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Chapter 16
by
Redboom
Wie erfüllt der Dschinn den zweiten Wunsch?
Er macht Frank Meier zu einem erfolgreichen Börsenmakler.
„Dein Wunsch sei dir gewährt.“
Der Raum füllt sich mich mit vielen Bündeln voller Geldscheine.
„Super. Und wie bin ich zu dem Geld gekommen?“
„Spekulationen an der Börse. Ich bin sicher, du verstehst inzwischen mehr davon als ich.“
„Ja, jetzt erinnere ich mich… das ganze Geld verdient zu haben… Einen Moment! Veränderst du mein Gedächtnis?“
„Nur ein ganz klein wenig. Und es ist nur zu deinem Vorteil. Stell dir vor wie peinlich es wäre, wenn dich jemand um Rat bezüglich der Börse bittet und du nicht weist wovon du spricht.“
„Ok…. Ich schätze das ist nichts schlechtes...“
„Ist das alles für für den Augenblick?“
„Ja danke.“
Und damit entmaterialisiere ich mich und verschwinde in meiner Wunderlampe, um einen Blick in die Kristallkugel zu werfen.
Frank Meier war Emma Schmidts Mathelehrer. Jetzt ist er zudem noch ein erfolgreicher Börsenmakler.
Frank saß an seinem Schreibtisch und griff nach einem Glas Rotwein. Er sog das Getränk zwischen seinen Zähnen hindurch in den Mund, spülte damit, als wäre er ein Weinkenner, bevor er den roten Saft genüsslich die Kehle hinunter laufen ließ. Wahrscheinlich würde er ein Zeit lang brauchen um sich an den trockenen, säuerlichen Geschmack zu gewöhnen. Aber heute hatte er sich dies verdient. Alles würde sich ändern. Wirklich alles. „This is a man's world“ heißt es doch so schön im Hit von James Brown. Doch bisher traf das auf das Leben von Frank Meier nicht zu. Er gehörte zur Kategorie der Loser. Sein Leben lang. Eigentlich hatte das Schicksal ihm dieses Los schon in die Wiege gelegt.
In diesem Moment kam ihm in den Sinn, wie gern er als Jugendlicher zu diesen coolen Jungs gehört hätte. Aber er, der schüchterne Frank traute sich nichts. Er war über angepasst, ängstlich und sozial unsicher. Nicht zuletzt durch seine Mutter, die ihn lange Jahre mit ihren Launen belastete.
Er war als Kind nicht gut ernährt worden, sehr schmächtig und auch nicht groß gewachsen. Zuhause herrschte immer Mangel. Seine Mutter arbeitete nicht oder nur in gelegentlichen Aushilfsstellen. Sie war eine, die für ein bisschen Aufmerksamkeit die Beine breit machte. Wie viele Männer hatte sie? Frank hatte nicht mitgezählt, aber mehrere Typen gingen bei ihnen daheim jahrelang ein und aus.
Mit 19 hatte Frank dann erstmals eine richtige Freundin. Ein dickes Mädchen, deren Brüste sich wundervoll anfühlten. Doch bevor es zum Sex kam, machte sie Schluss. Mit 26 Jahren wollte Frank endlich wissen, wie es ist, richtig mit einer Frau zu schlafen. Er ging zu einer Prostituierten, gab dafür ein paar Hunderter her und kam viel zu schnell. Sie war Profi und ähnelte optisch sehr seiner Mutter.
Noch dazu machte sie sich lustig darüber, dass er viel zu früh in ihr kam. Er ging und verfluchte die Hure. Sie war kühl zu ihm. Sie war nur auf sein Geld aus. Und sie hatte ihn in seiner Unerfahrenheit ausgenommen.
Frank wusste, ab heute würde alles anders werden, ab heute stand er auf der Sonnenseite des Lebens. Ab heute würde er sich jede Frau der Welt mit seinem Geld kaufen können.
In seinem Hirn wanderten die Gedanken hin und her: Geringverdienerinnen, Arbeitslose, Schülerinnen die ihr Taschengeld aufbessern wollten und alleinerziehende Frauen, wie seine Mutter eine war. Er wollte sie alle „probieren“.
Wen sucht sich Frank aus?
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Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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