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Freitag Vormittag: Enttäuschende Erlebnisse

Chapter 44 by Reyhani Reyhani

Am nächsten Morgen schrillte mich der Wecker aus meinen Träumen. Ich erinnerte mich nicht mehr, aber schlecht konnten sie nicht gewesen sein. Dazu war ich einfach zu gut drauf, trotz des bevorstehenden anstrengenden Seminartages. Oder war es die Vorfreude darauf, Ines und Pam wiederzusehen?

Nach einer ausgiebigen Dusche ging ich schnell zum Frühstück. Doch dort sank meine Stimmung schon wieder in den Keller. Die Plätze am Tisch meiner Seminarbekanntschaften waren bereits belegt. Zwei Männer, ältere Nerds mit Hornbrille, ebenfalls aus dem Seminar, hatten meine beiden Schönen in Beschlag genommen.

Auch heute sahen sie wieder umwerfend aus. Ich winkte ihnen zu, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, sie ignorierten mich absichtlich. War das die Strafe dafür, dass ich sie gestern Abend sitzen gelassen hatte? Und die übertriebene fröhliche, knisternde Stimmung an dem Tisch zog mich noch weiter runter! Hoffentlich konnte ich das heute Abend wiedergutmachen.

Weil ich allein frühstücken musste, hatte ich Zeit, an meinem Handy zu spielen. Als erstes schickte ich Bärbel eine Gruß und fragte, was bei ihr heute so anliegen würde. Das war natürlich einen hinterhältige Frage. Ich wollte einfach nur Anhaltspunkte für meine Porno-Planung sammeln.

Wider Erwarten antwortete meine Frau sofort. Sie sei heute zuhause, Hausarbeit am Vormittag und für den Nachmittag hätten sich meine Eltern angekündigt. später würde sie sich einen ruhigen Abend machen, sie hätte in letzter Zeit zu viel anstrengenden Besuch gehabt.

Als ich das las, kamen mir eine Reihe zynischer Gedanken. Dass ihre Besucher meiner Eheschlampe alles abverlangten, wusste ich schon. Aber ich fragte mich, was sie denn unter Hausarbeit verstand. Hatte sich nicht unser Nachbar Murat angekündigt, versuchte ich mich zu erinnern. Das Flittchen machte einfach da weiter, wo sie gestern aufgehört hatte.

Immerhin konnte ich für den Nachmittag beruhigt sein. Es war zwar schade, dass meine Eltern ausgerechnet kamen, wenn ich nicht da war. Aber sie verstanden sich auch ausgezeichnet mit Bärbel allein. Und so konnte ich sicher sein, dass meine Frau ausnahmsweise einmal nicht in der Nachbarschaft herumhurte.

Außerdem bedeutete das, dass ich definitiv heute Abend frei hatte und nicht am Laptop Wache halten musste. Das sollte ich ausnutzen, um mit Ines und Pam auszugehen und meine Scharte von gestern auszuwetzen.

Aber es war wie verhext, während des gesamten Vormittags schaffte ich es nicht, mit den beiden ins Gespräch zu kommen. Im Seminar war zuerst Frontalunterricht angesagt und in der anschließenden Gruppenarbeit landete ich ausgerechnet bei den Nerds. Nur gut, dass die beiden wenigstens nicht die Mädels, in Gedanken meine Mädels, angraben konnten.

Ich war so frustriert, dass ich in der Mittagspause sofort auf mein Zimmer stürmte. Wenn es schon nicht im realen Leben klappte, dann wollte ich wenigstens am Laptop meinen Frust abbauen. Nur mal eben schauen, wie es zwischen Bärbel und Murat lief. Ich merkte selbst, was für eine perverse Art der Belohnung das war. Aber was hatte es für eine Zweck, es zu leugnen. Bärbel heimlich beim Ficken zuzuschauen, erregte mich nicht nur, sondern ich fühlte mich ihr dann irgendwie näher.

Total pervers, ich weiß.

Doch als ich zuhause die Überwachung hochfuhr, wurde ich erst einmal enttäuscht. Ich hatte angenommen, dass Bärbel und Murat noch beschäftigt wären, aber niemand war zuhause. Also guckte ich mir die Aufzeichnung von kurz vor elf Uhr an. Murat hatte sich ja für diese Zeit angekündigt.

Ich fand Bärbel im Wohnzimmer. Sie saß auf der Couch und blätterte in der Fernsehzeitung. Mit Genugtuung stellte ich fest, dass sie sich nicht besonders schick gemacht hatte. Keine aufregenden Dessous wie für Georg. Bärbel hatte es bei ihrem bequemen Trainingsanzug bewenden lassen, den sie immer zuhause trug. Für Murat war das wohl gut genug.

Irgendwann schaute Bärbel aufs Handy. Da musste eine Nachricht gekommen sein. Sie las und schrieb dann feixend etwas als Erwiderung. Dann stand sie auf und ging in die Küche, holte sich etwas zu trinken und kontrollierte dabei immer mal wieder ihr Handy. Die neue Nachricht kündigte sich durch ein Ping an, das ich bis nach München hören konnte.

