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Chapter 7 by ThormGravis

Wie gut übersteht Lara die Explosion?

Sie ist benommen

Lara hatte schnell reagiert, die Stärke der Explosion aber unterschätzt. Die Druckwelle hatte sie gegen die Rückwand geschleudert, wo der Regen aus kleinen Trümmerstücken ihr keinen nennenswerten Schaden zugefügt hatte. Nun kniete Lara auf allen Viere auf dem letzten Rest Empore, der an dieser Stelle noch übrig war. Einige Zentimeter vor ihr ging es steil nach unten. Dort stapelten sich jetzt die größeren und kleineren Bruchstücke, die aus der Explosion hervorgegangen waren. Auf den gewaltigen Lärm der ersten Sekunde folgte eine seltsame Ruhe. Lara hörte ein entferntes Summen und nahm wie durch Watte gefiltert die Worte des Fremden wahr.

Die beiden Schwarzen, die angeblich schon so lange hier waren, rannten über jeweils eine der beiden großen Treppen nach oben, die von der Halle auf die Empore führten. Lara bemühte sich aufzustehen, konnte aber nur unsicher torkeln und wäre beinahe herunter gestürzt. Dank der Übung aus den langen Jahren als Schatzjägerin hielt sie ihre Balance und konnte mit einem weiten Schritt auf den unzerstörten Teil der Empore gelangen. Nach dieser schnellen Bewegung schien der ganze Saal in eine Drehung zu geraten und Lara musste sich an der Balustrade abstützen, um auf den Beinen zu bleiben. Unten in der Mitte der Eingangshalle stand der Fremde, ließ sie nicht aus den Augen und hielt den Stab weiter auf sie gerichtet.

Sie hätte ich gerne eine schlagfertige Beleidigung oder einen lässigen Spruch zugerufen - oder ihm einen Drehkick an den Kopf versetzt, um das siegessichere, überhebliche Grinsen aus seinem Gesicht zu vertreiben, aber gegenwärtig war sie dankbar dafür, dass sie stehen und sich vorwärts bewegen konnte, solange sie sich mit einer Hand an der Balustrade festhielt.

"Bleiben wo sein, Miss Croft", verlangte der Mann. "Wächter bald bei Miss sein werden."

"Ich habe keine Termine mehr", erwiderte sie, musst jedoch im gleichen Augenblick bei einem Schritt taumeln, was ihr cooles Gehabe nicht gerade unterstützte. Sie wollte nicht, dass der Mann sie für schwach hielt. Dann ging ihr die eigene, warnende Stimme durch den Kopf: Als er dich gefürchtet hat, hat er dich fast umgebracht. Vielleicht ist es besser, wenn er dieses Ding nicht nochmal abfeuert. Daher richtete Lara den Blick einfach nach vorne und sah einen der beiden Krieger auf ihrer Seite der Empore schnell näher kommen. Leider war es nicht der bereits vom Sturz verwundete. Dieser kam auf der anderen Seite entlang und war somit durch des klaffende Explosionsloch in der Empore von ihr getrennt. Mit seinem Bein konnte er nur noch humpeln, so dass Lara sich auch recht sicher war, er werde nicht über den Abgrund springen, der bis vor wenigen Augenblicken noch ein unversehrtes Stück von Croft Mansion gewesen war

"Miss Croft sich fügen nicht war. Ich nicht töten müssen jetzt."

"Nicht jetzt und überhaupt nicht", erwiderte Lara, die auf die Versprechen dieses Kerls keinen Cent gewettet hätte. Sie musste hier weg. Einige Meter vor sich sah sie einen weiteren Korridor, der auf die Empore mündete und zum rückwärtigen Trakt führte. Wenn sie diesen erreichen könnte... Lara schloss kurz die Augen und sammelte für einen winzigen Moment alle Kraftreserven, die ihr Körper gerade noch aufbringen konnte. Dann drückte sie sich von der Balustrade ab und rannte (andere hätten es vielleicht unschicklich "taumeln" genannt) auf die Fluchtmöglichkeit zu.

"Nicht laufen weg, Miss Croft", forderte der Anführer der Fremden.

"Ich lauf nicht weg. Hol nur meine Waffen", Riff sie zurück, ohne weiter auf ihn zu Achten. Auch der schwarze Hüne war schon viel zu nahe für ihren Geschmack herangekommen. Hinter ihr flammte abermals der Stab des Priesters auf.

Ist Lara schnell genug?

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