What's next?

Der Dienstplan

Chapter 40 by Levantin Levantin

Hier ist die korrigierte Szene am Schreibtisch: Loona seziert das Video von Emmas Esstisch, deckt die stummen Aufnahmen der getigerten Katze Cleo auf, verspottet John für seine peinliche Ejakulation durch die Jeans und nimmt gleichzeitig Emmas stümperhafte Drohkulisse auseinander.

Der Reißverschluss meiner Jeans schloss sich mit einem rauen, metallischen Reißen über dem frisch verriegelten Harzkäfig. Bei jedem Schritt, den ich auf den Schreibtisch zumachte, rieb das kalte Plastik unnachgiebig gegen das noch überreizte, geschwollene Fleisch. Mein Körper erinnerte sich mit jedem Nervenstrang an die gewaltige Entladung vor wenigen Minuten, doch die Enge schnitt jeden Resthauch von Erleichterung gnadenlos ab.

„Hierhin. Auf den Boden“, wies Loona mich an, ohne den Kopf zu drehen.

Sie saß bereits auf dem Drehstuhl vor ihrem Laptop, eine Hand locker an der Tastatur, das andere Bein lässig übergeschlagen. Der feine Saum ihres Rocks rutschte ein Stück nach oben, die schwarzen Overknees spiegelten das warme Licht der Schreibtischlampe matt wider. Ich ließ mich neben ihrem Stuhl auf die Knie sinken, die Arme auf den Oberschenkeln abgelegt, der Kopf knapp auf Höhe ihrer Knie.

Auf dem Monitor flimmerte die Benutzeroberfläche eines Videoplayers. Eine stumme Datei mit der Endung .mp4, die sie vorhin per AirDrop von Emmas Handy gezogen hatte.

„Schauen wir doch mal, wofür du dich fast zu Tode geschämt hättest“, sagte sie mit schneidender Belustigung. Ihre lackierte Fingerkuppe traf die Leertaste.

Das Bild sprang an. Kein Ton, kein Rauschen – nur die starre, leicht verzerrte Weitwinkel-Perspektive einer kleinen Überwachungskamera, die auf dem Sideboard zwischen den Dekofiguren platziert gewesen war. Direkt neben dem Kratzbaum.

Auf dem Bildschirm war der massive Esstisch in Emmas Haus zu sehen. Und mittendrin: ich. Vornübergebeugt über den Matheheften, schweißnass, mit Schultern, die bis zu den Ohren gezogen waren.

„Guck dich an“, murmelte Loona und stieß mir mit der Fußspitze leicht gegen die Hüfte. „Zehn Tage Abstinenz, und du sitzt an diesem Tisch wie ein offenes Buch. Man sieht dir die Panik aus drei Metern Entfernung an. Wie ein geprügelter Köter, der weiß, dass er gleich Mist baut.“

Dann zeigte die stumme Aufnahme, wie Emma ihren Stuhl heranzog, die Leggings eng an meinen Schenkel drückte und ihre Hand auf mein Knie legte. Mein Gesicht im Clip verriet alles: aufgerissene Augen, ein stummes, verzweifeltes Flehen, keine Gegenwehr.

„Und dann kommt sie“, fuhr Loona spöttisch fort. „Schiebt ihr Knie zwischen deine Beine, fasst dich an – und der große Mathestar verliert völlig die Fassung. Aber das Beste kommt ja noch.“

Im Video beugte sich Emma vor. Sie zog mich am Kragen heran, drückte ihre Lippen auf meine – und man sah genau die halbe Sekunde, in der mein ganzer Körper krampfte. Mein Becken ruckte nach vorn, meine Hände krallten sich in die Kante der Tischplatte, und drüben im Bild sprang Cleo, die Katze, mit einem panischen Satz vom Sideboard herab, jagte quer durchs Bild und brachte die Holzfiguren zum Wackeln.

„Stopp“, sagte Loona und drückte die Leertaste.

Sie zoomte mit zwei Fingern auf dem Trackpad an meinen Schoß heran. Durch die Vergrößerung war der dunkle, nasse Fleck, der sich lautlos und unaufhaltsam durch den hellen Denim meiner Jeans fraß, in aller Deutlichkeit zu sehen.

