What's next?
Dienst in Kreuzberg
Am folgenden Freitagabend fuhren Loona und ich nach Kreuzberg.
Die Tätowierung am rechten Beckenkamm war nach über einer Woche gut verheilt: Die Rötung war verschwunden, die zarten, tiefschwarzen Linien des Dreiecks und des Venussymbols lagen ruhig und scharf auf der glatten Haut. Doch jede Bewegung der Beine unter der feinen, anthrazitfarbenen Bundfaltenhose erinnerte mich an die unauslöschliche Präsenz dieses Zeichens – und daran, dass der Neuköllner Chirurgenstahlring direkt daneben jede Regung im Keim erstickte.
Nadjas Wohnung lag in einem weitläufigen Altbau mit hohen Decken, Parkettböden und dezent dimmbarem Licht. Im Salon lief im Hintergrund tiefer, minimalistischer Downtempo-Beat. Auf dem Tisch an der Fensterfront standen Eiswürfelbehälter, Kristallgläser, mehrere Sorten Gin, Tonic und verschiedene Liköre bereit – eine improvisierte Bar, die für heute Abend mein Arbeitsplatz sein sollte.
Neben Loona und Nadja waren drei weitere Frauen aus ihrem engeren Berliner Kreis anwesend. Elena, eine kühle Architektin Anfang dreißig, trug einen minimalistischen Seidenoverall in Anthrazit, das Haar streng zurückgekämmt, die Haltung aufrecht und unbeteiligt. Saskia und Miriam, beide aus der Club- und Modeszene, saßen lässig auf den tiefen Ledersofas. Saskia hatte das dunkle Haar offen und trug ein enges, schwarzseidenes Kleid mit langen Ärmeln, Miriam einen schlichten, hochgeschlossenen Rollkragenpullover und eine weite Hose, die Beine übereinandergeschlagen, die flachen Schuhe bereits unter dem Tisch ausgezogen. Sie unterhielten sich bei Wein und Zigaretten über Vernissagen und eine bevorstehende Gruppenausstellung.
Mein Outfit für diesen Abend hatte Loona am Nachmittag in Steglitz festgelegt: keine bürgerliche Tarnung, sondern eine funktionale Dienstkleidung, die meinen Status unmissverständlich definierte. Ich trug maßgeschneiderte, enganliegende dunkle Stoffhosen, die tief auf den Hüften saßen, und ein schlichtes schwarzes Kurzarmhemd aus fließendem Stoff, dessen Knopfleiste erst knapp über dem Bauchnabel begann. Der Samt-Choker mit dem Vorhängeschloss lag eng an meiner Kehle. Das Tattoo an der Flanke und die feste Kontur des Stahls zeichneten sich bei jeder Beugung dezent, aber für Kennerinnen der Szene unübersehbar ab.
„Er ist extrem aufmerksam, ihr werdet sehen“, erklärte Nadja beiläufig in die Runde, während sie an ihrem Glas nippte und mir mit einer knappen Handbewegung signalisierte, die Gläser abzuräumen. „Und das Beste daran: Er spricht nur, wenn man ihn fragt.“
„Ein Medizinstudent als Barkeeper hat durchaus Stil“, bemerkte Elena trocken, lehnte sich zurück und musterte mich mit forschendem, fast sezierendem Blick, als ich an ihren Tisch trat, um ihr Glas nachzufüllen. „Die Charité verlangt sonst immer so viel aufblasbares Selbstbewusstsein von ihren Nachwuchsärzten. Schön zu sehen, dass manchen rechtzeitig beigebracht wird, wie man sich zurücknimmt.“
Meine Hände waren ruhig, als ich die Flasche ansetzte und das Tonic über das Eis goss, doch innerlich brannte die Demütigung wie kaltes Feuer. Ich stand mitten in diesem eleganten Kreis, servierte stumm wie ein Möbelstück, während diese Frauen über mich sprachen, als existierte ich nur als praktisches Einrichtungsdetail.
Bevor ich das Tablett wieder aufnehmen konnte, streckte Miriam den Fuß leicht nach vorn. Der Schuh lag bereits neben dem Sofa. Sie sah mich an, ohne das Gespräch zu unterbrechen.