Bärbel lachte, als sie die Nachricht las und ihre Antwort schrieb. Dann nahm sie noch einen letzten Schluck von ihrer Apfelschorle und ging aus der Küche zur Haustür. Das musste Murat sein. Sie öffnete die Tür, doch anstatt ihn hereinzulassen, verließ sie selbst das Haus. Die Haustür ließ sie offen stehen.

Ich war einigermaßen verwirrt und hatte keinen Schimmer, was das zu bedeuten hatte. Die Kamera zeigte mir den leeren Flur mit der offenen Tür, durch die ich grade noch einen der Büsche sehen konnte, die das Haus zur Straße abschirmten. Sonst sah ich nichts.

Ich starrte fast zwei Minuten auf die offene Tür, aber Bärbel kam nicht zurück. Ich brauchte dringend noch eine Kamera in der Einfahrt. Schließlich wurde es mir zu bunt und ich spulte die Aufzeichnung vor, bis meine Frau nach fast zehn Minuten wieder auftauchte.

Bärbels Verhalten blieb mir ein Rätsel. Ihre Trainingsjacke war halb geöffnet, so dass der Ansatz ihrer nackten Brüste war zu sehen. Sie strich sich durch die zerzausten Haare und über das Gesicht. Ihre Hände wischte sie sich an den Hosenbeinen ab, was sonst so gar nicht ihre Art war. Sie ging schnurstracks in die Küche, trank den Rest ihrer Schorle, und dann weiter nach oben, wo sie sofort unter der Dusche verschwand.

Ich war sprachlos. Keine sexuellen Eskapaden, wie ich sie seit einigen Wochen von meiner Eheschlampe gewohnt war. Deshalb auch kein Mittagspausenporno für mich. Mist!

Stattdessen war mein detektivischer Spürsinn geweckt. Ich wollte verstehen, was ich da gerade gesehen hatte. Vielleicht würden die Nachrichten mir ja einen Hinweis geben ... falls Bärbel sie nicht gleich wieder gelöscht hatte. Also ging ich über die Spionage-App in ihr Handy.

Bingo – die letzten Nachrichten von kurz vor elf Uhr waren von Murat und sie waren noch da.

Murat

Hey Schlampe! Mir ist was dazwischengekommen. Kann dich heute nicht beglücken, aber ich versuche es die Tage noch mal. Halt deine Löcher sauber für mich.

Bärbel

Mensch Murat, das kannst du doch nicht machen. Hab dich fest eingeplant. Hast du Potenzprobleme?

Als ich das las, musste ich laut lachen. Bärbel zog den Idioten ganz schön auf. Das tat richtig weh. Das sah man schon daran, dass für ganze fünf Minuten Funkstille war. Dann kam Murats Antwort. Den gereizten Ton konnte man förmlich raushören.

Murat

Werd ja nicht frech, Schlampe. Ich hab ’nen wichtigen Termin mit Hans. Aber fünf Minuten hab ich noch. Ich steh mit dem Wagen schon bei euch in der Einfahrt. Komm sofort raus für Blowjob. Von wegen Potenzprobleme!

Bärbel

Nur fünf Minuten?! Wie soll ich da auf meine Kosten kommen :-(

Murat

Dein Problem. Und jetzt dalli, sonst sag ich’s Hans.

Endlich fiel der Groschen bei mir. Absurderweise hatte ich fast ein bisschen Mitleid mit Bärbel. Andererseits sollte ich wohl nicht zu enttäuscht sein, wenn meine eigene Frau nicht fremdgefickt wurde, sondern nur einen Blowjob geben musste.

Allerdings hieß das, dass nicht nur sie sondern auch ich leer ausging – wenn auch Bärbel zumindest etwas in ihren Magen bekommen hatte, dachte ich böse. Dabei hatte meine Mittagspause grade erst angefangen.

Als Ausgleich könnte ich Bärbel unter der Dusche beobachten, überlegte ich mir. Doch meine Frau war bereits fertig angezogen und verließ mit der Einkaufstasche das Haus, als ich wieder einen Blick auf den Bildschirm des Laptops warf. Ich war zu enttäuscht und antriebslos, um noch einmal zurückzuspulen. Auf sie konnte ich für meine Befriedigung für den Rest des Tages wohl nicht bauen.

Da hatte ich eine Idee. Hatte Murat nicht gesagt, er sei unterwegs zu Hans?! Mit ein bisschen Glück könnte ich mit der Kamera im Garten belauschen, was die beiden so Wichtiges zu besprechen hatten. Sicher machten sie krumme Geschäfte miteinander. Es konnte nicht schaden, ein paar kompromittierende Informationen zu sammeln. Wer wusste schon, zu was die mal gut wären.

Zumindest konnte ich so meine Neugier befriedigen. Meine sexuelle Energie würde ich für Ines und Pam aufsparen. Am Nachmittag musste ich mich wirklich anstrengen, ein Treffen für den Abend zu arrangieren.

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