What's next?
zu besuch 3
Der Samstagmorgen brach mit erbarmungslosem Licht über Berlin herein. Ich hatte die ganze Nacht kaum ein Auge zugetan; die akustischen Echos aus dem Zimmer nebenan hatten sich wie glühende Nadeln in mein Gehirn gebohrt. Um kurz nach acht stand ich in der Küche, mechanisch funktionierend.
Die Kaffeemaschine gurgelte heiser, während in der gusseisernen Pfanne Rührei mit Schnittlauch und Speck brutzelte. Nach außen hin bot ich das gewohnte Bild des aufmerksamen WG-Hosts im bequemen grauen Sweatshirt und einer weiten Jogginghose. Doch unter dem weichen Baumwollstoff lauerte die unnachgiebige Realität: Die burgunderrote Spitze schnitt prall zwischen meine Gesäßhälften, und der schwere Zylinder scheuerte bei jedem Schritt gegen mein geschrumpftes, fieberndes Fleisch. Das kleine Vorhängeschloss pendelte im Takt meiner Bewegungen und erinnerte mich unaufhörlich an die stählerne Zelle, die mir jede Regung verwehrte.
Hinter mir schlurften schwere, nackte Schritte über die Dielen.
Die Küchentür flog auf. Timo stand im Rahmen – bekleidet nur mit einer ausgebeulten grauen Boxershorts. Die Haare standen ihm wild zu Berge, sein breiter Oberkörper trug noch die roten Striemen der Nacht, und sein Gesicht strahlte vor jener unverschämten, satten Zufriedenheit, die ein Mann nur nach stundenlanger, hemmungsloser Eroberung besitzt.
„Morgen, Bro!“, dröhnte Timo heiser, trat von hinten an den Herd und haute mir mit der flachen Hand so wuchtig auf den Rücken, dass der Zylinder tief in mein Schambein gerammt wurde. Ich musste die Zähne zusammenbeißen, um nicht vor Schmerz und Übelkeit aufzustöhnen.
„Morgen, Timo“, brachte ich hervor und zwang mich zu einem breiten, kumpelhaften Nicken, während ich das Rührei mit dem Holzspatel wendete. „Kaffee ist gleich durch. Gut geschlafen?“
„Geschlafen? Alter, machst du Witze?“, lachte Timo schallend, zog sich einen Stuhl heran und ließ sich breitbeinig darauf fallen. Er lehnte sich zurück, verschränkte die muskulösen Arme hinter dem Kopf und grinste mich an. „Bro, ich schwöre dir bei allem, was mir heilig ist: Deine Stiefschwester ist keine Frau, die ist eine absolute Naturgewalt! Ein verdammter Vulkan!“
Mein Magen krampfte sich mit solcher Wucht zusammen, dass mir der kalte Schweiß auf die Stirn trat.
„Wahnsinn, was?“, heuchelte ich und stellte zwei Becher auf die Arbeitsplatte.
„Wahnsinn ist gar kein Ausdruck, Mann!“, prahlte Timo ungeniert weiter, seine Augen glänzten vor triumphierender Lust. „Wie die sich bewegt… wie gierig die ist! Kaum dass wir gestern Abend nach neun drüben die Tür zugemacht haben, ging das schon los – und ich dachte um vier morgens, mir fallen die Lenden ab, aber die wollte einfach nicht aufhören! Hat mich am Nacken gepackt, die Nägel in meinen Rücken gerammt… Bro, ich habe sie die halbe Nacht durchgenommen, bis das ganze Bett gequietscht hat wie eine rostige Schaukel! Du hast doch hoffentlich tief und fest geschlafen, oder? Nicht, dass wir dich geweckt haben!“
„Nein, nein… alles gut“, log ich mit belegter Stimme, goss den dampfenden Kaffee ein und stellte ihm einen vollen Becher hin. „Ich habe… ich habe einen tiefen Schlaf.“
„Bester Mann!“, rief Timo, nahm einen gierigen Schluck und schob sich eine Gabel heißes Rührei in den Mund. „Echt, John, danke, dass du da so unfassbar entspannt bist. Jeder andere Stiefbruder würde ein Drama draus machen, aber du… du bist einfach der beste Wingman aller Zeiten!“
In diesem Moment glitt die Küchentür vollends auf.
