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Chapter 8 by The Pervert

Wer kann es schon anderes sein als ...?

Tavolori.

Sashiira ging durch einen langen dunklen Gang. Sie war nackt und barfuss. Die Wände des Gang bestand aus rauhen Steinen mit grünlich glänzenden Einschlüssen. Obwohl es keine Fackeln oder Lampen gab konnte Sie gut sehen. Nur das es nichts zu sehen gab. Vor Ihr schien sich der Gang endlos zu erstrecken. Und obwohl Sie nicht zurückblickte war Sie gewiss, das er hinter Ihr genauso aussah.
Obwohl die Wände und der Boden und die gewölbte Decke die Sich hoch über Ihr erstreckte aus Stein bestanden war Ihr nicht kalt. Trotzdem schmerzten ihre Füsse. Aber nicht so als währe Sie lange gewandert.
Sie kannte diesen **** genau. Immer wieder seit ihrem achten Geburtstag hatte es Zeiten gegeben als Sie sich der Anwesenheit eines Fremden - Dings - in ihrer Nähe bewusst war. Und jedesmal wenn es Ihr wirklich nahe kam brannten die beiden Tätowierungen die Sie unter Ihren Fussohlen besass. Seit jener Nacht ihres achten Geburtstages.
Und auch hier spürte Sie es. Mit jedem Schritt den Sie tat wurde das brennen der seltsamen Zeichen stärker. Sie fühlte aber seltsamer weise keine Angst. Auch konnte Sie nicht aufhören weiterzugehen. Eine fremde Macht schien Sie weiter zu schieben. Immer weiter. Und immer schlimmer wurden die Schmerzen.
Mit einem leisen Schrei wurde Sie wach und fuhr aus dem Bett hoch.
Sie atmete heftig. Sie spürte mehrere schmerzende Stellen an ihrem Körper und fühlte sich schwindelig. Der **** an Ihren Füssen den Sie im Traum gespürt hatte war aber verflogen. Sie schaute sich um. Das Zimmer war gross. Etwa Sieben Schritte lang und fünf breit. Und es war gut eingerichtet. Ausser dem Bett in dem Sie lag, gab es einen Tisch und Stühle. An der hinteren Wand stand ein Herd in dem ein kleines Feuer brannte und es gab Geschirr das auf Regalen stand. Zwei grosse Schränke gab es, und viele kleine Dinge lagen überall herum. Auf dem Holzboden lag ein abgenutzter Teppich und darauf der Dicke Mann eingehüllt in eine schäbige Decke. Er hatte sich aufgerichtet und schaute in ihre Richtung.
„Hallo Prinzessin." gähnte er und kratzte sich an Hintern. „Schön zu sehen das Du wieder unter den lebenden Weilst. Ich heisse Tavolori und Du bist hier bei mir zu Hause. Anscheinend hattest Du einen Alptraum. Wie geht´s ?"
„Äh ... danke." krächzte Sashiira verwirrt. Sie verstand nicht ganz. Der Mann war eindeutig derjenige der Sie vor den drei Halunken gerettet hatte. Aber was war weiter passiert ? Wieso war Sie hier in dem Bett und er schlief auf dem Boden ? In seinem Haus ?
Als der Boden protestierend knarrte während sich der Mann erhob zog Sie erschreckt und ängstlich die Decke vor die Brust. Sie merkte das Sie praktisch nackt in dem Bett lag. Sie hatte einen Verband und auch ein Untertuch. Sie schaute an sich hinab und bemerkte einen merkwürdigen Geruch an sich. Heilsalbe, erkannte Sie. Der Mann war aufgestanden. Er war tatsächlich ziemlich dick, bewegte sich aber nicht so schwerfällig wie man eigentlich erwarten würde. Auch waren seine Arme und Beine doch eher muskulös. Lediglich sein Bauch machte seine Massigkeit aus. Er trug lange Unterhosen.
Erst als er eine Kerze anzündete merkte Sashiira das es dunkel war. Sie hatte noch nie Probleme gehabt im Dunkeln zu sehen. Nachdem er Licht gemacht hatte, ging er zum Herd und schöpfte Brühe aus einem Kessel in eine Schale. Legte einen Löffel hinein und brachte Ihn zu Ihr ans Bett.
„Hier, Hühnerbrühe. Der Heiler sagte, Du sollst davon **** wenn Du erwachst. Später kannst Du euch etwas kräftigeres essen."