„Die kannst du auch gleich ordentlich hinlegen, solange du schon hier stehst“, sagte sie ruhig. „Und wenn du schon einmal unten bist, wischst du die Sohlen kurz ab. Mit der Hand reicht vollkommen.“
Ich stellte das Tablett ab, kniete mich auf den Teppich und ordnete die Schuhe. Dann strich ich mit der Handfläche über beide Sohlen, bis der feine Staub an meinen Fingern haftete. Als ich mich wieder aufrichten wollte, legte Saskia ihren Fuß ebenfalls auf meine Schulter und hielt mich einen Moment in der Position.
„Die hier auch“, sagte sie beiläufig. „Und die von Elena, wenn du schon dabei bist. Wir wollen hier keinen Schmutz auf dem Parkett.“
Ich gehorchte, kniete erneut und wischte die Sohlen der übrigen Schuhe ab. Niemand sprach mich dabei direkt an. Das Gespräch über die Ausstellung lief weiter, als sei meine Anwesenheit auf dem Boden lediglich eine praktische Ergänzung des Abends.
Später, als ich einen Gin Tonic für Nadja mixte und ihn vor sie stellte, nahm sie das Glas, betrachtete es kurz und spuckte einmal langsam hinein. Sie schob es zu mir zurück.
„Probier erst, ob er so schmeckt“, sagte sie. „Wenn nicht, machst du einen neuen.“
Ich hob das Glas an die Lippen und schluckte. Der Geschmack ihres Speichels war deutlich. Elena, die neben ihr saß, beugte sich vor, nahm das Glas aus meiner Hand und spuckte ebenfalls einmal hinein, bevor sie es mir zurückreichte.
„Jetzt noch einmal“, sagte sie ruhig. „Wir wollen sichergehen, dass er für uns alle passt.“
Saskia und Miriam taten es ihr gleich. Jede von ihnen spuckte einmal in denselben Drink, ohne die Unterhaltung wirklich zu unterbrechen. Ich trank ihn aus, stellte das leere Glas ab und mixte die nächsten, während die Frauen bereits wieder über Mailand sprachen.
„Halt kurz still, John“, wies Loona mich mit leiser, souveräner Bestimmtheit an.
Ich erstarrte sofort in der Bewegung, das Tablett fest in beiden Händen vor der Brust gehalten.
Loona saß im Zentrum der Runde, gekleidet in ein dunkelgraues Etuikleid, das jede Kurve ihrer Haltung unterstrich. Sie stellte ihr Weinglas auf der Marmorplatte ab, wandte sich an Elena und Saskia und deutete mit zwei Fingern auf meine rechte Flanke.
„Ben hat vor einer Woche ganze Arbeit geleistet“, sagte Loona gelassen. „Die Linienführung ist absolut präzise. Zeig es ihnen kurz.“
Mit einer geübten, stummen Bewegung schob ich den Saum meines Hemdes mit der freien Hand ein Stück nach oben und spannte den Hosenbund minimal ab. Das Licht der Stehlampe fiel direkt auf die Knochenkante: das makellose, nach unten weisende Dreieck mit dem integrierten Venuselement, gestochen scharf, unmittelbar am Rand des stählernen Basisrings.
Elena neigte den Kopf leicht nach vorn, ihre Augenbrauen hoben sich anerkennend. „Sehr feine Arbeit. Keine Schattierungen, kein unnötiger Schnickschnack. Ein klares Siegel. Und wie reagiert er im Alltag darauf?“
„Er trägt es mit der nötigen Disziplin“, antwortete Loona ruhig, während sie mir mit der flachen Hand ganz leicht gegen die Wange tippte – eine beiläufige Geste des Besitzes, die mir das Blut in die Ohren trieb. „Tagsüber im Kittel weiß niemand an der Universität, was sich darunter befindet. Aber er spürt es bei jeder Bewegung. Das hält den Kopf frei von Dummheiten.“
„Und der Verschluss?“, fragte Saskia mit einem spöttischen Lächeln und warf einen Blick auf die straffe Kontur unter dem dunklen Stoff. „Keine Ausreden mehr?“
„Kein einziger Millimeter Spielraum“, bestätigte Nadja heiter und stieß mit Saskia an. „Er weiß ganz genau, dass er erst wieder eigene Wünsche äußern darf, wenn Loona es für richtig hält. Vorher gibt es nur Dienst.“
Ein leises, verständnisvolles Lachen lief durch die Runde. Die Frauen nahmen die Demonstration vollkommen selbstverständlich auf – nicht mit hysterischer Häme, sondern mit jener entspannten, kühlen Überlegenheit, die die Berliner Szene auszeichnete. Für sie war ich kein Skandal und kein Tabubruch, sondern ein gelungenes, diszipliniertes Arrangement weiblicher Führung.
