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Chapter 16 by ThormGravis
Ist er zufriedengestellt?
Er bringt Remy nach Camden
O´Derby brauchte noch einige Augenblicke, um sich wieder zu sammeln und seine Sinne zu ordnen. Recht schwerfällig stieg er von ihr herab und schob sich wieder nach vorne auf den Fahrersitz. Dort atmete er einige Augenblicke mit geschlossenen Augen durch, um die Nachwehen des Orgasmus zu genießen. Remy fürchtete schon, er sei eingeschlafen, als er sich wieder aufrichtete. "Das war geil", sagte er und Remy war sich nicht ganz sicher, ob sie oder das Universum Adressat des Lobes war. Aber letztlich war es ihr auch egal. Sie säuberte sich auf der Rückbank so gut es ging mit einigen Tüchern, die O´Derby ihr reichte und die stark nach McDonalds-Servietten aussahen. Es war nicht das angenehmste Material, aber wenigstens konnte sie die deutlichsten Spermaspuren von Gesicht, Hals und Brüsten beseitigen, bevor sie ihr improvisiertes T-shirt-Top wieder über ihre Titten zog.
"Können wir?" fragte sie nach vorne und O´Derby nickte. Er war wohl immer noch berauscht von ihren Brüsten und dem geilen Tittenfick, denn er sprach weit weniger als auf der bisherigen Strecke. Aber er hielt Wort und brachte Remy nach Camden.
Die Gegend, in der Brick-40K wohnte, wirkte so heruntergekommen wie immer. Der Putz war von den meisten Häusern abgebröckelt, öffentliches Eigentum wie Bushaltestellen, Mülleimer und Sitzbänke waren überwiegend beschädigt und die meisten Straßenlaternen spendeten allenfalls flackerndes Licht. Die meisten Häuser waren schäbige Wohnsilos und wirkten abrissreif, während die meisten Autos in Trenton auf dem Schrottplatz gelandet wären. Mülltonnen lagen umgestoßen auf den Bürgersteigen oder standen brennend in den Hinterhöfen, auf der nächtlichen Straße waren nur Kerle unterwegs, die eindeutig nach Gangs aussahen. Graffitis an U-Bahn-Eingängen und Hauswänden markierten die Reviere der Gangs und die meisten Läden, die es hier in den Erdgeschossen der Häuser einst gegeben hatte, waren offensichtlich pleite gegangen und nun nur noch leere Flächen. Die wenigen Geschäfte, die sich noch gehalten hatten, waren über Nacht verrammelt als würde die Zombieapokalypse bevorstehen. Dann und wann fiel ein Schuss in der Nähe, doch alle Polizeisirenen, die Remy hörte, waren wenigstens acht oder neun Blocks entfernt. Dieser Teil von Camden war eine Gegend, die die Bullen aufgegeben hatten.
Das Taxi hielt an der von Remy genannten Straßenkreuzung. Obwohl sich O´Derby hier sichtlich unwohl fühlte und nicht lange parken wollte, drehte er sich zu der jungen Ärztin um. "Sind sie sicher, dass sie hier aussteigen wollen..." Echte Besorgnis war seinem Gesicht zu entnehmen, doch Remy musste Lächeln. Eben, als der Kerl sich ihr halb aufgezwungen und ihre Titten wie die einer Sexpuppe benutzt hatte, um zu kommen, hatte er sie mit "Du" angesprochen, nun war er zum "Sie" zurückgekehrt. Dann wurde Remy wieder ernst. Sie selbst hatte immer ein leicht mulmiges Gefühl, wenn sie nach Camden kam. So sehr sie dieser soziale Brennpunkt erregte, wusste sie doch stets, dass es ein gefährliches Pflaster war. Und in ihrem Outfit und mit ihrer neuen Oberweite würde sie sicherlich nicht weniger als ohnehin schon auffallen. Aber sie hatte ****, wenn sie Informationen von Brick-40 K wollte.
"Ist schon gut. Ich war häufiger hier und bin verabredet", erklärte Remy, um nun ihrerseits den Taxifahrer zu beruhigen. Dann stieg sie aus und lief ohne zurückzusehen über die nächtliche, leere Straße zum gegenüberliegenden Gebäude. Es war sicherlich nicht weise, länger als unbedingt nötig dort zu bleiben, wo sie gut gesehen werden konnte. Vorsichtig drückte sie sich an eine Haustür, ließ kurz ihren Blick schweifen und drückte eine beliebige Klingeltaste. Dabei beobachtete sie wie O´Derby in seinem Taxi ohne weitere Verzögerung das Weite suchte. Kaum war er um die nächste Ecke, verließ Remy ihre Position. Sie kannte niemanden in diesem Haus und hatte nur geklingelt, um O´Derby auf eine falsche Fährte zu locken. Der Kerl musste nicht wissen, wohin sie wollte. Immerhin war sie zu einem Dealer unterwegs.
