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Chapter 32
by
Bitbuster
Bei der Ärztin
Wieder ein Test
Auf dem Weg zur Ärztin überlegte Patrick die ganze Zeit, warum Sophia sich so geheimnisvoll verhielt und warum sie so gegrinst hatte. „Es wird bestimmt nichts schlimmes sein, sonst hätte sie nicht gegrinst. Aber wenn es nur eine Routineuntersuchung ist, warum sagt sie dann nicht, worum es geht.“
Patrick hatte die Krankenstation erreicht und wollte sich gerade wieder etwas umsehen, als ein Mann auf ihn zuging.
„Hallo, ich bin Joseph, wie kann ich Dir helfen?“
„Hallo, Patrick, ich sollte mich bei der Ärztin melden“
„Hm, ich schaue eben im Computer nach“, sprachs und zog ein kleines Pad aus der Tasche.
„Ah – ja. Einmal nach hinten rechts in den Raum Zwei, ich sage Bescheid, daß Du da bist.“
Patrick zögerte einen Moment, was Joseph zu einer einladenden Handbewegung in Richtung der hinteren Räume veranlasste. Daraufhin ging Patrick in den hinteren Bereich und drehte sich kurz um, bevor er in den Raum mit der Nummer zwei gehen wollte. Der Mann von eben war verschwunden.
„Das wird alles irgendwie immer unheimlicher“ dachte Patrick und ging vorsichtig durch die sich öffnende Tür.
Der Raum war ein ganz normaler Untersuchungsraum mit zwei Sitzgelegenheiten, einem Computerschreibtisch und einigen Schränken. Er wollte sich gerade setzen, als sich die Tür wieder öffnete.
Anstatt der Ärztin trat ein Mann in den Raum und grüßte freundlich.
„Ich bin Lt.-Cmdr Angus McGlenn, der Stellvertreter der medizinischen Leitung. Du wurdest informiert, worum es geht?“
„Nein“ sagte Patrick mit Nachdruck und schaute fragend zu Angus.
„Oh, verstehe. Nun es ist recht einfach. Wir beginnen mit einem kleinen Test, in dem Fragen beantwortet werden müssen. Dann kommt ein Reaktionstest und dann sind wir auch schon bei der Auswertung.“
Während Angus das sagte, holte er ein Datenpad aus einer der Schubladen und reichte es Patrick.
„Ich bin gleich wieder draussen, damit Du nicht abgelenkt wirst. Einfach den grünen Startknopf drücken und dann die Fragen beantworten. Soweit alles verstanden?“
„Ja, und was soll das alles?“ fragte Patrick.
„Nun, es ist eine Eignungs- und Verwendungsprüfung“ erklärte Angus.
Patrick wollte kurz nachfragen, was für eine Eignung, verkniff sich dann aber die Frage.
Angus verließ den Raum und Patrick drückte den Startknopf.
Es begann mit Fragen wie: Was passt nicht in die Reihe? Rot Gelb Grün Auto Blau
Hund Katze Tisch Maus...
„Also ein Intelligenztest“ dachte Patrick und beantwortete die nächste Frage.
Nach etwa 15 Minuten hatte er die letzte Frage beantwortet und gerade das Pad auf den Tisch gelegt, als sich wieder die Tür öffnete.
Angus schaut auf Patrick und das Pad und meinte freundlich:“Fertig? Gut, dann mir bitte folgen.“
Zusammen gingen sie in einen anderen Raum, in dem ein großer Monitor auf einem Tisch stand.
Am Boden waren zwei Pedale, aber keine Tastatur zu sehen.
„Es geht jetzt um die Reaktion. Es ertönen gleich entweder ein hoher Ton, linkes Pedal drücken, oder ein tiefer Ton, rechtes Pedal drücken. Dazu leuchten auf dem Monitor Farben und Symbole auf. Der Tisch ist druckempfindlich, Moment.“ Angus schaltete das Gerät ein. Auf dem Tisch wurden zwei Reihen abgebildet. Die obere Reihe enthielt Rechtecke in den Farben rot, gelb, grün und blau in der unteren Reihe waren ein Kreis, Dreieck, Quadrat und Stern zu sehen.
„So, also wenn da gleich ein grüner Kreis aufleuchtet, dann eben oben die grüne Fläche antippen und unten den Kreis, beim roten Dreieck dann eben rot und Dreieck. Nachher kommen dann die Töne dazu, also zum Beispiel blauer Stern mit tiefem Ton, dann alles entsprechend drücken. Fragen dazu?“
„Wie lange geht der Test?“
„Mindestens 50 Kombinationen und dann maximal 10 Fehler“
Die ersten Minuten kam Patrick noch gut mit, obwohl die Symbole in immer schneller werdender Folge auftauchten. Dann merkte er, daß er immer mehr Fehler machte und ärgerte sich, was nicht gerade sehr hilfreich war.
Nach einiger Zeit und zu vielen Fehlern stand dann ein rotblinkendes „Ende“ auf gelbem Grund.
„Tolle Farbwahl“ dachte Patrick und drehte sich weg vom Monitor.
Sollte er jetzt den Raum verlassen, oder warten?
Er entschied sich für „warten“.
Gefühlte fünf Minuten später war noch immer niemand da, um ihm zu sagen, wie es weiter geht.
„War ich wirklich so schlecht, daß der Test normalerweise viel länger läuft?“ fragte sich Patrick und wie auf Kommando öffnete sich die Tür.
Die leitende Ärztin begrüßte Patrick und sie erklärte ihm, das die Auswertung bei ihr im Büro stattfinden sollte.
