Chapter 12 by Myopia01
Wo soll ich mich hinsetzen?
Ich setze mich neben Nami hin.
Ich entscheide mich neben Nami zu setzen. Ihren Blick hatte ich von vorhin nicht vergessen. Und da sie mich in der Hand hat, werde ich mal lieber nicht willentlich ihre Laune vermiesen.
Als ich mich links neben Nami platziere, kann ich aus den Augenwinkeln den skeptischen Blick Nojikos spüren. Sie fragt sich sicherlich, warum ich mich nicht auf den einzelnen Sessel gesetzt habe, wie es sich ja eigentlich gehört.
Robin scheint auch dies zu denken, zumindest vermute ich das einfach mal, da ihre schönen Gesichtszüge leider kaum Regungen zeigen.
Die einzige, der es zu gefallen scheint, ist Nami. Sie lehnt sich jetzt weit zurück und lässt ihren linken Arm auf die Rückenlehne ruhen. Dass sie dabei mich fast von hinten umarmt, stört sie wohl dabei weniger.
Mir hingegen ist etwas mulmig zu mute. Nami als halbe Schmusekatze neben mir zu wissen, ist echt großartig, doch die skeptischen Augen zweier anderer Frauen auf mich zu spüren, sind denn wieder etwas anderes. Andererseits habe ich einen wunderbaren Blick auf ihre langen ineinander verschränkten Beine. Wenn ich zurückdenke, was ich alles im Keller mit einem dieser…
Ich muss das Thema wechseln!!! Schnell! Auch die stille Situation gefällt mir nicht. „Habt ihr irgendeinen Anhaltspunkt, wie ihr alle hierher gekommen seid?“, frage ich neugierig.
„Keine Ahnung!“, antwortet Nojiko als erste, „Nachdem ich die Orangenplantage ein letztes Mal durchgeschaut hatte, bin ich kurz nach Sonnenuntergang schlafen gegangen und am Morgen dann unter einem Baum wieder aufgewacht. Ein Zettel hat mich zu dieser Adresse geführt.“
Sie also auch. Genau wie bei Nami und Robin. Seltsam…
„Aber sag’ mal Nami!“, schaut die Blauhaarige ihre jüngere Schwester an, „Ist das hier wirklich eine andere Welt und nicht die Grand Line?“
Nami antwortet prompt: „So genau wissen wir es auch nicht. Robin und ich sind auch nach Einbruch der Nacht schlafen gegangen. Aufgewacht sind wir im Park mit einem Zettel, der uns, sowie deiner, hier her geführt hat. Ich kann mir das ganze einfach nicht erklären. Einen nächtlichen Überfall hätten wir sofort gemerkt, da Franky Wache hatte.“
„Franky?“, hackt Nojiko sofort nach.
Nun antwortet Robin: „Franky ist unser Schiffszimmermann an Bord. Aber, ob wir wirklich in einer anderen Welt sind oder doch noch auf der Grand Line, weiß ich auch nicht. Eine solch große Stadt müsste mir eigentlich bekannt sein, doch habe ich noch nie etwas von ihr gehört. Zumal sie keinen Hafen besitzt.“
O.K. Meine Zeit einzuschreiten: „Wir sind hier nicht auf der Grand Line. Genauer gesagt, die Zettel haben Recht. Das ist tatsächlich eine andere Welt.“
Alle drei schauen mich an, als würde ich alle fünf Sekunden meine Hautfarbe wechseln. So recht glauben wollen sie mir also nicht.
Ich erkläre lieber schnell weiter: „Es gibt in dieser Welt schon noch Piraten und Marinesoldaten, doch sind sie vollkommen anders, als bei euch. Auch gibt es keine allumfassende Weltregierung, die machen darf, was sie will. Es existiert lediglich die Organisation der Vereinten Nationen, welche wiederum weit davon entfernt ist, von allen Mächten dieser Welt als oberste Organisation anerkannt zu werden. Es gibt auch keine Weltarmee, sondern nur Soldaten einzelner Länder, dazu zählt auch die jeweilige Marine. Ihr habt demzufolge auch kein Kopfgeld und werdet hier auch nicht Steckbrieflich gesucht. Noch ein weiterer großer Unterschied zu eurer Welt ist die Tatsache, dass es eigentlich keine Teufelsfrüchte gibt. Dafür sind wir in Sachen Wissenschaft und Fortschritt in einigen Dingen weit voraus.“
…
Stille…
…
Das war wohl doch alles etwas zu viel auf einmal.
…
„Beweise es!“, ist Robins knappe Antwort. Ihr Blick ist ernst. Namis und Nojikos Gesichter machen auch einen sehr misstrauischen Eindruck.
„Gut!“, springe ich auf, „Bin gleich wieder da!“, und laufe hoch in meine kleine Bibliothek und hole sämtliche Atlanten, Politik- und Geschichtsbücher hervor. Unten angekommen breite ich alles auf dem Tisch aus. Ich zeige den dreien Damen die Weltkarte, was Nami wahnsinnig fasziniert und zu selben Zeit schockiert. Robin nimmt sich augenblicklich Überblicksbücher zur Geschichte in die Hand und beginnt zu lesen. Nojiko scheint derweil **** nach einem Anhaltspunkt auf der Weltkarte zu suchen, wo ihre schöne Insel Kokos wohl sein möge.
Eigentlich wollte ich ihnen alles mit kurzen Sätzen zusammenhängend erklären, doch das hat sich ja jetzt erledigt. Die Drei begannen nun selbst meine Welt zu entdecken.
Nachdenklich schaue ich die Drei an.
Soll ich mich zu ihnen setzen und ihnen helfen diese Welt zu verstehen oder sie erstmal alleine lassen?
Was soll ich jetzt machen?
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One Piece klopft an deine Tür!
Klopf! Klopf!
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