Elena streckte die Hand aus, umfasste den Stahl durch den Stoff der Hose und drehte ihn einmal langsam, während sie zu Loona aufsah. „Er bleibt ruhig“, stellte sie fest. „Das ist schon etwas wert.“
„Brav“, sagte Loona schließlich und sah mich an. „Hemd wieder runter. Bring uns frisches Eis und hol die Flasche Wermut aus der Küche.“
„Sofort, Loona“, erwiderte ich leise, neigte den Kopf und zog den Stoff glatt.
Als ich mich umwandte und mit gleichmäßigen Schritten in den Flur ging, spürte ich die Blicke der Frauen im Rücken. Der stählerne Zylinder zog kalt und unerbittlich an meinem Schambein, das frische Siegel brannte stumm an meiner Flanke, und in meinem Kopf formte sich die Erkenntnis: Das hier war keine Ausnahme mehr. Der Zirkel hatte mich gesehen, meine Markierung abgenommen und mich als das akzeptiert, was ich unter Loonas Führung geworden war – ein Diener, der den Schritt in diese Welt endgültig vollzogen hatte.
Als ich mit dem Eis und der Flasche Wermut zurück in den Salon trat, spürte ich die Blicke der Frauen noch immer auf meinem Rücken. Der Stahl zwischen meinen Beinen schien schwerer geworden zu sein, und das Tattoo an der Flanke brannte unter dem Stoff, als hätte die kurze Vorführung die Haut erneut gereizt. Ich stellte die Flasche auf die Anrichte und füllte die Gläser nach, während mein Atem flacher ging als zuvor.
In meinem Kopf lief die Szene noch einmal ab: wie Elena den Stahl durch den Stoff gedreht hatte, wie Saskia und Miriam in denselben Drink gespuckt hatten, wie Loona mir mit der flachen Hand gegen die Wange getippt hatte, als sei ich ein Gegenstand, dessen Zustand sie gerade bestätigte. Die Scham darüber saß tief in der Brust, heiß und unangenehm, und gleichzeitig spürte ich, wie sich das Fleisch im Käfig gegen die Streben stemmte. Es war keine klare Erregung, eher ein dumpfes, beschämendes Pochen, das sich mit jeder weiteren Minute verstärkte, in der ich hier stand und die Frauen über mich hinwegsprachen, als sei die Vorführung bereits erledigt.
„Der nächste Gin Tonic für mich“, sagte Miriam beiläufig und schob ihr leeres Glas über den Tisch. „Und diesmal kannst du gleich selbst etwas dazutun, bevor du ihn servierst.“
Ich mixte den Drink, stellte ihn vor sie und wartete. Sie spuckte einmal hinein, dann reichte sie das Glas an Saskia weiter, die ebenfalls spuckte, bevor Elena und Nadja dasselbe taten. Als das Glas wieder bei mir ankam, hob ich es an die Lippen und trank es aus, während die Frauen bereits wieder über die Ausstellung sprachen. Der Geschmack ihrer Speichels lag schwer auf der Zunge, und ich spürte, wie die Wärme in meinem Gesicht zunahm. Unter dem Stahl zog sich etwas zusammen, ein unwillkürliches, beschämendes Zucken, das ich nicht unterdrücken konnte.
„Halt noch einmal still“, sagte Loona irgendwann und deutete mit dem Kinn auf den freien Platz vor dem Sofa. „Alles aus. Hemd, Hose, Unterwäsche. Nur der Käfig bleibt. Und dann kniest du dich hin und küsst die Füße der Damen, bevor du weitermachst.“
Ich stellte das Tablett ab und öffnete die Knöpfe. Das Hemd glitt von den Schultern und fiel zu Boden. Als ich die Hose und die Unterwäsche herabschob, stand ich im warmen Licht, nackt bis auf den Stahl und das Tattoo. Die kühle Luft des Zimmers legte sich auf meine Haut, und ich spürte, wie sich die Brustwarzen zusammenzogen. Die Scham darüber, so vollständig entblößt vor diesen Frauen zu stehen, die mich kaum ansahen, während sie weitersprachen, ließ mir die Hitze in die Ohren steigen. Gleichzeitig pochte der Käfig stärker, als würde der Körper die Bloßstellung als etwas Eigenes erkennen.