„Sieh dir das an, John“, flüsterte sie, und ihre Stimme troff vor hämischer Faszination. Sie beugte sich zu mir herunter, ihr kühler Atem strich über meine heiße Wange. „Ein einziger Kuss. Eine Hand auf der Hose. Und du spritzt dir wie ein pubertierender Dreizehnjähriger in die Unterwäsche, mitten im fremden Wohnzimmer, während die Katze Reißaus nimmt. Das war also dein großes, dunkles Geheimnis?“

Ich starrte auf den Monitor, unfähig, den Kopf zu heben. Die Scham brannte so heiß in meiner Kehle, dass ich fast erstickte.

„Und guck sie dir an“, sagte Loona kopfschüttelnd, ließ das Video weiterlaufen und deutete mit dem Finger auf Emma, die im Stummfilm erstarrt dastand und sich dann vor Lachen bog. „Die feine Dame stellt eine Haustierkamera auf, um ihre Katze zu überwachen, erwischt dich zufällig beim peinlichsten Unfall deines Lebens und bildet sich ein, sie hätte den Erpressungshebel des Jahrhunderts in der Hand.“

Loona lachte trocken auf – ein kaltes, herablassendes Geräusch.

„Was wollte sie denn damit machen? Zur Schulleitung rennen? Ein stummes Video vorzeigen, auf dem man sieht, wie sie dich gegen deinen Willen begrabscht und du dir in die Hose machst? Sie hat sich damit selbst strafbar gemacht, die dumme Gans. Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs, sexuelle Nötigung – ich hätte sie und ihre Anwaltseltern damit vor Gericht in Stücke gerissen. Aber du? Du kackst dir ein, fällst vor ihr auf die Knie und lässt dich herumkommandieren.“

Sie klappte den Laptop mit einem trockenen Schlag halb zu. Das Display erlosch.

Loona drehte ihren Stuhl ganz zu mir herum, musterte mich von oben herab und legte ihre Hand schwer auf meinen Scheitel. Ihre Finger gruben sich fest in mein Haar, zwangen meinen Kopf leicht nach hinten.

„Deshalb bleibt die Datei hier bei mir“, stellte sie mit eisiger Klarheit fest. „Nicht, um es herumzuschicken. Sondern als Mahnung für dich. Sobald ich dir ein bisschen Spielraum lasse, verlierst du deinen Verstand an den nächstbesten Rockzipfel. Du brauchst die Leine, John. Ohne sie bist du völlig hilflos.“

Mein Kiefer mahlte stumm, ein Reststolz protestierte tief in mir – doch der nackte Beweis meiner Lächerlichkeit war gerade in Endlosschleife über ihren Bildschirm geflimmert.

„Montag in der Schule wirst du ihre Hausaufgaben machen“, fuhr sie fort, und ihre Finger lockerten sich zu einem beiläufigen, herablassenden Kraulen. „Sie soll glauben, dass sie ihr Gesicht gerettet hat und dich herumscheuchen darf. Das hält sie ruhig. Aber…“

Sie packte mein Kinn, drückte zu und zwang mich, ihren dunklen Augen nicht auszuweichen.

„…jede Nachricht, jede Aufgabe, jede Berührung von ihr landet zuerst bei mir. Wenn sie dich noch einmal anfasst, weiß ich es vor der zweiten Stunde. Du gehörst mir, verstanden?“

„Ja, Herrin“, presste ich heiser hervor.

In genau diesem Moment vibrierte mein Handy auf der Schreibtischkante zweimal kurz und fordernd.

Das Display leuchtete auf. Ein weißes WhatsApp-Banner schob sich ins Bild:

Emma:

„Montag, erste Stunde. Die Deutsch-Analyse und die Zusammenfassung für Geschichte liegen fertig auf meinem Tisch. Wage es nicht, zu spät zu kommen.“

Loona warf einen Blick auf die Nachricht, dann glitt ihr Blick langsam zu mir hinab. Ein schmales, unbarmherziges Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab.

„Sieh an“, murmelte sie leise. „Dein Dienstplan ist da.“

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

What's next?

Back Start Over View Story Map

0 comments