Loona trat herein. Sie trug einen bodenlangen, perlmuttfarbenen Seidenmorgenmantel, der nur locker um ihre schmale Taille geknotet war und bei jedem Schritt den Blick auf ihre glatten Oberschenkel freigab. Ihr langes, tiefschwarzes Haar war zu einem hohen Pferdeschwanz nach hinten gebunden; nur eine einzelne feine Strähne hatte sich gelöst und fiel ihr weich an der Schläfe vorbei. Ihre Züge wirkten erholt, kühl und unantastbar. Ihre Lippen waren leicht geschwollen, und aus ihren durchdringenden, smaragdgrünen Augen sprach jene gefährliche, glasklare Wachheit, die mir schon bei unserem ersten Aufeinandertreffen den Boden unter den Füßen weggezogen hatte.
„Guten Morgen, Jungs“, schnurrte sie leise.
Timos Blick klebte sofort an ihr. Er streckte eine Hand aus, packte sie im Vorbeigehen am Saum des Seidenstoffs und zog sie forsch an sich. „Na, ausgeschlafen, wilde Katze?“
Loona kicherte, strich sich mit einer eleganten Bewegung die lose Haarsträhne aus der Stirn und ließ sich kurz auf seinen Schoß ziehen. Sie küsste ihn schmatzend auf die Lippen und fuhr ihm mit ihren kühlen Fingern durch den Nacken. „Mit dir kann man gar nicht ausschlafen, Timo. Du hast mich völlig kaputtgemacht.“
Über Timos breite Schulter hinweg trafen ihre durchdringenden grünen Augen die meinen.
Kein Kichern mehr. Kein Funken Mitleid. Der Blick, den sie mir schenkte, war von einer schneidenden, absoluten Schärfe. Ihre Brauen hoben sich um einen Millimeter; das leuchtende Grün ihrer Iriden bohrte sich in mein Gesicht, wanderte dann prüfend an meinem Sweatshirt herab, suchte die verborgenen Konturen meines Schritts und verlangte lautlose, bedingungslose Unterwerfung. *Haltung*, befahlen ihre Augen. Nicht wanken. Du bist das Dienerstück.
Sie löste sich geschmeidig von Timo, setzte sich an den Tisch und schlug die nackten Beine übereinander. Unter der Holzplatte glitt ihr Fuß nach vorn. Ihre zarten, nackten Zehen fanden zielsicher mein Schienbein, wanderten langsam aufwärts und drückten mit spürbarer Härte gegen das stählerne Gehäuse unter meiner Jogginghose. Der Zylinder rammte sich tief in mein gereiztes Schambein.
„Kaffee für mich, John“, befahl sie mit honigsüßer Stimme, ohne mich anzusehen. „Und stell den Toast auf den Tisch. Timo hat heute schließlich Bärenhunger.“
„Sofort“, erwiderte ich demütig, füllte ihre Tasse und servierte den Teller. Unter dem Tisch hielten ihre Zehen den stählernen Druck aufrecht, zwangen mich in eine ständige, krampfhafte Spannung, während Timo ungeniert weiter über seine sexuellen Heldentaten referierte und Loona ihm spöttisch lächelnd zunickte. Ich stand daneben, schöpfte nach, wischte Krümel auf – der kastrierte Hausknecht, der seinem besten Freund das Festmahl bereitete.
Nach dem späten Frühstück zog Loona ihre weiße Sportkleidung an, packte ihre Tennistasche und verabschiedete sich mit einem flüchtigen, strahlenden Lächeln in Richtung Grunewald. Ein kurzer, prüfender Blick aus ihren durchdringenden grünen Augen traf mich im Flur – ein lautloses Kommando, die Haltung zu bewahren, bevor die Wohnungstür ins Schloss fiel.