Ich kniete mich auf den Teppich. Zuerst beugte ich mich zu Elenas Füßen, die bereits aus den Schuhen geschlüpft war, und küsste den Spann und die Zehen. Sie ließ es geschehen, ohne das Gespräch zu unterbrechen, und strich mir einmal kurz mit dem Fuß über die Wange, bevor sie ihn zurückzog. Saskia und Miriam folgten. Jede von ihnen hielt still, während ich ihre Füße küsste, und Nadja legte ihren Fuß sogar für einen Moment auf meinen Nacken, sodass ich tiefer gehen musste. Loona war die Letzte. Ihre Zehen berührten meine Lippen, und ich küsste sie langsam, während ich spürte, wie sich der Stahl zwischen meinen Schenkeln unerbittlich gegen die Haut drückte. Die Demütigung saß mir im Hals, und doch konnte ich nicht leugnen, dass das Pochen im Käfig stärker geworden war, seit ich auf den Knien lag.
Als ich mich wieder aufrichten wollte, öffnete Elena eine kleine Schatulle und nahm zwei schmale, silberne Klemmen heraus. Sie prüfte den Widerstand kurz zwischen den Fingern und setzte die erste an meine linke Brustwarze. Der Druck kam sofort, scharf und konstant. Die zweite folgte auf der rechten Seite. Ich atmete flach durch die Nase und hielt die Hände hinter dem Rücken, während die Klemmen sich in das empfindliche Gewebe gruben. Ein stechender Schmerz zog durch die Brust, und ich spürte, wie sich die Muskeln in den Oberschenkeln anspannten. Unter dem Stahl antwortete der Körper mit einem weiteren, beschämenden Zucken.
„So bleibt er“, sagte Loona und musterte mich einmal von oben bis unten. „Du kannst weiterservieren. Die Klemmen bleiben, bis wir gehen. Und du stehst, solange du hier bist.“
Ich nahm das Tablett wieder auf. Die Klemmen zogen bei jeder Bewegung, der Stahl hing schwer zwischen den Beinen, und die kühle Luft strich über die nackte Haut. Als ich ein frisches Glas vor Elena stellte, spürte ich ihren Blick auf meiner Brust, wo die Klemmen saßen. Die Scham saß mir noch immer im Hals, heiß und unangenehm, und gleichzeitig spürte ich, wie sich das Fleisch im Käfig erneut gegen die Streben stemmte, als würde der Körper die Demütigung als etwas Eigenes anerkennen, das er nicht mehr abwehren konnte. Die Frauen sprachen bereits wieder über Mailand, als sei die kurze Unterbrechung lediglich eine praktische Angelegenheit gewesen.
In den nächsten Stunden brachte ich weiter Drinks, füllte die Schalen mit Oliven und Nüssen nach und holte frisches Eis, wann immer eines der Gläser leer wurde. Niemand sprach mich direkt an, wenn es nicht nötig war. Ich stand oder kniete, je nachdem, was gerade verlangt wurde, und spürte bei jeder Bewegung die Klemmen und den Stahl. Die Scham darüber, so vollständig entblößt und gleichzeitig unsichtbar zu sein, lag wie ein gleichmäßiger Druck auf der Brust, und doch konnte ich nicht verhindern, dass das Pochen im Käfig nicht nachließ.
Irgendwann streckte Loona die Beine aus und deutete mit dem Kinn auf den Boden vor sich.
„Knie dich hin“, sagte sie ruhig. „Und massier mir die Füße. Die Sohlen und die Zehen. Langsam.“
Ich stellte das Tablett ab und kniete mich vor sie. Meine Hände legten sich um ihren rechten Fuß, und ich begann, mit den Daumen über die Sohle zu streichen. Sie lehnte sich zurück, nippte an ihrem Glas und sprach weiter mit Elena, als sei die Massage lediglich eine beiläufige Erleichterung. Während ich arbeitete, legte Miriam ihre Beine über meine Schultern und stützte die Füße auf meinem Rücken ab. Das Gewicht drückte mich etwas tiefer auf die Knie, und ich spürte, wie sich die Klemmen bei der Haltung stärker in die Brustwarzen gruben.
