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Die Bauerstochter III

Chapter 29 by vaelinalsorna

Später, als das Haus dunkel war und Konrads Schnarchen durch die dünne Wand drang, lagen Darian und Corvin auf dem Heuschober. Das Heu knisterte unter ihren Decken. Der Duft von getrocknetem Gras und Staub hing in der Luft. Darian lag auf dem Rücken, die Hände hinter dem Kopf, die Weste noch an, die Stiefel ausgezogen. Corvin lag neben ihm, die Hände auf der Brust verschränkt, und starrte an die Deckenbalken. „Sie hat den ganzen Tag so getan, als wäre nichts gewesen", murmelte Corvin in die Dunkelheit. Darian antwortete nicht. Er kannte Corvin gut genug, um zu wissen, dass er noch nicht fertig war. „Und heute Abend beim Essen — hast du gesehen, wie sie gesessen hat? Die Beine zusammengepresst. Die hat etwas vor." Darian drehte den Kopf leicht. „Schlaf", sagte er. Corvin schnaubte.

Dann — ein Geräusch. Leise, aber auf dem Heuschober, wo jeder Schritt im Heu hallte, unverkennbar. Das Knarren der Leiter. Darian setzte sich auf. Corvin auch. Im schwachen Mondlicht, das durch die Luke fiel, sahen sie eine Hand, die sich um die Sprosse legte, dann ein Fuß, der vorsichtig die nächste Stufe suchte. Tildas Kopf erschien über der Kante des Heubodens. Ihr Zopf hatte sich gelöst, blonde Strähnen fielen ihr ins Gesicht. Sie blieb auf der obersten Sprosse sitzen, die Hände um die Leiter geklammert, und starrte auf die beiden Männer, die sie anstarrten. Stille. Nur das Schnarchen Konrads im Hintergrund.

„Ich —", begann Tilda und brach ab. Sie biss sich auf die Lippe. Ihr Blick wanderte zwischen Darian und Corvin hin und her, dann senkte sie ihn. „Ich kann nicht — es lässt mich nicht los." Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Was ihr am Brunnen — was ich gesehen habe —" Sie schluckte. „Ich möchte es noch einmal sehen. Eure —" Sie brach wieder ab, und ihre Wangen glühten, selbst im Mondlicht. „Eure Schwänze."

Corvin richtete sich auf einem Ellbogen auf. Sein ruheloser Blick fixierte Tilda, und ein langsames Grinsen zog über sein Gesicht. Er warf Darian einen kurzen Blick zu. Darian erwiderte ihn, kaum merklich, ein flüchtiges Ziehen der Augenbrauen, das Corvin verstand. Corvin wandte sich wieder Tilda zu. „Du willst sie sehen", sagte er, und seine Stimme war tief und rau. „Na gut. Aber zuerst —" Er hob das Kinn in ihre Richtung. „Zieh dich aus. Wenn du uns sehen willst, dann zeig du zuerst, was du hast."

Tilda starrte ihn an. Ihre Finger verkrampften sich um die Sprossen der Leiter. Ein Moment, der sich dehnte, in dem nur das Heu knisterte und Konrads Schnarchen durch die Nacht drang. Dann löste sie eine Hand von der Leiter. Sie stieg die letzte Sprosse herauf und stand auf dem Heuboden, barfuß im Heu, ihre Zehen sich in das trockene Gras krallend. Das einfache Nachthemd hing lose an ihrem schmalen Körper, der Stoff dünn und weiß im Mondlicht. Sie griff mit beiden Händen an den Saum, zögerte, die Finger verkrampft um den Stoff. Dann zog sie es über den Kopf — langsam, als würde sie gegen einen inneren Widerstand ankämpfen. Der Stoff glitt über ihre großen Brüste, die sich im kühlen Luftzug der Nacht aufrichteten, die Brustwarzen hart und dunkel gegen die blasse Haut. Sie ließ das Nachthemd fallen. Es landete lautlos im Heu. Corvin ließ ein leises, scharfes Einatmen hören. Tildas Hände zitterten, als sie an den Bund ihres Baumwollslips griff. Sie schloss für einen Moment die Augen, dann schob sie den Slip über ihre Hüften, über die schlanken Oberschenkel, und trat heraus. Der Slip fiel neben das Nachthemd. Sie stand vor ihnen — nackt, die großen Brüste leicht fallend mit jedem schnellen Atemzug, der blonde Haarwuchs zwischen ihren Beinen dunkel und dicht im Mondlicht, ihre Schenkel zusammengepresst, als könnte sie so noch etwas verbergen. Ihre Hände hingen unsicher an den Seiten, und sie starrte auf die beiden Männer, die auf ihren Lagern lagen und sie anblickten.

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