Die Absätze von Remys knöchelhohen Stiefeletten klackten auf dem nächtlichen Asphalt und hallten in der engen Gasse wieder, die sie nun betreten hatte, um zum Hinterhof des Blocks zu kommen. Da es überall - abgesehen von entfernten Lauten und dem Kreischen von Katzen - still war, waren ihre Schritte sicherlich weit zu hören. Remy fühlte sich dabei ein wenig unwohl und beschleunigte ihren Schritt, was nicht gerade für weniger Geräusche sorgte. Sie hatte die schmutzige Gasse, in der Müllsäcke wild verstreut herumlagen, halb durchquert und konnte den Hinterhof bereits sehen, als sie glaubte, hinter sich andere Schritte zu vernehmen. Sie unterdrückte das Verlangen, sich umzudrehen, und ging schneller. Sie spürte das Adrenalin und ihren beschleunigten Herzschlag. Ihr Verstand sagte, dass es keine gute Idee war, sich hier von irgendwelchen Kerlen erwischen zu lassen, aber sie spürte auch eine innere Erregung.
Remy erreichte den Hinterhof, doch noch war sie durch eine Hauswand auf der linken und einen Maschendrahtzaun auf der rechten Seite wie in einer Fortführung der Gasse eingeengt. Hinter der Abgrenzung standen einige ausgeschlachtete Autos, einige Meter vor ihr war der Zaun zu Ende und der Hinterhof vergrößerte sich zu voller Breite, doch ihr Ziel - der Hintereingang zur Mietskaserne, in der Brick wohnte - befand sich auf der gegenüberliegende Seite des Hinterhofes. Die Schritte hinter ihr kamen näher. Es bestand kein Zweifel daran, dass ihr jemand folgte und aufholte. Remy atmete schwer. In ihr kämpften Neugier und Furcht sich umzudrehen.
"Hey, Whitey, mach doch mal langsam", hörte sie eine Stimme hinter sich.
"Du kannst uns eh nicht wegrennen, Babe", warf eine zweite Stimme ein.
Es bestand kein Zweifel daran, dass sie gemeint war. Im Gehen drehte Remy den Kopf leicht nach hinten und sah drei Männer, die ihr folgten. Sie trugen geradezu klischeehafte Ghetto-Klamotten, bei denen die Farben schwarz und rot dominierten, was zweifellos einer gemeinsamen Gangzugehörigkeit geschuldet war. Es waren Schwarze und auf den ersten Blick wirkten sie recht ****, vielleicht um die 20 Jahre. Sie waren kaum zwanzig Meter hinter ihr.
"Was gibt´s denn?" antwortete Remy und schaffte es, ihre Stimme trotz des Adrenalins recht ruhig klingen zu lassen. Dennoch ging sie weiter.
"Wohin willst du mit deinen heißen Beinen, Whitey?"
"Ich besuch einen Kumpel." Remy bemühte sich ihren Schritt unauffällig zu beschleunigen, doch die Tritte, die ihr folgten, verrieten, dass auch die drei Schwarzen nicht schneller wurden.
"Wer ist denn dein Kumpel?"
"Warum bleibst du nicht mal stehen, Süße?"
"Ich hab´s eilig", erklärte Remy. Eine Antwort auf die erste Frage blieb sie bewusst schuldig. Zwar war sie sich sicher, dass kein Gangmitglied mit den Bullen reden würde, aber sie konnte nicht wissen wie sich die Gang und Brick verstanden. Vielleicht waren sie dicke Kumpels und die drei auch auf dem Weg zu ihm, aber ebenso gut konnten sie Stress mit ihm haben. Und dann konnte aus einer derben Hinterhof-Anmache schnell eine wirklich gefährliche Situation werden. Remy drehte abermals den Kopf. Die Kerle waren nun deutlich näher und holten mit jedem Schritt auf. Sie konnte jetzt erkennen, dass sie wahrscheinlich eher 18 oder 19 waren, jeder deutlich größer als sie selbst. Wenn sie den drei Kerlen entkommen wollte, musste sie rennen und das Beste hoffen. Die Hintertür zu Bricks Wohnsilo war noch ziemlich weit weg und es gab keine Gewissheit, dass sie offen wäre. Auf ihren Stiefeletten konnte sie den Gangmitgliedern nicht lange entkommen, aber mit diesem Tempo würden sie in wenigen Augenblicken aufgeholt haben.
"Jetzt bleib doch stehen, Kleine."
Bleibt Remy stehen?
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Remy Hadley
Eine Geschichte aus einem alternativen Universum
Hier haben wir eine kleine Geschichte über die fiktive Figur der Remy Hadley, bekannt aus der Serie Dr.House, gespielt von Olivia Wilde. Es geht jedoch nicht um die Schauspielerin, sondern um besagte Figur und jene Abenteuer und Erlebnisse, die es aus Jugendschutzgründen nicht in die Fernsehserie geschafft haben. Es darf durchaus etwas satirisch zugehen oder Geschehnisse aus der Serie parodieren. Immerhin handelt es sich hierbei um reine Fiktion.
Updated on May 31, 2023
by ThormGravis
Created on Apr 7, 2016
by ThormGravis
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