Elena beugte sich vor, griff nach der linken Klemme und drehte sie einmal langsam zwischen den Fingern. Der Schmerz zog scharf durch die Brust, und ich atmete flach aus, ohne die Massage zu unterbrechen. Sie ließ die Klemme wieder los, strich einmal mit dem Daumen über die empfindliche Haut daneben und lehnte sich zurück.
„Er bleibt ruhig“, sagte sie zu Loona, ohne mich anzusehen. „Das ist schon etwas wert.“
Ich massierte weiter, die Daumen kreisten über Loonas Sohlen, während Miriams Füße schwer auf meinen Schultern lagen und Elena von Zeit zu Zeit nach einer der Klemmen griff und sie kurz bewegte. Der Stahl zwischen meinen Beinen pochte in einem gleichmäßigen, beschämenden Rhythmus, und die Wärme in meinem Gesicht und auf der Brust vermischte sich mit der kühlen Luft des Zimmers. Die Frauen sprachen über die Ausstellung, und ich blieb auf den Knien, nackt bis auf den Käfig und die Klemmen, während der Abend weiterging.
Ich massierte weiter, die Daumen kreisten über Loonas Sohlen, während Miriams Füße schwer auf meinen Schultern lagen und Elena von Zeit zu Zeit nach einer der Klemmen griff und sie kurz bewegte. Der Stahl zwischen meinen Beinen pochte in einem gleichmäßigen, beschämenden Rhythmus, und die Wärme in meinem Gesicht und auf der Brust vermischte sich mit der kühlen Luft des Zimmers. Die Frauen sprachen über die Ausstellung, und ich blieb auf den Knien, nackt bis auf den Käfig und die Klemmen, während der Abend weiterging. In mir mischte sich die Scham darüber, so vollständig entblößt und benutzt zu werden, mit einem dumpfen, unwillkürlichen Drängen im Stahl, das ich nicht mehr als etwas Fremdes empfinden konnte. Es war dasselbe Gefühl, das mich seit Wochen begleitete: die tiefe, fast süchtige Erleichterung, mich nicht mehr entscheiden zu müssen, und die gleichzeitige Gewissheit, dass Loona genau wusste, wie weit sie gehen konnte, ohne dass ich wirklich zerbrach.
Irgendwann stand Nadja auf und deutete mit dem Kinn in Richtung des Flurs.
„Komm mit“, sagte sie ruhig. „Die anderen bleiben hier. Du kommst mit mir ins Schlafzimmer.“
Ich erhob mich, die Klemmen zogen bei der Bewegung, und folgte ihr durch den Flur in ihr Zimmer. Die Tür blieb einen Spaltbreit offen. Nadja setzte sich auf die Bettkante, schob den Rock nach oben und spreizte die Beine. Sie legte eine Hand in mein Haar und zog meinen Kopf zwischen ihre Schenkel.
„Du bleibst, bis ich fertig bin“, sagte sie leise. „Und du machst es ordentlich. Die anderen sollen nicht warten müssen.“
Ich kniete mich vor sie und begann, sie zu lecken. Durch die offene Tür hörte ich die Stimmen der anderen Frauen im Salon, das leise Lachen und das Klirren der Gläser. Nadjas Hand blieb in meinem Haar, führte den Rhythmus, und ich spürte, wie sich ihr Atem veränderte. Der Stahl zwischen meinen Beinen drückte bei jeder Bewegung gegen die Oberschenkel, und die Klemmen zogen, wann immer ich den Kopf bewegte. Die Scham darüber, hier zu knien, während die anderen im Wohnzimmer saßen und weiterredeten, lag schwer auf der Brust. Gleichzeitig spürte ich, wie sich das Fleisch im Käfig gegen die Streben stemmte, ein beschämendes, unkontrollierbares Pochen, das sich mit jedem Atemzug verstärkte. Es war dasselbe Gefühl wie zuvor bei Loona: die völlige Hingabe, die mich ruhiger machte, als ich es zugeben wollte, und die Gewissheit, dass ich genau dort war, wo sie mich haben wollte.
Als sie kam, tat sie es ohne großen Laut. Ein kurzes Einziehen der Luft, ein festes Zudrücken ihrer Schenkel um meinen Kopf, und dann das Nachlassen. Sie schob mich zurück, strich den Rock glatt und stand auf.
