Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 9
by
Papas_Liebling
What's next?
Freiwillig echt
Draußen war es dunkel geworden. Im Haus herrschte Stille.
Lukas stand allein in der Küche. Er verschränkte die Hände, um das Zittern zu unterdrücken. Plötzlich war es zu still für jemanden, der sein ganzes Leben geglaubt hatte, Ruhe wäre gleichbedeutend mit Frieden.
Hinter den Fensterscheiben lauerten Schatten. Im Glas spiegelte sich nur sein Gesicht.
Hannahs leere Tasse stand auf dem Tisch.
Der kleine, belanglose Gegenstand wirkte plötzlich wie der Beweis, dass sie noch da war. Irgendwo im Haus.
Die Vorstellung ließ Wärme in ihm aufsteigen. Ein Teil der Anspannung löste sich aus seinen Schultern. Lukas ließ den Kopf sinken.
Er hätte es tun können. Alles einfacher machen. Keine Unsicherheit mehr.
Er müsste nur wollen.
Die Versuchung war noch immer da. Ruhig. Geduldig. Wie ein Raubtier, das auf eine Unaufmerksamkeit seiner Beute lauerte. Er müsste einfach nur nachgeben.
Die Kontrolle zu übernehmen, war für ihn selbstverständlich geworden. Kaum mehr als ein Reflex, ohne jede Moral.
Im dunklen Fenster sah er sich selbst.
Ein Monster.
Er konnte Menschen zu allem bringen, was er wollte. Er konnte sie nach seinen Wünschen formen. Und dabei hatte er nie gelernt, wie man mit Menschen umging.
Ein bitteres Lächeln huschte über sein Gesicht. Es war so absurd. Er konnte alles kontrollieren. Aber die eine Sache, die ihm wirklich wichtig war, hatte er nicht.
Gewissheit.
Ob Hannah zu ihm gekommen wäre, wenn er sie nicht berührt hätte. Ob sie geblieben wäre, ohne dass er sie dazu zwingen müsste.
Er erinnerte sich an andere Frauen. Andere Wohnungen. Andere Städte.
Und an das, was dort geschehen war.
Er hatte es nie infrage gestellt. Nie einen Fehler darin erkannt.
Hannah hatte diese Gewissheit zerstört.
Seine Augen brannten. Er schloss die Lider und lehnte sich zurück an die Arbeitsplatte. Langsam ließ er den Atem zwischen den Lippen entweichen.
Eine Diele knarrte.
Hannah blieb in der Küchentür stehen.
Lukas’ Körper reagierte, bevor er darüber nachdenken konnte. Er drehte sich zu ihr. Sein Blick blieb an ihr hängen.
Und wieder war sie da – die Versuchung.
Ein Gedanke und er müsste nie wieder Angst haben, sie zu verlieren.
Hannah spürte, dass etwas in ihm arbeitete. Sie sagte nichts. Blieb einfach stehen. Ging nicht mehr weg.
Lukas betrachtete sie lange.
Beiläufig strich sie eine Haarsträhne hinters Ohr.
„Ich kann das nicht“, flüsterte er fast weinerlich.
Ihre Stirn legte sich in Falten. „Was?“
„Dich hierbehalten und mir einreden, du würdest freiwillig bleiben.“
Sie schüttelte leicht den Kopf und lächelte.
Eine Hand glitt nach oben und schob den Träger ihres Kleides über die Schulter. Erst links, dann rechts. Beinahe lautlos rutschte es zu Boden.
Lukas schluckte.
Sie war so schön.
Nicht perfekt.
Einfach schön.
What's next?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Lukas - Es wäre so einfach
Er weiß, wie es endet. Und beginnt trotzdem.
Lukas versucht, ein neues, unauffälliges Leben zu beginnen. Doch schon die erste Begegnung mit seiner neugierigen Nachbarin Hannah bringt ihn an die Grenze seiner Selbstkontrolle – und weckt Impulse, die er eigentlich hinter sich lassen wollte. Zwischen Anziehung, Widerstand und einer Vergangenheit, die ihn einzuholen droht, beginnt ein gefährliches Spiel.
Updated on May 10, 2026
by Papas_Liebling
Created on May 3, 2026
by Papas_Liebling
- All Comments
- Chapter Comments