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Chapter 8
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Rapunzel Z.06
Urtica konnte sehr wohl spüren, dass sich etwas Hartes gegen ihren unteren Rücken presste. Sie fragte sich, was ihr Bruder mit ins Bett genommen haben könnte, obwohl er, soweit sie es durch den Hautkontakt beurteilen konnte, sich so wie sie selbst ganz ausgezogen hatte, bevor er sich hinlegte. Sie hatte aber den Verdacht, dass dies etwas mit der Hochzeitsnachtgeschichte zu tun haben musste.
Den Impuls, aus Neugier mit der Hand zu ertasten, was Nastur da versteckte, unterdrückte sie. Doch an der Grenze zwischen Schlafen und Wachen fing ihr benebelter Verstand an, ihre realen Erfahrungen mit Vorstellungen aus ihrer Phantasie zu kombinieren.
Die Bilder, die aus der Traumwelt zu ihr trieben, wurden zunehmend beunruhigend. Urtica befand sich in einem tranceähnlichen Dämmerzustand, in dem die Realität verschwamm. All jene Gedanken und Fragen, die sie noch nicht verarbeitet hatte, wirbelten durcheinander und verwischten jegliche Sicherheit, wer und wo sie war. Sie begann sich zu vorzustellen, was eine Stute, Färse oder Hündin empfinden musste, wenn sie ihrer Bestimmung gemäß Mutter werden sollte. Wortfetzen und Satzfragmente, die sie aus Frauengesprächen aufgeschnappt und nie verstanden hatte, kombinierten sich zu Annahmen und Aussagen, die verstörend und zugleich **** aufregend waren. Sie empfand Furcht vor den neuen und unbekannten Konsequenzen, die sie erwarteten, wenn sie diese Gedanken bis zum Ende verfolgte, gleichzeitig aber auch eine unbändige Neugier auf die Wahrheiten, die ihr die Antworten auf all diese Fragen, die sie bewegten, enthüllen würden.
Nastur war verunsichert. Urtica wurde immer unruhiger und fing an, ihren Körper an seinem zu reiben. Ihr vormals gleichmäßiger Atem war lauter und hastiger geworden. Schlaf war das Letzte, woran er jetzt denken konnte. Sein Ständer war längst steinhart. Die Peinlichkeit, die ihn erfüllte, weil es die Reaktion auf seine eigene Schwester war, wurde nur noch von dem Stolz auf seine Männlichkeit und der Erregung übertroffen, die ihn ergriffen hatte.
Die Sorgen, die er sich über Urticas Unbefangenheit und Unschuld gemacht hatte, holten ihn wieder ein. Sie würde vermutlich einen Mann bekommen, der nach seinen Titeln, Besitztümern oder politischen Notwendigkeiten ausgewählt worden war. Wer würde darauf achten, dass der Bräutigam seine Schwester liebte und achtete? Möglicherweise würde sie einen alten Knacker abbekommen, der den Zenit seiner Ausdauer und Standfestigkeit längst überschritten hatte, oder schlimmer noch einen machtgierigen, brutalen Aufsteiger, der sie nur als Mittel zum Zweck sah und als Gebärmaschine missbrauchte. Vermutlich würde der Frischangetraute in der Hochzeitsnacht, **** vom Festwein, wankend ins Brautbett fallen, sich seiner ehelichen Pflicht entledigen und Urtica frustriert und desillusioniert zurücklassen.
Wäre es bei solchen Aussichten nicht eine mitfühlende, gute Tat, wenn jemand, der ihr nahestand, sie schätzte und ihre Bedürfnisse kannte, sie verständnis- und rücksichtsvoll in die Freuden der körperlichen Liebe einführte? Er hob seine Hand, um über ihr Haar streicheln zu können.
Unbemerkt von den Geschwistern hatte sich ein großer Uhu mit nachtschwarzem Gefieder lautlos auf dem Fensterbrett niedergelassen. Seine kreisrunden Augen durchdrangen die bleierne Dunkelheit, als sei es helllichter Tag. Seine auffallenden Federohren nahmen das Rascheln des kleinsten Mäuschens unter dem Laub des Waldbodens wahr.
Sobald das letzte Licht im Turmgemach erloschen war, hatte er sich von seinem Versteck und Aussichtspunkt auf dem hohen Baum am Waldrand erhoben und wenige Flügelschläge brachten ihn an sein Ziel. Sofort hatte er die beiden Gestalten unter der Bettdecke erkannt und ihre Unruhe bemerkt. Aufmerksam beobachtete der Vogel das Geschehen und zog die richtigen Schlussfolgerungen. Die beiden jungen Leute benahmen sich ganz und gar nicht so, wie es für Bruder und Schwester angemessen wäre.
Der Beobachter beschloss, seinen ursprünglichen Plan noch ein wenig aufzuschieben und die Situation zu genießen. Er kannte die menschliche Physis gut genug, um die Anzeichen sexueller Erregung als solche interpretieren zu können. Der schnelle Atem, die geröteten Gesichter, die Muskelspannung, der kräftige Puls. Er war mehr als gespannt darauf, was sich daraus entwickeln würde. Sobald die zwei die Bettdecke abstreifen würden, hätte er den perfekten Blick auf ihre Zweisamkeit.
„Urtica, schläfst du?"
Die Stimme ihres Bruders rief Urtica von der Schwelle zum Schlaf zurück.
„Hm?", maunzte sie, „was ist los?"
Sie drehte sich um und fand sich nur eine Handbreit von ihm entfernt im selben Bett wieder. Langsam dämmerte ihr, wo sie sich befand und wie sie in diese Situation gekommen war. Sie erinnerte sich vage an merkwürdige Traumbilder und fühlte sich ausgesprochen wohl. Seine Hand strich über ihren Kopf und sie schnurrte leise.
Seine Armbewegung ließ die Decke von ihren Oberkörpern rutschen und enthüllte Urticas wunderschön geformte Brüste, deren Spitzen hart und groß hervorstanden. Seine tastenden Finger fuhren über ihre Wangen, an der Seite ihres Halses herunter, die Schulter entlang und kamen erst knapp vor dem Busen, der sich im Rhythmus ihres raschen Atems hob und senkte, zum Halt.
Ein kühler Luftzug ließ die junge Frau erschauern. Sie sah geistesabwesend zum offenen Fenster.
„Was?!", schreckte sie auf.
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Schlimm's Märchen
Klassische Märchen, sexy neu erzählt
Die Märchen halten sich eng an die Original Texte, driften aber in Sex und Erotik ab.
Updated on Dec 8, 2023
Created on Apr 13, 2023
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