„Gut“, sagte sie. „Jetzt zurück in den Salon. Die anderen wollen noch etwas, bevor wir gehen.“
Ich folgte ihr zurück. Die Frauen saßen noch immer auf den Sofas, die Gläser waren erneut leer, und das Gespräch über die Ausstellung war in eine ruhigere, fast beiläufige Phase übergegangen. Nadja setzte sich wieder zu den anderen, strich ihren Rock glatt und nahm einen Schluck, als sei nichts geschehen. Ich stellte mich an die Anrichte, füllte die Gläser nach und spürte bei jeder Bewegung das unbarmherzige Ziehen der Klemmen an meinen Brustwarzen. Das Gewicht zerrte an der empfindlichen Haut, während der Stahlkäfig zwischen meinen Beinen im selben beschämenden Takt pochte. Die Hitze in meinen Wangen war kaum nachgelassen: diese Mischung aus Erniedrigung, so völlig benutzt worden zu sein, während die anderen einfach weiterplauderten, und jener tiefen, fast süchtigen Ruhe, die sich einstellte, sobald ich funktionierte.
Bisher war mein Dienst hier rein formell gewesen – Gläser füllen, Haltung bewahren, das stumme, leblose Mobiliar im Raum sein. Doch als ich die Runde mit dem Tablett umrundete, veränderte sich die Luft im Salon.
Loona stellte ihr Glas mit einem leisen Klacken auf dem Tisch ab und griff nach der Gerte, die neben ihr gelegen hatte. Sie stand auf, trat direkt vor mich und sah mir tief in die Augen. In ihrem Blick lag keine flüchtige Härte, sondern eine intensive, fast greifbare Nähe – ein stummes Verstehen, das mich augenblicklich bis ins Mark traf. Eine Welle tiefer Verbundenheit durchströmte mich; in diesem einen Moment existierte kein Zweifel daran, dass ich vollkommen in ihrer Hand war und dass sie jede meiner Regungen kannte. Sie strich mit der Gerte sachte über meine Wange, hielt meinen Blick noch für einen Herzschlag fest und wandte sich dann mit einem leisen Lächeln der Runde zu.
„Er gehört heute ganz uns“, sagte sie, und ihre Stimme trug eine einladende Wärme, die die Absicht nur umso unausweichlicher machte. „Bevor wir gehen, möchte ich, dass ihr spürt, wie willig er jedes Zeichen von uns annimmt. Rücken und Hoden. Wer möchte, darf vortreten. Er rührt sich nicht und schweigt.“
Ein plötzliches, elektrisierendes Schweigen legte sich über das Sofa. Die beiläufige Plauderei erstarb auf der Stelle. Elena hielt mitten in einer Geste inne, ihre Augen verengten sich neugierig, und ein amüsiertes Lächeln trat auf ihre Lippen. Sie musterte meinen nackten Körper mit einem völlig neuen Blick – nicht mehr wie einen Kellner, sondern wie jemanden, der ganz für sie geöffnet worden war. Saskia und Miriam tauschten einen raschen Blick, bevor beide sich synchron nach vorn lehnten. Nadja stellte ihr Glas ab, lehnte sich zurück und verschränkte die Arme; ihr Blick war pure, abwartende Vorfreude.
Ich stellte das Tablett mit zitternden Fingerspitzen auf der Anrichte ab und trat in die Mitte des Raumes. Ich zwang meine Hände hinter den Rücken und verschränkte die Finger. Die Haltung spannte die Brust und riss mit erbarmungsloser Härte an den Klemmen; der Schmerz schoss schneidend in mein Fleisch, während ich den Blick demütig senkte.
Elena streckte als Erste die Hand aus. „Gib her.“
Sie trat hinter mich. Ich hörte das leise Rascheln ihres Kleides, roch ihr schweres Parfüm. Sie ließ die Spitze der Gerte prüfend über meine Schulterblätter wandern – eine quälend sanfte Berührung. Dann holte sie aus.
Der Hieb durchschnitt die Stille mit einem peitschenden Knall.
Der Schmerz explodierte zwischen meinen Schulterblättern, weiß und blendend. Ein erstickter Laut drängte aus meiner Kehle, den ich im letzten Moment hinter zusammengebissenen Zähnen erstickte. Mein ganzer Körper bäumte sich gegen den Reflex auf, nach vorn zu stolpern, doch die straff nach hinten gezogenen Arme und die brennenden Klemmen an der Brust nagelten mich an Ort und Stelle fest.
