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Chapter 26 by Scharmrot1 Scharmrot1

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Ein unerwartetes Wiedersehen

Die fluoreszierenden Röhren an der Decke des Großraumbüros summten ein monotones, seelenloses Lied. Es war der Soundtrack zu Inas neuem Alltag, ein krasser Gegensatz zu dem dröhnenden Bass und den gellenden Lustschreien, die noch immer in ihren Ohren nachhallten. Zwei Wochen waren seit der Silvesternacht in Berlin vergangen, doch die Erinnerungen waren so frisch und lebendig, als wäre es gestern gewesen.

Ina starrte auf den Bildschirm ihres Computers, auf eine Excel-Tabelle voller Zahlen und Aktenzeichen, aber sie sah nichts davon. Vor ihrem inneren Auge spielte sich immer wieder die Szene auf dem Holztisch ab. Sie spürte die raue Oberfläche unter ihrem Rücken, die eisige Nachtluft auf ihrer nackten Haut und vor allem die fordernde, heiße Zunge von Debora zwischen ihren Beinen. Sie konnte den Geschmack ihres eigenen Orgasmus noch immer auf ihren Lippen schmecken, vermischt mit dem Geschmack von Deboras leidenschaftlichem Kuss danach.

Ein unwillkürliches Zucken durchfuhr ihren Unterleib. Sie presste die Oberschenkel zusammen und spürte die feuchte Hitze, die sich dort bei der bloßen Erinnerung bildete. Verdammt. Sie hatte sich nie als bisexuell betrachtet. Männer waren ihr Ding gewesen – sie zu provozieren, sie zu dominieren, sich ihnen hinzugeben. Aber Debora hatte eine Tür in ihr aufgestoßen, von der sie nicht einmal gewusst hatte, dass sie existierte. Und jetzt stand diese Tür sperrangelweit offen.

"Frau Ferreira?"

Die trockene Stimme ihres Abteilungsleiters riss sie aus ihren Gedanken. "Ja, Herr Schmidt?"

"Sie haben Besuch. Eine Dame vom Referat für Innere Sicherheit. Sie wartet im Besprechungsraum B."

Ina seufzte. Innere Sicherheit. Das klang nach noch mehr Bürokratie, nach trockenen Vorschriften und Sicherheitsüberprüfungen. Genervt stand sie auf, glättete ihren schlichten, grauen Bleistiftrock und die weiße Bluse – ihre unauffällige Uniform für die Arbeit im Bundesministerium des Innern – und ging den langen, grauen Korridor entlang.

Als sie die Tür zu Besprechungsraum B öffnete, erstarrte sie.

Dort, an dem langen Konferenztisch, saß Debora.

Sie trug keinen silbernen Pailletten-Top, sondern einen makellosen, marineblauen Hosenanzug, der ihre schlanke, athletische Figur auf eine kühle, professionelle Weise betonte. Ihre blonden Haare waren zu einem strengen Knoten gebunden. Nichts an ihr erinnerte an die wilde, hemmungslose Frau, die auf einem Tisch gekniet und sie zum Orgasmus geleckt hatte. Nichts, außer ihren Augen. Als sie aufblickte und Ina sah, blitzte darin dasselbe raubtierhafte, wissende Funkeln auf wie in der Silvesternacht.

"Frau Ferreira", sagte Debora, ihre Stimme war ruhig und geschäftsmäßig, aber Ina hörte den amüsierten Unterton. "Danke, dass Sie sich Zeit nehmen. Ich habe gehört, Sie sind die Expertin für die Aktenarchivierung der Sondereinsatzgruppe."

Ina schloss die Tür hinter sich und lehnte sich dagegen. Ihr Herz hämmerte. "Du… was machst du hier?"

Debora lachte leise. "Ich arbeite hier. Genau wie du. Nur ein paar Stockwerke weiter oben." Sie stand auf und ging langsam auf Ina zu. "Ich muss zugeben, ich war überrascht, als ich deinen Namen auf einer internen Liste gesehen habe. 'Ina Ferreira'. Ich dachte mir, das kann kein Zufall sein."

Sie blieb direkt vor Ina stehen, ihre Körper berührten sich fast. Der Duft ihres teuren, dezenten Parfums stieg Ina in die Nase. "Du siehst in Grau ganz anders aus", flüsterte Debora. "Fast schon… züchtig."

"Und du siehst in Blau fast schon seriös aus", erwiderte Ina, ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauchen.

"Wir sollten einen Kaffee **** gehen. Nach der Arbeit", sagte Debora. "Es gibt da noch ein paar… Details zu besprechen."

Der Kaffee am nächsten Tag wurde zu einem langen Gespräch, das bis in den Abend dauerte. Und am darauffolgenden Wochenende fand sich Ina vor der Tür zu Deboras schicker Altbauwohnung in Charlottenburg wieder. Sie war nervös. Was würde passieren? Würden sie einfach da weitermachen, wo sie aufgehört hatten?