Für Timo und mich bedeutete ihr Aufbruch die willkommene Rückkehr alter Kumpel-Rituale.
„Endlich sturmfrei, Alter!“, rief Timo, warf sich auf die breite Wohnzimmercouch, legte die nackten Füße auf den Couchtisch und griff nach dem PlayStation-Controller. „Komm schon, John, mach die Konsole an! Zeit für eine Abreibung in FIFA!“
Ich setzte mich neben ihn, bemüht, die Beine nicht zu eng aneinanderzupressen, um keinen Verdacht zu erregen. Doch jede Bewegung auf dem weichen Polster war eine Gratwanderung: Der schwere Zylinder bohrte sich bei jeder Gewichtsverlagerung in mein Schambein, und die burgunderroten Spitzenbänder scheuerten bei jeder Drehung an meinen Hüften. Wenn ich das Gesicht verzog, tat ich es als Frust über einen vergebenen Torschuss ab.
Timo schöpfte nicht den geringsten Verdacht. Für ihn war meine Zurückhaltung der pure Ausdruck gastfreundlicher Fürsorge.
„Bro, du bist echt der entspannteste Gastgeber aller Zeiten“, stellte er nach zwei Stunden fest, lehnte sich behaglich zurück und deutete auf die leeren Flaschen neben der Konsole. „Holst du uns noch zwei Helle aus der Küche? Und hast du noch von den gesalzenen Pistazien?“
„Klar, bin schon unterwegs“, erwiderte ich, stand vorsichtig auf und unterdrückte ein Stöhnen, als das kühle Metall gegen mein empfindliches Fleisch schlug. In der Küche schenkte ich ein, öffnete die Flaschen, stellte Nüsse in kleine Schalen und trug alles auf einem Holztablett ins Wohnzimmer. Für Timo war es der beste WG-Service unter Freunden; für mich brannte jeder Handgriff als stumme Erinnerung an meine tatsächliche Rolle in dieser Wohnung.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach draußen. Timo brauchte frische Luft und wollte durch die Straßen rund um den Winterfeldtplatz schlendern, einen Döner essen und das Treiben beobachten. Ich trug eine weite Cargohose und eine dicke Daunenjacke, um jede verdächtige Kontur zu kaschieren. Während Timo lautstark über Studentinnen auf den Gehwegen witzelte und mir kameradschaftlich die Faust gegen den Oberarm stieß, kostete mich jeder Schritt bewusste Beherrschung. Das Vorhängeschloss pendelte im Takt meiner Schritte, ein unsichtbares, eiskaltes Gewicht zwischen meinen Beinen, während die Passanten ahnungslos an zwei scheinbar unbeschwerten Studenten vorbeizogen.
Gegen neunzehn Uhr kehrten wir in die Wohnung zurück. Kurz darauf schloss auch Loona die Haustür auf.
Sie hatte das Tennisdress gegen eine enge schwarze Jeans und ein dunkelgrünes Seidentop getauscht, das ihre Augen zum Leuchten brachte. Ihr langes schwarzes Haar war frisch gewaschen und fiel ihr glatt über den Rücken. In den Händen trug sie zwei schwere Papiertüten eines italienischen Feinkostladens.
„Na, habt ihr beiden euch gut amüsiert?“, fragte sie mit honigsüßer Stimme und stellte die Tüten auf der Küchenanrichte ab.
„Hervorragend, Traumfrau“, grinste Timo, trat sofort von hinten an sie heran, schlang die Arme um ihre Taille und küsste ihren Hals. „John hat mich rundum versorgt. Aber jetzt habe ich Hunger wie ein Wolf.“
Loona kicherte leise, lehnte sich kurz in seine Umarmung und strich ihm über den Bart, ehe sich ihre grünen Augen über seine Schulter hinweg auf mich richteten. Der Blick war schneidend, präzise und voller unerbittlicher Befehlskraft.