Elena reichte das Leder an Saskia weiter. Sie trat heran und setzte zwei schnelle, präzise Hiebe tiefer an die Wirbelsäule. Ehe ich die Luft wieder in die Lungen ziehen konnte, ging sie in die Hocke. Die kühle Spitze fuhr zwischen meine Oberschenkel, wanderte an der empfindlichen Unterseite entlang und tippte zweimal hart gegen den Stahl und das eingesperrte Fleisch darunter. Der Schlag vibrierte bis in meine Knochen, gefolgt von dem beißenden Ziehen an der nackten Haut. Mein Becken zuckte unwillkürlich zurück, doch der Schmerz riss mich sofort in die grausame Realität zurück.
Miriam übernahm ohne ein Wort. Ihr Schlag war schwerer, berechnend gesetzt über das Kreuz, gefolgt von einem gezielten Hieb, der die empfindliche Haut direkt unter dem Basisring traf. Nadja ließ sich Zeit, trat ganz nah an mich heran und schlug zweimal in die bereits glühenden Striemen auf meinem Rücken, bevor ein dritter Hieb hart und direkt auf den Käfig krachte. Mein Fleisch stemmte sich panisch gegen die kalten Gitterstäbe, nur um noch tiefer in die Enge getrieben zu werden.
Den Abschluss machte Loona.
Die anderen traten zurück. Sie umrundete mich langsam, ihre Hand strich sanft über meinen Nacken, nur um die Gerte kurz darauf mit voller Wucht herabsausen zu lassen. Zwei Hiebe, absolut exakt platziert, die mir die letzte Haltung raubten und ein heiseres Keuchen abrangen. Dann schob sie die Spitze von hinten zwischen meine Schenkel, stemmte sie mit unerbittlichem Druck gegen den Stahlkäfig und hielt ihn dort fest.
Mein Körper bebte. Die Striemen brannten, das Gewicht an meinen Brustwarzen schien die Haut zu zerreißen, und unter dem kalten Druck der Gerte pulsierte der gefangene Schmerz. Doch unter dem Schock dieses ersten Mals brach der letzte Widerstand in sich zusammen. Eine überwältigende Erleichterung schwemmte durch mein Bewusstsein – das vollständige Loslassen jedes eigenen Willens.
Loona nahm den Druck weg und trat vor mich.
Ich sank ohne Zögern auf die Knie, beugte den Oberkörper tief hinab und presste meine Lippen auf das Leder ihrer Schuhe, wanderte über ihre Fußrücken und verharrte dort in stummer Ergebenheit.
„Danke, meine Damen. Danke, Loona“, wisperte ich gegen das kühle Leder.
Ein leises Raunen des Wohlwollens ging durch die Runde.
Saskia trat vor mich hin, blickte mit einem weichen, fast zärtlichen Lächeln auf mich herab und griff nach den Klemmen an meinen Brustwarzen. Mit langsamen, bedächtigen Bewegungen löste sie erst die eine, dann die andere. Der plötzliche Blutsturz in das gequetschte Gewebe brannte wie Feuer. Sie beugte sich weiter vor, rieb mit ihren Daumen sanft über die geschwollenen, geröteten Spitzen, um das brennende Gefühl zu verreiben, und senkte dann die Lippen herab, um beide nacheinander mit warmen, feuchten Küssen zu bedecken. Ein unwillkürliches Zittern lief durch meine Brust, das sich tief in meinen Unterleib fortpflanzte.
Sie richtete sich wieder auf und trat zurück zu den anderen, die bereits ihre Mäntel griffen.
„Du räumst hier auf“, sagte Loona an der Tür, während sie sich die Tasche über die Schulter warf. Ihre Stimme war wieder vollkommen ruhig und geschäftsmäßig. „Die Gläser, die Schalen, der Boden. Bis wir zurück sind, ist alles makellos.“
„Ja, Loona“, presste ich hervor. Meine Stimme klang heiser.
Die Tür fiel ins Schloss. Das Klicken des Riegels schnitt die Wohnung von der Außenwelt ab.
Mit einem Schlag senkte sich die Stille über den Salon. Ich kniete noch einen Moment allein auf dem Parkett, nackt bis auf den Stahl, die Striemen feurig auf dem Rücken, die Brustwarzen noch warm von Saskias Berührung. Ich atmete zitternd aus, zwang meine Beine zur Bewegung und begann, die Gläser einzusammeln.
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