Die Tür wurde geöffnet, aber nicht von Debora. Eine andere Frau stand im Rahmen. Sie war etwas größer als Ina, vielleicht Mitte dreißig, mit langen, braunen Haaren, die ihr in weichen Wellen über die Schultern fielen. Ihre Figur war weicher, kurviger als Deboras, mit vollen, schweren Brüsten, die sich unter einem einfachen Kaschmirpullover abzeichneten, und einer warmen, einladenden Ausstrahlung. Sie hatte ein freundliches Gesicht und lachte mit den Augen.

"Du musst Ina sein", sagte sie mit einer warmen, melodischen Stimme. "Ich bin Sandra. Komm rein, Debora hat schon so viel von dir erzählt."

Sandra war Deboras Partnerin. Seit acht Jahren.

Der Abend begann harmlos. Sie tranken Wein, aßen köstliche, von Sandra selbstgemachte Tapas und redeten. Ina fühlte sich seltsam wohl, fast wie bei alten Freundinnen. Doch die sexuelle Spannung lag wie ein schwerer Teppich in der Luft. Sie spürte die Blicke der beiden Frauen auf sich, wie sie jede ihrer Bewegungen verfolgten.

Später saßen sie zu dritt auf dem riesigen, weichen Sofa. Debora saß neben Ina und hatte einen Arm um sie gelegt, ihre Finger strichen beiläufig über Inas Schulter. Sandra saß auf dem Boden vor ihnen und lehnte sich an Inas Knie.

"Du hast sie ganz schön durcheinandergebracht, weißt du das?", sagte Sandra leise und sah zu Ina auf. "Debora redet von nichts anderem mehr."

"Ich… ich weiß nicht, was ich sagen soll", stammelte Ina.

"Du musst nichts sagen", flüsterte Debora ihr ins Ohr. Sie beugte sich vor und küsste sie. Es war ein fordernder, hungriger Kuss, der sofort die Erinnerungen an Silvester weckte. Inas Hände fuhren in Deboras Haare, lösten den strengen Knoten, bis die blonden Strähnen frei fielen.

Als sie sich lösten, beugte sich Sandra vor und küsste Ina ebenfalls. Ihr Kuss war das genaue Gegenteil: langsam, tief und unendlich sanft. Ihre Zunge erkundete Inas Mund mit einer zärtlichen Neugier, die Ina das Herz aufgehen ließ.

Dann begann das Ritual. Langsam, ohne Eile, zogen sie sich gegenseitig aus. Ina enthüllte ihren molligen, kurvigen Körper, ihre üppigen D-Körbchen und das kleine, dunkle Dreieck zwischen ihren Schenkeln. Debora war schlank und drahtig, ihre kleinen, festen B-Körbchen saßen perfekt auf ihrem athletischen Oberkörper. Sandra war die Verkörperung der Weiblichkeit, mit einer weichen, weißen Haut, vollen, schweren Brüsten, die sofort nach unten sanken, als sie ihren BH öffnete, und einem runden, einladenden Schoß, der von einem dichten, dunklen Schamhaarbusch bedeckt war.

Sie legten Ina in die Mitte des weichen Teppichs. Wie auf einem Altar.

Debora kniete sich über sie und nahm eine ihrer Brüste in den Mund, saugte kräftig an der Brustwarze, während Sandra sich zwischen ihre Beine kniete und ihr Werk von Silvester fortsetzte. Sie leckte Ina mit einer Hingabe, die Ina den Atem raubte. Die Kombination war überwältigend. Eine Zunge an ihrer Brust, eine an ihrer Klitoris. Harte, fordernde Lust von oben, sanfte, tiefe Sinnlichkeit von unten. Es war zu viel und doch nicht genug. Ina schrie auf, als sie von zwei Seiten gleichzeitig zum Orgasmus gebracht wurde, ihr Körper zuckte unkontrolliert auf dem weichen Teppich.

Doch es war nicht vorbei. Nachdem sie sich um Ina gekümmert hatten, begannen sie, sich gegenseitig zu lieben. Ina sah zu, wie die beiden Frauen, die sich so lange kannten, miteinander verschmolzen. Sie küssten sich, leckten sich, ihre Körper bewegten sich in einem vertrauten, leidenschaftlichen Tanz. Es war wunderschön und unendlich erregend.

Dann zogen sie Ina wieder in ihre Mitte. Diesmal war sie nicht nur die Empfangende. Sie küsste Sandra, während Deboras Finger tief in ihr waren. Sie leckte Deboras kleine, feste Brüste, während Sandra ihre Hüften packte und sie auf ihr Gesicht zog. Sie war gefangen in einem Wirbel aus weiblicher Haut, aus dem Geschmack von Lust, aus sanften Berührungen und fordernden Küssen.

Als sie in dieser Nacht erschöpft und glücklich zwischen den beiden Frauen einschlief, wusste Ina, dass ihr Leben nie wieder dasselbe sein würde. Sie war nicht mehr nur eine Frau, die Sex hatte. Sie war Teil von etwas Größerem, etwas Tieferem. Sie war zu Hause angekommen.

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