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Einsatz im Donbas
Der Wind peitschte den feinen, gelblichen Staub der unbefestigten Landebahn gegen die Cockpitscheiben der A400M der Luftwaffe. Drinnen roch es nach Technik, verschwitzten Flugkombis und der stickigen, aufgeladenen Luft eines zweistündigen Fluges von Wunsdorf auf einen Feldflugplatz an der westlichen Grenze des Donbas. Sie waren den letzten Teil der Stecke im Tiefflug geflogen, um der russischen Luftaufklärung zu entgehen. Karsten Jahnke umklammerte den Sidestick, der die Maschine steuerte, seine Knöchel traten weiß hervor, während er den gewaltigen grauen Vogel über das holprige Rollfeld dirigierte. Jeder Schlag, jede tiefere Bodenwelle pflanzte sich direkt in das Fahrwerk fort und ließ den Rumpf der Maschine stöhnen.
Sie hatten den Bauch der Maschine vollgepackt bis zum Anschlag: Kistenweise dringend benötigte Munition für die bodengebundenen Luftabwehrsysteme an der Front. Karsten war bewusst, dass sie weit genug von der Front entfernt waren, um nicht unter Raketen oder Artilleriebeschuss zu kommen, aber man wusste ja nie. Die Luftwaffe war gedrängt worden, die Munition schnell und unkompliziert zu liefern und darum hatte man sich für eine A400M jeden Tag für zwei Wochen entschieden. Karsten, der 41jährige Major und Pilot der Maschine, flog den ersten Flug und er wollte den Vogel wieder nach Hause bringen.
„Gott im Himmel, diese Piste ist eine absolute Schande!“, fluchte Sabine Menningen, die vierunddreißigjährige Copilotin. Bei jedem harten Schlag schüttelte es ihren Körper unbarmherzig durch. Ihre üppige Oberweite unter der engen Pilotenmontur, wogte und wackelte schwer auf und ab, und die kleinen Speckrollen an ihren breiten Hüften rieben schmerzhaft gegen den engen Gurt des Pilotensitzes. „Wenn wir hier noch einmal aufsetzen, fliegt mir mein eigener Hüftspeck um die Ohren!“
Karsten warf ihr einen kurzen Blick von der Seite zu, die Stirn schweißgebadet. „Wir stehen gleich. Dann nichts wie raus hier“, sagte Karsten. Trotz allem wollte er nicht in der Maschine sitzen, wenn sie vielleicht doch getroffen wurde. Immerhin war das ein Flugplatz, den die Russen bestimmt schon vor Wochen oder Monaten aufgeklärt hatten.
Mit einem letzten, tiefen Stöhnen der Bremsen und dem ohrenbetäubenden Dröhnen der Schubumkehr kam der Koloss schließlich zum Stillstand. Die Propeller erstarben mit schnellem Fapp-Fapp-Fapp und machten der bedrückenden Stille der Umklammerung Platz – einer Stille, die nur vom Knistern des abkühlenden, heißen Metalls durchbrochen wurde.
Vom Jump Seat im Cockpit löste sich Vivian Mauschwitz, Bundestagsabgeordnete der und Mitglied des Verteidigungsausschusses. Sie lächelte, streckte sich in der leichten gescheckten Kampfuniform und drückte ihren Rücken durch.
Sie strich sich eine Strähne ihres perfekten Haars aus dem Gesicht und griff mit beiden Händen an ihre Feldbluse mit Tarnaufdruck, um ihre Oberweite zurechtzurücken. Dann trat sie dicht an Karsten heran, neigte sich vor, dass ihr Parfüm den Geruch von Schweiß für einen Moment vertrieb, und lächelte ihn strahlend an.
„Exzellente Landung, Major“, hauchte sie mit einer Samtstimme, die absolut gar nicht zu einem Aufenthalt im Cockpit eines Militärtransporters passen wollte. Sie legte ihm für zwei Sekunden die Hand auf die Schulter, ließ den Blick über seine Lippen wandern und flirtete ohne jede Scham. „Ich fühle mich bei Ihnen in absolut sicheren Händen.“
Karsten schluckte trocken, verfangen in ihren dunklen Augen. „Nur mein Job, Frau Mauschwitz.“
Vivian schenkte ihm noch ein vielsagendes, langsames Lächeln, drehte sich um und schritt und trat durch die Cockpittür hinaus. Sie wiegte noch einmal auffällig langsam und betont ihren runden, ausladenden Hintern – ein Bild voller sinnlicher Verheißung mitten in der militärischen enge des Cockpits.
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