What's next?
Rainer fordert mehr
Rainer beobachtete mich eine lange Weile, ohne ein Wort zu sagen. Niemand sprach. Die Stille zog sich durch den Raum, schwer und beinahe greifbar, bis selbst mein Atem mir zu laut erschien. Schließlich stand er auf, kam langsam zu mir und nahm meine Hand. Seine Berührung war ruhig, fast höflich, doch sie ließ keinen Zweifel daran, dass er die Richtung vorgab. Er führte mich in einem weiten Bogen um das Sofa, nicht hastig, sondern mit einer Genauigkeit, die alles noch bewusster machte. Dann blieb er stehen, sodass ich direkt vor meinem Mann stand. Zwischen uns lag nur ein kurzer Abstand, aber er fühlte sich plötzlich an wie eine Grenze.
Rainer trat hinter mich. Ich spürte seine Nähe, ohne mich umzudrehen. Seine Stimme war leise, kontrolliert und so ruhig, dass sie mehr Druck erzeugte als jeder Befehl. Er sagte nicht viel; es genügte, wie er sprach. Ich wusste, dass alle auf meine Reaktion warteten. Mein Gesicht wurde heiß, meine Hände fühlten sich unsicher an, und trotzdem blieb ich stehen. Mein Mann sagte nichts. Gerade dieses Schweigen machte es schwerer, denn ich konnte nicht erkennen, ob er wollte, dass ich widersprach, oder ob er selbst nicht wusste, was er wollte. Rainer bewegte sich nicht. Er wartete. Und dieses Warten zwang mich, die Entscheidung nicht länger auf ihn zu schieben.
Als ich keine Anstalten machte, seiner unausgesprochenen Erwartung nachzugeben, zog Rainer mich einen halben Schritt zurück. Nicht grob, aber bestimmt genug, dass ich die Grenze bemerkte. „Sylvia“, sagte er leise. Kurz darauf öffnete sich die Tür, und eine junge Frau trat ein. Sie wirkte ruhig, beinahe vorbereitet, als kenne sie diese Art von Momenten. Rainer sah mich an. „Möchtest du, dass sie dir zeigt, wie man mit einer solchen Situation umgeht?“ Ich starrte ihn an, dann meinen Mann, der ebenso angespannt wirkte wie ich. Niemand erklärte etwas. Niemand nahm mir die Entscheidung ab. Sylvia blieb in der Nähe stehen, schweigend und aufmerksam, während Rainer sich neben mich stellte.
Sylvia trat ohne Zögern näher, als hätte Rainer ihr nur ein stummes Zeichen gegeben. Ihre Ruhe irritierte mich mehr als alles andere. Sie handelte mit einer Selbstverständlichkeit, die den Raum noch enger wirken ließ, während ich wie erstarrt dabeistand und nicht wusste, wohin ich sehen sollte. Sie kniete sich einfach vor Raine rund begann ihn zu blasen. Ohne Hast ohne Scham machte sie es bis Rainer kam. Zum Schluss machte sie noch seinen Schwanz sauber. Mein Blick wanderte zu meinem Mann. Er saß reglos da, angespannt, mit einem Ausdruck, den ich nicht deuten konnte. Es war keine einfache Neugier, eher ein innerer Kampf, den er nicht aussprach. Rainer blieb währenddessen vollkommen kontrolliert, beinahe unbeteiligt, als prüfe er nicht Sylvia, sondern uns. Als der Moment vorüber war, stand Sylvia ruhig auf, nickte knapp bedankte sich bei Rainer und verließ den Raum, ohne ein weiteres Wort. Zurück blieb eine Stille, die nichts mehr Unschuldiges hatte.
1 comment
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.