So saßen Beide kurz danach im Büro der LMO.
Melinda tippte einige Dinge in den Computer und während sie auf die Ergebnisse wartete, schaute sie zu Patrick. „Du kannst Dich entspannen, jetzt ändert sich nichts mehr an dem Ergebnis“ meinte sie freundlich.
„Ergebnis wofür?“ frage Patrick nach.
„Das weiß ich auch nicht so ganz genau, wir sollten, möglichst ohne Druck, feststellen, ob Du für weitere Aufgaben an Bord geeignet bist.“
„Möglichst ohne Druck, sehr praktisch, einem nicht zu sagen, worum es geht ist auch völlig beruhigend“ antwortete Patrick bissig.
„Das war die Vorgabe, Dir vorher nichts zu sagen, um Dich nicht zusätzlich zu stressen, da viele bei einem Test Prüfungsangst aufweisen.“
„Ja gut, und was kam dabei jetzt heraus?“
Melinda schaute zum Bildschirm.
„Kampfpilot solltest Du nicht werden, normaler Flugdienst wäre aber in Ordnung. Keinerlei Einschränkungen für den technischen Dienst und bei Interesse wäre auch eine Tätigkeit im medizinischen Bereich möglich. Das entscheiden aber der Kapitän und die XO. Die nächste Station ist dann ein Besuch bei unserer SO. Ist aber nur eine Formsache, also kannst Du da ganz beruhigt hingehen. Noch Fragen?“ dabei schaute sie Patrick wieder an.
„Ja, nein, also keine Frage. Ich hätte gerne etwas Oxycalin"
Melinda schaute Patrick einige Sekunden an, bevor sie darauf etwas sagte.
"Was ist denn los? Habe ich was falsches gesagt? Das Zeug heißt doch so, oder?" schoß es Patrick durch den Kopf.
"Oxycalin, hmm... wofür brauchst Du das?"
"Das, ähm, das weiß ich nicht so ganz genau." gab Patrick zu.
"Du weißt nicht, wozu es gut ist und Du hast auch nicht nachgesehen, wofür man das verwendet, aber Du möchtest es haben?"
"Mist, das hätte ich natürlich machen können, aber ich habe Sophia vertraut, daß es nichts 'schlimmes' ist" dachte Patrick.
"Naja" meinte Patrick nur und kratzte sich verlegen im Nacken.
"OK, das habe ich mir gedacht. Wer hat Dir denn gesagt, daß Du danach fragen sollst? Denn ausgedacht wirst Du Dir den Namen nicht haben."
Patrick überlegte, wie er etwas sagen konnte, ohne Sophia da mit hineinzuziehen, andererseits hatte sie ihn in diese Lage gebracht. "Es würde mir wohl helfen, so hatte ich es verstanden."
Melinda nickte und sagte: "Steh bitte auf"
Patrick stand auf und die LMO zog einen Scanner aus der Tasche. Nachdem sie Patrick einmal komplett gescannt hatte, sagte sie ihm, daß er sich wieder hinsetzen könne.
Sie ging zu einem der Schränke und nahm eine kleine metallische Hülse heraus.
"Ich gehe davon aus, daß ich Dir vertrauen kann, andererseits würdest Du Dir nur selber schaden. Oxycalin ist ein Mittel, welches bei Prellungen und Blutergüssen verwendet wird. Dadurch heilt es schneller ab, da es die Durchblutung fördert. Es soll jedoch auch Lebenwesen geben, die sich das in die Genitalien applizieren."
Patrick schaute sie mit großen Augen an.
"Nicht mehr als 0,5 ml direkt in den Penis spritzen oder 0,1 ml in eine Klitoris. Und zwischen zwei Anwendungen mindestens 24 Stunden Pause. Verstanden?"
Patricks Augen wurden noch größer.
"Verstanden?" fragte Melinda noch einmal nach.
Patrick konnte nur nicken.
"Gut, dann jetzt ab zur SO. Hier ... " sie schob Patrick die kleine Hülse zu "bevor ich es mir anders überlege".
"Danke" stammelte Patrick, stand schnell auf und nahm die Hülse, die er sogleich in einer Tasche verschwinden ließ.
An der Tür blieb er stehen und drehte sich noch einmal um. Bevor er etwas sagen konnte, sagte die LMO: "Eine vergnügliche Nacht", lächelte und nickte dabei.
"Danke noch einmal" sagte Patrick schnell und beeilte sich, die Krankenstation zu verlassen.
***
Die LMO mußte laut lachen, als sich die Tür hinter Patrick geschlossen hatte.
Sie wußte von "Tabbi" (der SO), daß diese es gerne etwas heftiger beim Sex hatte und wenn sie dann gleich die blauen Flecke ihrer Liebespartner selber behandeln wollte, dann sollte es so sein, obwohl sie schon den Verdacht hatte, daß das Mittel nicht nur zur Behandlung von Blutergüssen benutzt werden würde. Was die LMO zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte war, daß Patrick die Nacht bei Sophia und nicht bei Tabathea verbracht hatte.
***
Patrick hatte das Gefühl, als würde die Hülse in seiner Tasche leuchten und jeder könnte sehen, was er da mit sich herumtrug. Bevor er zur SO ging, machte er einen Umweg zu seinem Quartier und hatte zum ersten Mal Verwendung für den kleinen Tresor, der im Schrank eingebaut war.
Das Oxycalin sicher versteckt, machte Patrick sich auf den Weg zur SO.
Befragung
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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