What's next?
der nächste Tag beginnt
Ich bin verwirrt und angespannt zugleich. Im Bett denke ich immer wieder über die Situation nach, finde erst in den Morgenstunden Schlaf und bekomme kaum mit, wie mein Mann nach Hause kommt. Gerädert stehe ich auf, trinke einen Kaffee, nehme mein Handy und lese Nachrichten, als plötzlich eine WhatsApp eingeht.
„Meine Schöne, da dein Mann heute ebenfalls Dienst hat, freue ich mich darauf, mit dir ins Theater zu gehen. Die Kleidung kommt gegen 17 Uhr, und um 18:30 Uhr wirst du abgeholt. Ich freue mich, dich zu sehen.“
Ich spüre, wie mir warm wird, und denke an den vergangenen Abend. Aber Theater, sage ich mir, dort kann schließlich nicht viel passieren. Also verbringe ich den Samstagnachmittag mit meinem Mann im Garten, bis ich gegen 16 Uhr nach oben gehe, um zu duschen.
Pünktlich um 17 Uhr klingelt es. Diesmal steht Kai vor der Tür. Er lächelt, hebt ein Paket und sagt: „Deine Kleidung.“ Dann bleibt er einfach stehen. Als ich die Tür schließen will, fragt er: „Darf ich hereinkommen? Ich soll prüfen, ob alles passt.“ Sein Blick bleibt ruhig, fast herausfordernd. Verunsichert halte ich ihm die Tür auf und führe ihn ins Wohnzimmer. „Ich gehe mich dann umziehen“, sage ich und versuche, gelassen zu wirken.
Oben öffne ich das Paket. Darin liegt ein rotes Abendkleid, elegant geschnitten, mit feinen weißen Spitzendetails und einem auffällig tiefen Rückenausschnitt. Dazu gehören schwarze, kniehohe Sandaletten und ein kleiner Zettel mit einem Smiley: „Bitte genauso tragen und diesmal keinen Slip anziehen. Kai prüft, ob alles sitzt.“
Mein Herz schlägt schneller, als ich das Kleid anziehe und die Sandaletten schließe. Vor dem Spiegel halte ich den Atem an. Das Outfit wirkt elegant, kühn und so ungewohnt, dass ich mich kaum wiedererkenne. Die Spitzendetails lassen deutlich meine Brustwarzen und Nippel durchscheinen und auch das ich kein Höschen trage ist deutlich zu erkennen.
Als ich nach unten gehe, steht Kai sofort auf. Er mustert das Kleid mit einem kurzen, prüfenden Blick und nickt zufrieden. „Im Theater hat Herr Maier heute einige Gäste eingeladen: den Bürgermeister mit seiner Frau und einen Landtagsabgeordneten mit Begleitung. Es wäre gut, wenn Sie sich heute besonders zurückhaltend und aufmerksam zeigen.“ Ich starre ihn an. „Ich soll was?“ Kai öffnet nur die Tür. „Sie haben mich verstanden.“ Draußen wartet bereits der Wagen, und plötzlich fühlt sich der Abend nicht mehr harmlos an.
Auf der Fahrt zum Theater sage ich kein Wort. Die Lichter der Stadt ziehen am Fenster vorbei, während in mir die Spannung wächst. Was als einfacher Theaterabend begonnen hat, scheint längst zu etwas anderem geworden zu sein.
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