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Chapter 14
by
mäuschen
Weiter?
Ein "williges" Opfer
Anna-Lena nickte und bestätigte: "Okay, ich bin bereit." Ihr Widerstand schien gebrochen. Sie war aber innerlich aufgewühlt. Wollte sie nicht eigentlich etwas ganz anderes sagen?
Und zugleich hörte sie Claras Stimme, "Großer Geist, du bist stark und wir geben uns dir bereitwillig hin. Nimm Anna-Lena als Zeichen unserer absoluten Unterwerfung und erfülle uns mit deiner Macht!"
Sie konnte ihren Ohren und der Hinterhältigkeit der Aussage nicht glauben. Wie konnte man eine Freundin nur so verraten? Aber auch die anderen beiden Mädchen um den Kreis herum machten keine Anstalten ihr auch nur im entferntesten zur Seite zu stehen, nichtmals ihre eigene Zwillingsschwester! Sie hätten sich niemals mit dieser Gothic-Schlampe einlassen sollen... Sowohl Amelie als auch Sina hielten immer noch Claras Hand, und starrten mit großen Augen, während sie weiterhin für den monotonen rituellen Singsang sorgten. Wie Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank, und sie war das Erste. Nun hatte sie keine Zweifel mehr daran, dass sie wahrhaftig dem Bösen geopfert wurde.
Anna-Lena wusste nicht so recht warum, wohl instinktiv trat sie ein paar Schritte zurück, bis sie sich, ohne es zu realisieren, genau in der Mitte des Kerzenkreises befand.
Und erneut wie fremdgesteuert, als ob eine andere Macht die Kontrolle übernommen hätte,
kniete sie sich dort langsam auf das Ouija-Brett. Aber ab diesem Moment verspürte sie irgendwie keine Angst mehr. Überhaupt spürte sie jetzt fast gar nichts mehr. Weder die Kälte des Bodens an ihren Füßen, noch die Härte des zeremoniellen Holzbrettes auf dem sie kniete. Und auch Scham kannte sie gerade keine mehr. Ganz im Gegenteil. Ihre Brust hob und senkte sich im Takt mit ihrem immer noch schweren Atem. Auch wenn sie wusste, dass sie nicht perfekt war - aber wer war das schon? - präsentierte sie jetzt doch ein wenig stolz ob der anhaltenden Blicke und mit erhobenem Haupt ihren komplett nackten Körper mit seinen weiblichen Vorzügen. Sie war hübsch, sie war sexy, und fast fordernd richtete sie Ihren Blick nun in Marcs oder Karls Gesicht, in dem es zwar schwer war, konkrete Emotionen zu lesen, der sie aber durchaus mit Interesse zu betrachten schien.
Und das Wissen, die Vorstellung, welcher Natur dieses Interesse war, und was gleich passieren würde, machte etwas mit ihr. Wo früher Scham und Widerstand gewesen wären, wuchs nun eine Vorfreude und Erregung in ihr, wie sie Anna-Lena bis dahin nicht gekannt hatte. Es begann mit einer Gänsehaut, Ihre Nippel wurden fest und steif, und als sich Wärme und Feuchte in ihrer intimsten Stelle ausbreiteten, da wusste sie, dass sie sich gerade auf unerklärliche Weise in etwas hinein steigerte, Gefühle und Verhalten an den Tag legte, die so bisher gar nicht die ihren gewesen waren.
"Ich bin noch Jungfrau. Aber soll ich dir vielleicht erstmal einen blasen? Darin bin ich schon ziemlich gut...", ertönte es mehr kess und neckisch als schüchtern, war sie sich doch ziemlich sicher, dass diese Informationen dem Geist und Marc gefallen würden.
Aber insgeheim wunderte sie sich doch erneut über ihre Worte. Hatte sie das wirklich gerade gesagt? Klar, Amelie wusste es, dass ihr sonst so souverän auftretender Zwilling gerne Stärke und Erfahrung vortäuschte, und auch schon öfters es einem Jungen mit dem Mund gemacht hatte, aber in sexuellen Belangen sonst genau so ein unbeschriebenes Blatt war wie ihre eher schüchterne Schwester. Aber Anna-Lena selbst wäre es doch niemals in den Sinn gekommen, vor versammelter Mannschaft so ein pikantes Detail preis zu geben? Wieso hatte sie das gerade getan? Wobei das surrealste an dieser Situation wohl war, dass sie sich jetzt um so etwas noch Gedanken machte…
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Der böse Geist
Eine Gruppe Jugendlicher beschwört bei einer Séance versehentlich tatsächlich einen Geist herauf.
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