„John, hilf mir beim Auspacken“, sagte sie mit beiläufiger Selbstverständlichkeit. „Stell die Antipasti auf den großen Teller, mach die Oliven warm und deck den Tisch im Wohnzimmer für uns drei. Timo soll sich ausruhen.“
„Mach ich“, brachte ich hervor und trat an die Küchenzeile.
„Alter, du verwöhnst mich echt zu sehr“, rief Timo lachend, klopfte mir noch im Vorbeigehen auf die Schulter und schlenderte mit einem Bier zurück ins Wohnzimmer.
Kaum war er außer Hörweite, trat Loona dicht an mich heran. Ihre Hand glitt unter den Saum meines Sweatshirts, fuhr über meinen Rücken und wanderte nach vorn, bis ihre kühlen Finger mit gezielter Härte über den Bund meiner Cargohose strichen. Sie drückte ihre Fingernägel genau gegen die Wölbung des stählernen Gehäuses. Ein dumpfer Schmerz schoss mir in die Leiste.
„Braver Junge“, raunte sie mir ins Ohr, während ihr warmer Atem meine Wange streifte. „Du hast die Rolle heute perfekt gespielt. Jetzt noch das Abendessen. Halt durch, John. Nur noch ein paar Stunden…“
Das Abendessen im Wohnzimmer glich einer weiteren Runde dieses bizarren Theaterspiels.
Ich trug die Schalen mit den warmen Oliven, den luftgetrockneten Schinken und den gereiften Käse herein, stellte Teller und Besteck bereit und füllte die Gläser mit schwerem Rotwein. Timo saß breitbeinig auf der Couch, schob sich Oliven in den Mund und schwärmte in den höchsten Tönen von den italienischen Spezialitäten.
„Alter, John, dieser Schinken ist der absolute Wahnsinn!“, rief Timo, kaute genüsslich und prostete mir mit dem Weinglas zu. „Und du servierst das hier wie im Fünf-Sterne-Hotel! Bro, du hast echt das Zeug zum perfekten Butler. Wenn ich später meine eigene Kanzlei habe, stelle ich dich vom Fleck weg ein!“
„Ich bewerbe mich dann formell bei dir“, erwiderte ich mit trockener Kehle und zwang mich zu einem matten Lachen, während ich den leeren Brotkorb abriss.
Schräg hinter ihm lehnte Loona an der Sessellehne. Ihre durchdringenden grünen Augen funkelten im warmen Kerzenlicht. Sie nippte an ihrem Wein, strich sich mit einer eleganten Bewegung die lose Strähne aus der Stirn und musterte mich mit jenem kühlen, triumphierenden Schmunzeln, das mir jede Faser meines Willens raubte. Sie genoss Timos ahnungslose Witze mehr als das Essen selbst. Für Timo war es freundschaftliche Fopperei; für sie war es die pure Realität, die sie vor den Augen meines besten Kumpels zelebrierte.
Als die Teller geleert waren und die zweite Weinflasche fast zur Neige ging, gähnte Timo herzhaft und streckte die Arme weit von sich.
„Mann, dieser Tag an der Berliner Luft hat mich erledigt“, murmelte er, stand auf und klopfte sich auf den Bauch. Er trat zu Loona, legte die Hände dreist an ihre Hüften und zog sie forsch an sich. „Und du, meine Schöne… hast du noch Energie für eine Revanche, oder machst du heute schlapp?“
Loona lachte leise, schlang die Arme um seinen Nacken und biss ihm spielerisch ins Kinn. „Glaub bloß nicht, dass du mich kleinkriegst, Timo. Geh schon mal vor ins Zimmer. Ich trinke nur noch mein Glas aus.“
Timo grinste übers ganze Gesicht, gab ihr einen schallenden Klaps auf den Hintern, zwinkerte mir im Vorbeigehen zu – *„Bis morgen, Wingman!“* – und verschwand den Flur hinab in ihr Schlafzimmer.