„D-danke." Sashiiras verwirrung wurde schlimmer. Wann hatte Sie das letzte mal derartige Freundlichkeit erfahren ? Sie machte sich keine Illusionen. Sie würde dafür einen Preis zahlen müssen. Und Sie ahnte welcher Art das sein würde. Aber immerhin. Jetzt lebte Sie und das verdankte Sie diesem Mann. Die Brühe war nicht zu heiss und duftete verlockend. Sie probierte und fand das Sie noch viel besser schmeckte als roch. Nach den ersten drei Löffeln merkte Sie erst welchen Heisshunger Sie hatte und trank die Schüssel in einem Zug aus.
Der Mann stand dabei und lachte.
„Donnerwetter. Für so eine schmale Gestalt hast Du aber einen ganz schönen Zug am Leib. Möchtest Du noch eine ?" Er hielt Ihr die Hand hin um die leere Schüssel entgegenzunehmen.
„Ich ... kann euch das nicht bezahlen." Sashiiras Stimme klang nun wieder menschlicher. Sie hatte ein gutes warmes Gefühl im Bauch und fühlte sich besser.
„Entschuldigung, da hab Ich wohl die falsche Frage gestellt. Ich wollte eigentlich wissen ob Du noch eine Schüssel Brühe haben wolltest." seine Stimme klang entschuldigend, aber in seinen Augen blitzte es schelmisch.
„Wenn Ich wirklich noch eine haben könnte. Sie schmeckt herrlich."
„Wenn Ich alles so viel hätte wie Hühnerbrühe." meinte der dicke lachen und füllte die Schüssel erneut, diesmal schwamm sogar etwas Fleisch mit darin.
„Übrigens, danke für das Kompliment. Der Koch in mir ist vor Freude errötet."
Die Schüssel leerte Sashiira mit mehr Genuss und danach fühlte Sie sich gesättigt und fast euphorisch, als hätte Sie einen Becher Wein getrunken. Egal was als nächstes kommen würde, diesen Moment wollte Sie in ihrer Erinnerung festhalten. Es gab in ihr noch viel Platz für gute Erinnerungen.
Als Tavolori die Schüssel wegstellte gähnte er herzzerreissend. Er schaute auf eine Wassersäule mit einer schwimmenden Kugel. Das Gerät war ein Zeitmesser, und Sashiira konnte daran erkennen das es spät in der Nacht, oder sehr früh am Morgen war, je nachdem wie man es sehen wollte.
„Etwas dagegen wenn wir jetzt erst mal wieder Heia machen ? Ich hatte einen schweren Tag und muss morgen auch noch ein paar Sachen erledigen." grummelte er.
Auch Sashiira fühlte sich richtig müde. Aber ... ?
„Das ist Ihr Bett. Wieso schlafen Sie auf dem Boden ?"
„Ich schlafe gern tief.
Nein, also erstens kannst Du mich Duzen. Für Freunde und Mädchen die Ich aus dunkeln Gassen rette bin Ich Tav."
„Verzeihung, Ich bin unhöflich. Mein Name ist Sashiira. Und ich bin im Moment nicht in der Lage euch eure Güte zu vergelten.
Nun, höchstens auf eine Weise.", ergänzte Sie schliesslich.
Sie machte Anstalten aufzustehen, aber er drückte Sie wieder ins Bett zurück.
„Mädchen ... Sashiira bleib liegen. Falls es dir entgangen ist, Du bist verletzt. Deshalb liegst Du auch im Bett. Weil es für dich bequemer ist. Ich komme auch mal zwei - drei Nächte mit dem Boden zurecht. Und was den Rest angeht, können wir morgen Früh noch..." der Rest ging erneut im Gähnen unter.
„Euer Bett ist so breit. Ihr könntet auch..."
„Schluss jetzt. Ich schlafe unruhig und Du willst bestimmt nicht unter mir begraben werden. Ausserdem haben Ich gesagt Du sollst mich Duzen." Er hatte Sie fast wie ein Vater ins Bett gedrückt, zugedeckt und steckte nun die Decke fest.
„Gute Nacht." Er löschte die Kerze und legte sich erneut schlafen.
Was für ein merkwürdiger Mann. Sashiira hörte Ihn sich bewegen und ein paarmal grunzen, dann schnarchte er. Auch Sie fühlte sich angenehm schwer und müde. Als Sie einschlief schien Sie zu lächeln.

Am nächsten Tag.

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