Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 5 by ThormGravis

Wofür entscheidet sich Monika? Oder tut sie etwas ganz anderes?

Red Monika wählt einen anderen Weg

Monika zog eine Augenbraue hoch und musterte den Wirt. Diese Offerte war selbst für einen schmierigen Laden wie diesen ziemlich dreist. "Wirklich? Was für ein verlockendes Angebot", versetzte sie voller Ironie, "und das von einem so charmanten Mann. Du musst dich bei deinem hervorragenden Aussehen doch vor wollüstigen Schönheiten gar nicht retten können, die mit dir ins Bett steigen wollen. Da will ich nicht stören." Damit drehte sie sich um und verließ mit ihrem Bier die Theke.

Die rothaarige Schönheit war sich sicher, noch deutlich bessere Angebote zu bekommen oder auf andere Weise an ein Quartier für die Nacht zu ergattern. Den Wechsel zu einer anderen Taverne wäre nur die letzte Alternative. Draußen wurde es schon dunkel und ihrer Erfahrung nach war es für eine Frau mit ihrem Aussehen alles andere als ungefährlich, nachts durch Ordluhn zu gehen. Sicher, sie konnte sich ihrer Haut erwehren, aber nach der Flucht aus Vaneers Reich und der Durchquerung des Ödlands konnte sie auf jeden weiteren Stress für den heutigen Abend gut verzichten.

Sie durchquerte die Taverne und ließ ihre Augen über die Tische wandern. Es wurde gewürfelt, gezecht, geprahlt und geschwatzt. Die Gäste waren raue Typen, bei denen man nie genau sagen konnte, ob ihre Bildung oder ihre Moral weniger entwickelt war. Monika lächelte. Sie mochte eine solche Umgebung. Schließlich fiel ihr Blick auf einen Tisch, an dem drei Männer pokerten, ein vierter Stuhl stand frei. Die rothaarige Schönheit konnte sich zwar sehr gut vorstellen, sich mit einem geselligen Kartenspiel um klingende Münzen den Abend zu vertreiben, aber was wirklich ihr Interesse weckte, war ein Halbork. Sie hatte weder eine besondere Vorliebe noch eine Abneigung gegen diese Bastard-Spezies, bei der gewöhnlich ein gewaltsamer Akt zwischen einem lüsternen Ork und einer meist nicht sonderlich bereitwilligen Menschenfrau am Anfang stand. Was Monika jedoch interessierte, waren die Tätowierungen, die der Halbork am Oberarm trug. Sie waren von minderer Qualität und deuteten auf eine Laufbahn als Pirat hin - eine Karriere, die auch Monika zeitweise mit recht großem Erfolg ausgeübt hatte. Wenn dieser Kerl wirklich ein Pirat war, lag sein Schiff vielleicht in Ordluhn vor Anker und würde eine gute Möglichkeit zur schnellen Abreise aus der Stadt und somit der Reichweite ihrer Verfolger bedeuten.

"Ist der Platz noch frei?" fragte Monika, als sie sich an den Tisch gesellte und sich ohne auf die Antwort zu warten setzte.

Der Halbork und die beiden Menschen wechselten kurz einige Blicke, dann sagte der Kerl zu Monikas Rechten: "So sehr es mir gefällt, was du zu präsentieren hast, Kleine, würde ich an deiner Stelle lieber aufstehen, denn auf dem Stuhl sitzt Urkok und wenn er wiederkommt wird er nicht erfreut sein, dass du seinen Platz eingenommen hast."

"Dann kann ich immer noch aufstehen und im Moment ist dieser Urkok offenbar nicht hier. Und wie heißt es so schön beim Pokern: Ein leerer Stuhl ist ein unnützer Stuhl." Sie lächelte die drei rauen Gesellen an, band ihre Börse vom Gürtel los und warf einige Kupfermünzen daraus auf den Tisch. "Was ist? Wer ist dran mit geben?"

Die Männer zögerten noch einen kurzen Blick, aber der Blick auf den prall gefüllten Geldbeutel und Red Monikas noch praller gefülltes Dekolleté ließ sie schließlich zustimmen. Die Karten wurden gegeben und das Spiel begann. Schnell stellte sich heraus, dass der Halbork nicht umsonst den größten Stapel an Münzen vor sich liegen hatte. Er war ein passabler Spieler, doch die beiden Menschen waren einfach nur grottenschlecht. So war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Münzen vor dem Halbork oder auf Monikas schnell wachsendem Stapel wanderten.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Monika mit dem Halbork allein am Tisch sitzen würde. Dann könnte sie ihn nach den Tätowierungen, seinem Piratenleben und dem Schiff befragen. Schließlich stand einer der Menschen mit resigniertem Blick auf und schleuderte seinen leeren Geldbeutel zu Boden. Fluchend und einen letzten Blick auf den offenherzigen Ausschnitt in Monikas Top werfend verließ er den Tisch.

"Du sitzt auf meinem Platz, Rotschopf." Die Stimme hinter Red Monika klang tief und dunkel. Sie hielt im Mischen der Karten inne und wandte sich zum Neuankömmling namens Urkok um.

Wer ist Urkok? Und wie geht es am Tisch weiter?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)