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, verstummte das joviale Lachen in der Wohnung. Die bürgerliche Scharade war mit einem Schlag beendet.
Loona drehte sich langsam zu mir um. Ihre durchdringenden grünen Augen funkelten im Halbdunkel des Wohnzimmers wie geschliffenes Glas. Der verspielte, kokette Charme, den sie eben noch für Timo zur Schau getragen hatte, war restlos von ihren Zügen gewichen; stattdessen trat jene unerbittliche, besitzergreifende Kälte zutage, die mich jedes Mal bis ins Mark erschütterte.
Sie stellte ihr Weinglas auf dem Beistelltisch ab, trat auf mich zu und blieb direkt vor mir stehen.
„Auf die Knie, John“, flüsterte sie mit samtener Härte. „Sofort.“
Mein Körper gehorchte, noch ehe mein Verstand den Befehl verarbeiten konnte. Ich sank vor ihr auf den Teppich, den Blick starr zu Boden gerichtet. Der schwere Stahlzylinder drückte sich steif gegen mein Schambein, während die burgunderroten Spitzenbänder tief in meine Hüften schnitten.
Loona griff mit beiden Händen an den Saum ihres dunkelgrünen Seidentops und zog den Bund ihrer engen Jeans mit einer geschmeidigen Bewegung ein Stück herab. Sie öffnete den Knopf, schob den Stoff samt ihrem feinen Höschen beiseite und trat einen Schritt vor, sodass ihr Schoß sich nur wenige Zentimeter vor meinem Gesicht befand.
„Schau mich an“, befahl sie leise.
Ich hob den Kopf und blickte in ihre Augen. Sie neigte sich zu mir hinab, packte meine Haare am Hinterkopf und zog meinen Kopf fordernd nach vorn. Ihr warmer, intimer Duft strömte mir in die Nase – eine überwältigende, sündige Hitze, die mir augenblicklich das Blut in die Schläfen trieb.
„Zunge raus“, raunte sie mir ins Gesicht, und ein grausames, zuckersüßes Lächeln umspielte ihre Lippen. „Du wärmst mich jetzt vor für deinen besten Freund. Mach mich nass für Timo. Ich will, dass er es gleich vollkommen leicht hat, in mich einzudringen.“
Ein erstickter Laut entrang sich meiner Kehle. Die Perversität dieses Befehls schnürte mir fast die Kehle zu: Ich kniete vor ihr, weggesperrt und machtlos, dazu verdammt, den Körper meiner Herrin für den Mann vorzubereiten, der keine zehn Meter weiter ahnungslos im Bett auf sie wartete.
„Tu es, John“, flüsterte sie streng und presste mein Gesicht mit unnachgiebigem Druck zwischen ihre Oberschenkel. „Dien mir.“
Ich öffnete die Lippen und streckte die Zunge heraus. Meine Zungenspitze berührte ihre zarte, feuchte Blüte. Ein Schauder durchfuhr ihren Körper, und sie seufzte tief auf. Mit geübten, verzweifelten Bewegungen begann ich, sie zu lecken. Ich umkreiste ihre empfindlichste Stelle, fuhr an ihren feuchten Falten entlang, schmeckte ihre Hitze und trank die Feuchtigkeit, die sich mit jedem Atemzug vermehrte.
Tief in meiner stählernen Kapsel explodierte eine unerträgliche, schmerzhafte Erregung. Mein geschrumpfter Schaft wollte anschwellen, wollte sich aufbäumen gegen diese bodenlose Schmach – doch der Ring hielt eisern dagegen, schnitt mir ins Fleisch und verwandelte jede Regung in pure Ohnmacht. Ich schmeckte die Frau, die ich niemals besitzen durfte, und wusste mit jeder Faser meines Seins, wer diese Vorarbeit in wenigen Minuten ernten würde.
