Läuft Nachtessen nach Plan Sonjas?

Die Vorbereitung ist eine Herausforderung

Chapter 129 by petra1 petra1

Die Herausforderung war größer, als ich gedacht hatte.

Lukas’ Angst stieg spürbar, als ich ihm von der Einladung an Markus erzählte. Er versuchte, es zu verbergen, aber ich sah es in seinen Augen: Jetzt lädt sie den Widersacher sogar zu sich nach Hause ein. In die Wohnung, in der auch ich so viel Zeit verbringe.

Ich wollte ihm die wahre Absicht der Einladung nicht sagen – dass Lena mir den Vorschlag gemacht hatte, damit Lukas Markus besser kennenlernt. Das hätte ihn sofort in Abwehrstellung gebracht.

Irgendwann platzte es aus mir heraus, lauter als beabsichtigt:

Ich: „Sei doch nicht so hysterisch!“

Es war das erste Mal, dass ich so etwas zu Lukas sagte. Er erschrak sichtlich, wurde kreideweiß im Gesicht. Die Stille danach war schwer.

Nach einer langen Pause sagte ich ruhiger:

Ich: „Warum soll ich Markus nicht einladen? Wir arbeiten so viel zusammen, sind zusammen erfolgreich. Lieber so spontan in kleinerer Gruppe als an Geburtstagen mit vielen Leuten.“

Der Schock hatte gewirkt. Lukas hörte jetzt richtig zu. Er nickte langsam, auch wenn er noch nicht ganz überzeugt wirkte.

Donnerstagabend, kurz vor 19 Uhr, klingelte es.

Markus stand vor der Tür. Er brachte eine Flasche Wein mit und lächelte entspannt. Lukas öffnete die Tür. Die beiden begrüßten sich höflich, aber spürbar reserviert.

Das Essen war anfangs etwas steif. Wir sprachen über Arbeit, über den großen Auftrag, über neutrale Themen. Doch mit der Zeit wurde die Stimmung lockerer. Markus erzählte mit Humor von früheren Projekten, Lukas entspannte sich langsam.

Ich beobachtete die beiden genau. Es war seltsam, aber auch schön, sie zusammen an meinem Tisch zu haben. Zwei Männer, die mir beide wichtig waren – auf ganz unterschiedliche Weise.

Markus war charmant und herausfordernd wie immer. Lukas war ruhiger, aber ich sah, wie er sich bemühte.

Am Ende des Abends, als Markus ging, umarmte er mich kurz und sagte leise:

Markus: „Danke für den schönen Abend. War wirklich gut.“

Lukas stand daneben und nickte nur.

Als die Tür ins Schloss fiel, atmete ich tief durch.

Es war ein erster Schritt.

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Wird Lukas entspannter?

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