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Chapter 15 by Ulf6

Kann sie die nächtlichen Erlebnisse vor dem Arzt verbergen?

Sie versucht es

Als sie wenige Minuten später wieder zu sich kommt, sieht sie das Hausmädchen mit dem Arzt gerade den Raum betreten. Becky ist entsetzt. Sie mag den Arzt nicht. Er ist ein schmieriger, geldgieriger Mann um die Fünfzig, der zwar wohl eine Menge von Heilkunst versteht, aber ein ausgesprochen unangenehmer Mensch ist. Schon als kleines Kind hat sie es gehasst, sich von ihm untersuchen zu lassen.

"Na, da ist ja die kleine Missis", sagt er in einem Tonfall, der Beckys Blut schon fast gefrieren lässt. "Dann will ich sie mal anschauen. Mary, du kannst gehen, ich benötige keine Hilfe."

Zunächst fühlt der Doktor ihren Puls und ihre Stirn. "Hm, vermutlich kein Fieber, aber erhöhter Puls", murmelt er. "Ich möchte dich abhorchen. Zieh bitte die Decke zurück und öffne dein Nachthemd etwas." Aber Becky klammert sich nur noch fester an ihre Decke. Ihre Gedanken überschlagen sich. Was soll sie nur tun?

Der Doktor wird ungeduldig. "Komm, stell dich nicht so an, Mädchen, ich habe nicht ewig Zeit." Ärgerlich greift er nach Beckys Decke und zerrt sie herunter, so dass Becky nun mit entsetztem Gesichtsausdruck nackend vor ihm liegt.

Was wird der Arzt nun tun?

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