Wartenden. Remy konnte nicht leugnen, dass ihr es gefiel bevorzugt behandelt zu werden. Ihr Leben war zu kurz, um Zeit mit Warten zu verbringen und ob sie die Türsteher heute tatsächlich noch ranlassen würde, hatte sie noch nicht entschieden. Es blieb abzuwarten wie der Abend weiter verlief.

Im Club war es dunkel und voll, nur das gelegentliche Aufblitzen der Spezialeffekte der Lichtmaschine auf der Tanzfläche erhellte dann und wann etwas mehr als die unmittelbaren fünf Meter um sie herum. Er roch nach ****, Schweiß und Tabak. Gewöhnlich bevorzugte Remy weniger billige und unangenehme Orte, selbst wenn sie in versauter Stimmung war. Doch heute war dies genau der richtige Platz.

Auch im Halbdunkel des Clubs folgten der zierlichen Ärztin zahlreiche Blicke und Pfiffe und es dauerte wie von Remy erwartet nicht lange, bis ein Kerl einen Annäherungsversuch startete. Sie hatte sich gerade ein Bier an einer der Theken geholt, das ihr der Barmann nach einem Blick in ihren Ausschnitt geschenkt hatte, und beobachtete nun die Tanzfläche von einer leicht erhöhten Ecke des Hauptraumes aus, als ein Kerl auf sie zukam. Er überragte sie sie leicht und Remy schätzte ihn auf Anfang zwanzig. Er war nicht gerade schlank und schon gar nicht mit einem Aussehen gesegnet, dass Remy als attraktiv klassifiziert hätte. Aber Remy hatte auch nicht erwartet, an diesem Ort einen Traummann oder nur ein überdurchschnittliches Exemplar zu finden.

"Na Kleine." Er kam dicht an sie heran und beugte seinen Kopf neben ihrem vor, damit sie im Lärm des Clubs seine Worte verstehen konnte. "Ich bin Matt und du siehst echt heiß aus."

"Ich weiß", lächelte Remy selbstbewusst. Sie wisch einige kurze Schritte zurück, was er als Einladung ansahen, ihr zu folgen und auf Tuchfühlung zu bleiben, bis Remy mit dem Rücken an einer Wand und er direkt vor ihr stand.

"Dass ich Matt heiße?" versuchte er einen Scherz.

"Jetzt weiß ich auch das." Selbst in ihrem aufgegeilten Zustand konnte sie diese unkreative Bemerkung nicht lustig finden und war auch nicht gewillt, das Dummchen für ihn zu spielen, dass über jeden Spruch kicherte. "Ich bin Remy."

"Ich hätte gewettet, dass du Hottie heißt", grinste Matt.

Remy verdrehte innerlich die Augen. Der Kerl gab sich offenbar alle Mühe, sich selbst trotz ihrer aktuellen Fick-mich-mir-ist-es-egal-ob-du-ein-Assi-bist-Laune zu disqualifizieren. "Versuch nicht witzig zu sein, das klappt nicht", antwortete sie ihm, "und ich such hier auch keinen Komiker."

"Was suchst du denn, Süße?" Matt kannte offenbar die Antwort und wartete nicht auf Remy Erwiderung, sondern schob sich weiter gegen sie, bis Remy zwischen ihm und der Wand eingekeilt war. Eine Hand fasste ihr an die Taille, wartete einen Moment ab, ob sie Widerstand leisten würde, und fuhr dann, als sie es geschehen ließ, an ihrer Seite bis zu ihrer Hüfte und von dort zu ihrem Hintern.

"Eine billige Anmache und harten Sex", gab Remy mit kühler Verführung in der Stimme zurück und befühlte die Beule, die sich in Matts Hose gebildet hatte. Sie lächelte angenehm überrascht und fügte hinzu "Und einen großen harten Schwanz."

"Willst du tanzen?" keuchte Matt voller Erregung, als er ihre Berührung verspürte.

"Nein, ich will abgeschleppt werden."

Matt sah sie für einen kurzen Moment verwundert an und fragte sich, ob ihm seine Kumpels einen Streich spielten. Er konnte nicht glauben, dass ein so heißes Stück nicht nur ganz offen zugab, dass sie harten Sex wollte, sondern auch scheinbar nicht an einem Flirt im Club interessiert war, sondern gleich zur Sache kommen wollte. War diese Remy eine Nutte, die seine Kumpels bezahlt hatten? Irgendwie glaubte er nicht, dass sie im horizontalen Gewerbe arbeitete, aber letztendlich war es ihm auch egal. "Na dann komm", grinste er, packte Remy am Handgelenk und zog sie zum nächsten Ausgang. Remy folgte ihm und sah wie Matt voller Stolz auf seine Beute und seine Künste als Abschlepper einigen Kerlen zunickte, die wahrscheinlich seine Kumpels waren und Matt und Remy ungläubig nachblickten.

Wohin schleppt Matt Remy ab?

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