Loona krallte ihre Finger fester in meine Haare, ihr Atem ging schneller und heißer.
„Mmmh… ja, genau so…“, stöhnte sie heiser und drückte ihr Becken fordernd gegen meinen Mund. „Schön feucht machen… Timo wird es lieben…“
Doch gerade als meine Zunge ihren Rhythmus fand und der berauschende Geschmack mich fast um den Verstand brachte, riss sie meinen Kopf mit einem scharfen, ruckartigen Zug zurück.
„Genug“, hauchte sie keuchend.
Ich blieb mit geöffneten, nassen Lippen keuchend auf den Knien hocken.
Loona trat zurück, strich ihren Slip wieder zurecht und schloss den Knopf ihrer Jeans mit vollendeter Eleganz. Sie sah auf mich hinab, leckte sich mit der Zungenspitze über die Oberlippe und musterte mich mit durchdringenden, smaragdgrünen Augen, in denen ein abgrundtiefer, triumphierender Hohn funkelte.
„Perfekt temperiert“, spottete sie leise und strich mir mit den Fingerknöcheln über die nass glänzende Wange. „Guter Diener. Und jetzt: Tisch abräumen, Licht ausmachen und ab in dein Zimmer. Kein Laut. Du weißt, was jetzt kommt.“
Sie drehte sich auf den Fersen um, glättete ihr Oberteil und schritt leisen, federnden Schrittes den Flur hinunter in ihr Zimmer. Die Tür glitt auf, und ich hörte Timos begeistertes, tiefes Lachen, ehe das Holz mit einem satten Klicken ins Schloss fiel.
Wie betäubt erhob ich mich. Meine Knie zitterten so heftig, dass das kleine Vorhängeschloss bei jeder Bewegung dumpf gegen den Zylinder schlug. Ich räumte die Schalen vom Tisch, spülte die Gläser mechanisch im Spülbecken ab und löschte das Licht im Wohnzimmer.
In der Dunkelheit meines eigenen Zimmers zog ich die Kleidung ab. Nur im schmalen Spitzenstring und der kalten Stahlkapsel legte ich mich flach auf mein Bett, zog die Decke über meine Brust und starrte an die Decke.
Und dann brach die Wand über mir zusammen.
Das schwere Altbaubett drüben begann im selben Moment laut und rhythmisch gegen die Fußleiste zu hämmern.
„Gott, Loona…“, dröhnte Timos raue, kehlige Stimme durch den rissigen Putz. „Du bist ja schon völlig nass… hast du etwa schon auf mich gewartet, du Luder?“
Loonas Antwort war ein hemmungsloses, lautes Stöhnen, das ungefiltert in meine Ohren drang: „Nimm mich einfach, Timo… fester! Stoß ihn ganz rein!“
Das harte Klatschen von Fleisch auf Fleisch setzte ein, unbarmherzig, im rasenden Takt zweier Körper, die sich vollkommen verausgabten. Das Holz ächzte, die Federn quietschten, und Loona schrie ihre Lust in den Raum – lauter und unbändiger noch als in der ersten Nacht. Sie sorgte mit jedem Laut dafür, dass ich es hörte.
Ich presste die Hände gegen die Ohren, doch der Klang fraß sich direkt in mein Gehirn. Auf meinen Lippen schmeckte ich noch immer ihre Feuchtigkeit, während mein bester Freund sie genau dort mit voller Wucht durchnahm. Der Stahl um mein geschrumpftes Glied brannte wie eine glühende Fessel; jede Faser meines Körpers schrie vor ohnmächtiger Verzweiflung und einer perversen, verzehrenden Hitze.
Ich lag regungslos da, eine keusche, gedemütigte Hülle im Dunkeln, während nebenan der Triumph meines Kumpels die Wände erzittern ließ – gebunden an den einzigen Gedanken, dass ich diese Hölle ertragen musste, um am Sonntag endlich erlöst zu werden.
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