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Chapter 7
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Rapunzel Z.05
Eine einzige Kerze auf dem Tisch mühte sich vergeblich, den Raum zu erhellen. Urtica erschrak, als sie ihren Bruder nirgends sehen konnte. Dann entdeckte sie seinen Schatten im Sessel und trat neben ihn. Schwaches Licht spiegelte sich in seinen Augen, als er zu ihr aufsah.
„Na, so tief in Gedanken?", Urtica strich ihm über die gerunzelte Stirn und augenblicklich verschwanden tief darin eingegrabenen Falten, „Was hast du?"
„Nichts."
Sie konnte spüren, dass er log, nahm aber auch wahr, dass er im Augenblick nicht bereit war, mehr zu sagen. Also ließ sie es dabei.
„Es ist noch heißes Wasser in der Wanne. Ein Bad würde dir sicher auch guttun, nachdem wir den ganzen Tag durch den Wald gelaufen sind. Außerdem", sie grinste, "habe ich keine Lust, mit dir ein Bett zu teilen, wenn du stinkst."
„Du hast Recht", er stemmte sich hoch, „ich wasche mich und dann schlafen wir. Der Tag war anstrengend und morgen müssen wir früh los, damit wir zuhause sind, ehe Vater die halbe Armee losschickt, um uns zu suchen."
Er legte eine Hand auf ihren Unterarm, eine einfache Geste, die Nähe und Verbundenheit ausdrückte. Aber unter der Oberfläche war da mehr, eine Art magnetische Anziehung. Es fiel ihm überraschend schwer, den Hautkontakt zu lösen. Auf direktem Weg ging er ins Bad, ohne sich noch einmal umzudrehen. Er musste sich bemühen nicht zu rennen, damit es nicht wie eine Flucht wirkte.
Erst nachdem er die Tür fest hinter sich geschlossen hatte, atmete er tief ein und aus, um sich zu beruhigen, dann begann er, sich auszuziehen. Auf der Suche nach einem Platz, wo er seine Sachen ablegen konnte, entdeckte er das Höschen an der Leine und ihm wurde bewusst, dass Urtica unter dem weiten weißen Tuch nichts weiter angehabt hatte, als sie neben ihm stand. Schnell verdrängte er diesen Gedanken und beeilte sich, ins Wasser zu kommen.
Wie erhofft half ihm das warme Bad, sich zu entspannen. Die dunklen Gedanken und die Anstrengung des Tages fielen von ihm ab und machten einer tiefen Ruhe Platz. Ehe ihm die Augen zufallen konnten, wusch er sich energisch den Schmutz des Tages vom Körper, stieg aus der Wanne und trocknete sich ab. Mit um die Hüften geschlungenem Handtuch ging er ins Schlafzimmer.
„Mach die Kerze aus und leg dich hin", murmelte Urtica im Halbschlaf aus dem Bett.
Nastur sah sich kurz um. Das Leinentuch, in das sich seine Schwester gewickelt hatte, lag in einem unordentlichen Häuflein auf dem Teppich. Typisch für sie. Ob sie sich etwas anderes für die Nacht angezogen hatte? Er bezweifelte es. Die Rucksäcke, in denen ihre Ersatzkleidung verpackt war, standen unberührt unter dem Tisch, wo er sie verstaut hatte. Sollte er sich wirklich so, wie die Natur sie beide geschaffen hatte, mit ihr in ein Bett legen?
Aber wenn er nicht auf dem blanken Boden schlafen wollte, hatte er kaum eine Wahl. Nastur war müde genug, um im Stehen einzunicken. Er wollte nur noch ins Bett.
„Ach, was soll's", sagte er sich, „schließlich sind wir Geschwister und erwachsen und vernüftig genug, um zu wissen, was wir tun."
Er löschte das Licht und schlurfte im Dunkeln in Richtung der leisen Atemgeräusche seiner Schwester, bis er den Teppich unter den Füßen spürte. Dann ließ er sein Handtuch fallen, tastete nach der Bettdecke und schob sich darunter, vorsichtig darauf bedacht, die Schlafende nicht zu berühren.
Kaum lag er still, rutschte Urtica auf der nachgebenden Matratze in seine Richtung und drängte ihre Kehrseite gegen ihn. Wenn er verhindern wollte, dass sie ihn aus dem Bett warf, musste er sich wohl oder übel dagegen drücken. Dann endlich fanden sie eine für beide angenehme Position. Bruder und Schwester lagen aneinandergeschmiegt wie zwei Löffelchen auf der schmalen Matratze. Um es bequemer zu haben, legte Nastur seinen Arm über sie.
Verärgert stellte er fest, dass seine Ruhe und Müdigkeit verflogen waren. Er atmete den Duft des frisch gewaschenen Frauenhaars unmittelbar vor seiner Nase ein, er spürte die Wärme des Körpers, der mit ihm unter der Decke lag und sich an ihn schmiegte. Wo sie sich berührten, prickelte seine Haut. Besonders unheilvoll war das Kribbeln in seiner Lendengegend, wo sich Urticas Po gegen sein Becken drückte. Er konnte spüren, wie das Blut begann, in seinem Glied zu pulsieren. **** versuchte er, diese peinliche Reaktion auf die Nähe seiner Schwester zu unterdrücken. Aber je mehr er sich darauf konzentrierte, umso schlimmer wurde es.
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Klassische Märchen, sexy neu erzählt
Die Märchen halten sich eng an die Original Texte, driften aber in Sex und Erotik ab.
Updated on Dec 8, 2023
Created on Apr 13, 2023
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