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Chapter 5 by ThormGravis

Wer ist sonst noch im Haus?

jemand mit einer Waffe

Remy machte einige schnelle Schritte Richtung hinterer Tür, hatte die Küche aber noch nicht einmal zur Hälfte durchquert, als sie hinter sich ein Geräusch und dann Worte hörte. Zu ihrem Leidwesen konnte sie den Klang relativ gut zuordnen. Es war das Klicken einer Waffe, die entsichert wurde.

"Halt, Kleine." Die Stimme war dunkel und unfreundlich. "Bleib schön stehen, wenn du nicht willst, dass ich dir in den Rücken schieße. Wäre schade um dich, wenn ich von deinem heißen Hintern ausgehe."

Remy hob die Hände. Niemand hatte sie dazu aufgefordert, aber es gehörte zu den Dingen, die man ganz natürlich tat, wenn jemand eine Waffe entsicherte. So wie man unwillkürlich den Sicherheitsgurt nachträglich anlegte, wenn man einen Polizeiwagen im Rückspiegel erblickte.

"Sehr brav", lobte die Stimme, "hast wohl Übung darin, dass jemand auf dich zielt." Schritte kamen von hinten näher, bis der Mann - die Stimme war eindeutig männlich - direkt hinter ihr stand. "Leg jetzt Ausweis, Portmonee, Waffen und alles andere, was du in den Taschen hast auf den Tisch. Und dreh dich lieber nicht um. Es würde mir wahrscheinlich nicht gefallen, wenn du mich siehst. Und das, was ich dann machen müsste, würde dir ganz sicher nicht gefallen."

Remy tat wie ihr befohlen worden war. Sie hatte nicht viel bei sich, so dass nur ein Päckchen Zigaretten, ein Feuerzeug, eine Taschenlampe, ihr Portmonee und die Wagenschlüssel auf dem Tisch landeten. Sie versuchte dabei zu erklären: "Ich bin nicht hier, um etwas zu stehlen. Ich bin Ärztin im Princeton Plainsboro und bin nur hier, um..."

"Nette Geschichte", unterbrach der Mann mit der Waffe, "erzähl sie jemand, den sie interessiert. Dreh dich zum Schrank und die Hände oben auf die Kante. Und die Augen bleiben schön geradeaus." Er drückte ihr die Mündung in den Rücken und begann mit der anderen Hand, Remy abzutasten, als Remy die entsprechende Stellung eingenommen hatte. An ihren Brüsten und dem Po suchte der Mann besonders lange und eindringlich. Offenbar hatte er vermutet, sie würde irgendwo Waffen oder etwas anderes verstecken, war jetzt aber zufrieden und machte einen Schritt von ihr weg. Mit einem Blick in ihr Portmonee erkannte er: "Okay, du scheinst wirklich Ärztin zu sein. Schade, dass ich nie so ein heißes Geschoß hatte, wenn ich flach lag. Dachte immer, es wären die Schwestern, die heiß wären."

"Neuerdings auch die Ärztinnen. Liegt an Obamas Gesundheitsreform", antwortete Remy und konnte sich den dummen Spruch trotz der Waffe nicht verkneifen.

Der Mann lachte herzhaft. "Offenbar hast du Mut und Humor. Gefällt mir. Genauso wie dein Hintern. aber jetzt raus mit der Sprache: Was suchst du hier? Werden die Ärzte jetzt schon so schlecht bezahlt, dass sie irgendwo was klauen müssen?"

"Ich war nicht hier, um etwas zu stehlen", versicherte Remy, "ich kann es ihnen erklären: Es hat rein medizinische Gründe."

"Da bin ich ja mal gespannt. Hoffentlich ist deine Geschichte gut."

"Ich bin die behandelnde Ärztin von Mr.Collins, dem dieses Haus gehört", erläuterte Remy, "er kam heute zu uns und klagte über..."

"Collins ist im Krankenhaus?" unterbrach sie der Mann.

"Das stimmt."

"Wie geht's ihm?"

"Gegenwärtig ist er stabil, aber das kann sich jederzeit ändern, da wir die Ursache für seine Erkrankung noch nicht gefunden haben. Wir vermuten, dass es sich um einen umgebungsbedingtes Auslöser handeln könnte. Deswegen wurde ich hergeschickt, um mich nach Schimmel, Sporenquellen oder anderen Erkrankungsherden umzusehen."

"Hab ich noch nie von gehört, dass Ärzte irgendwo einbrechen." Die Stimme des Manns klang äußerst zweifelnd. "Warum hat Collins euch nicht einfach den Schlüssel gegeben?"

"Machen wir normalerweise auch nicht. Wir durchsuchen eigentlich nur Wohnungen mit Wissen des Patienten, aber mein Chef hat da eine gewisse Theorie, die besagt: Alle Menschen lügen. Deswegen hält er nicht viel davon, die Patienten zu informieren, weil er fürchtet, sie würden etwas vertuschen. Außerdem war ich schon auf dem Heimweg, als mein Chef mich angerufen und hergeschickt hat. Glauben sie mir, ich hätte mir auch einen netteres Abendprogramm vorstellen können."

"Ich bin mit der Aussicht ganz zufrieden", grinste der Kerl mit einem Blick auf ihren Po. Remy hatte ihn immer noch nicht zu Gesicht bekommen. "Aber wäre besser für dich gewesen, wenn dein Boss jemand anderen geschickt hätte", teilte er ihr mit, "Du steckst jetzt in mächtigen Problemen, Hottie."

Wie reagiert Remy?

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