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Chapter 21 by Scharmrot1 Scharmrot1

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Silvester in Berlin

Der Herbst war einem eisigen, klaren Winter gewichen. Der vertraute Geruch von feuchtem Waldboden und Grillrauch, der über Janas Parkplatz schwebte, war ersetzt worden durch den kalten, nach Abgasen und urbanem Leben riechenden Atem des anonymen, pulsierenden Molochs Berlin. Die Reise war beschwerlich gewesen. Jana war nun in der 38. Woche, am Rande ihrer Schwangerschaft, und jede Bewegung war eine Anstrengung. Ihr Bauch war nicht mehr nur ein Versprechen, er war eine gewaltige, präsente Kugel, die ihre Wirbelsäule belastete und ihren Schwerpunkt verlagerte. Sie fühlte sich wie ein Frachter, der langsam durch die Welt navigiert.

Doch die Beschwerlichkeit wurde von einer prickelnden Vorfreude aufgewogen. Raimund hatte sie eingeladen, Silvester mit ihm in Berlin zu verbringen, in einem Club, der selbst für seine Verhältnisse legendär war. Es war eine Belohnung, ein Höhepunkt ihrer gemeinsamen Reise.

Raimund holte sie vom Bahnhof ab, sein Lächeln war warm und voller Stolz, als er sie sah. Er nahm ihr die kleine Reisetasche ab und legte eine Hand auf ihren riesigen Bauch, als wollte er das Leben darin begrüßen. "Die Königin ist in der Hauptstadt angekommen", sagte er leise, und seine Augen funkelten.

Am nächsten Morgen, dem Silvestertag, führte er sie in eine kleine, exklusive Boutique in einer Seitenstraße des Kurfürstendamms. Der Laden war diskret, ohne Schaufensterpuppen, nur mit einem schlichten Namen in Goldlettern an der Tür. Innen war es ein Paradies aus Seide, Leder, Spitze und Metall.

"Für heute Abend brauchst du eine Rüstung", erklärte Raimund. "Etwas, das deiner Position gerecht wird."

Die Verkäuferin, eine elegante Frau in den Fünfzigern mit einem wissenden Blick, musterte Janas monumentale Figur ohne ein Wort des Urteils, nur mit professionellem Interesse. Die Anprobe wurde zu einem Ritual.

Das erste Outfit war ein langes, bodenlanges Kleid aus tiefrotem Samt. Es war elegant, aber der schwere Stoff fühlte sich fast erstickend an. Er spannte über ihrem Bauch und ihren Brüsten, die auf Körbchengröße E angeschwollen waren und bei der kleinsten Berührung schmerzten. "Zu züchtig", urteilte Jana und schob es von sich. "Ich will mich nicht verstecken."

Das zweite war das genaue Gegenteil: ein Kleid aus schwarzem Wetlook-Stoff, das sich wie eine zweite, künstliche Haut an ihren Körper schmiegte. Es betonte jede Kurve, jede Wölbung, den prallen Po, die riesigen Brüste und den gewaltigen Bauch. Es war geil, keine Frage, aber es fühlte sich an wie ein Kostüm. "Zu sehr Domina, zu wenig Göttin", sagte Raimund nachdenklich und Jana stimmte ihm zu.

Dann brachte die Verkäuferin das dritte Stück. Es war ein Kleid, das weniger ein Kleid als ein fließender Vorhang aus feinsten, silbernen Metallkettchen war. Es hatte Gewicht, fühlte sich kühl auf Janas erhitzter Haut an und war an den entscheidenden Stellen blickdicht genug, um die Illusion von Kleidung zu wahren, aber durchsichtig genug, um alles zu enthüllen. Es fiel über ihren Bauch wie ein Wasserfall, schmiegte sich an ihre Hüften und endete knapp unter ihrem Po. Darunter trug sie nichts als einen winzigen, schwarzen Spitzenstring, dessen dünne Bänder an ihren Hüften fast verschwanden. Ihre Brüste, frei und schwer, wurden nur von zwei breiteren, geflochtenen Trägern gehalten, die im Nacken zusammenliefen. Bei jeder Bewegung raschelte das Metall leise und die Kettchen tanzten auf ihrer Haut, zogen die Blicke magisch auf ihren Bauch und die dunkle, unrasierte Scham, die darunter durchschimmerte.

"Das ist es", flüsterte Jana und betrachtete sich im Spiegel. Sie war keine Frau mehr, die ein Kleid trug. Sie war eine heidnische Fruchtbarkeitsstatue, zum Leben erweckt, sündig und verehrungswürdig zugleich.

Am Abend fuhren sie zu dem Club. Von außen war es ein unscheinbares Vereinslokal in einer ruhigen Wohngegend. Vor der schweren, schallisolierten Tür stand ein einzelner Mann in einem perfekt sitzenden, schwarzen Anzug, ein Hüne mit kahlgeschorenem Kopf und der stoischen Ruhe eines Felsens. Er nickte Raimund zu. "Guten Abend, Herr Raimund. Schön, Sie zu sehen."

Sein Blick fiel auf Jana. Er musterte sie von Kopf bis Fuß, sein professionell neutraler Gesichtsausdruck verriet nichts, doch seine Augen verharrten einen Moment länger als nötig auf ihrem Bauch, der sich unter dem silbernen Kettengewebe wölbte. Er hatte Raimund noch nie mit einer Frau gesehen, schon gar nicht mit einer wie dieser. Seine Aufgabe war es, die strikte "Nur für Paare"-Regel durchzusetzen.

"Mein Ehrengast für heute Abend", sagte Raimund, legte Jana eine Hand auf den unteren Rücken und schob sie sanft vor. "Die Königin."

Der Türsteher blinzelte. Ein Hauch von ungläubigem Staunen huschte über sein Gesicht, bevor er es wieder unter Kontrolle hatte. Er trat einen Schritt zur Seite und öffnete die Tür. "Selbstverständlich. Einen unvergesslichen Abend, Majestät."

Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, betraten sie eine andere Welt. Das Erdgeschoss war eine stilvolle Bar mit gedämpftem Licht, dunklem Holz und dem Summen von Gesprächen. Die Luft war erfüllt vom Duft teuren Parfums, von Leder und einer unterschwelligen, animalischen Note von Erregung. Die Gäste waren freizügig, aber elegant gekleidet. Männer in offenen Hemden oder engen Anzügen, Frauen in hauchdünnen Kleidern, Korsetts oder, wie eine Frau an der Bar, nur in einem aufwendigen Schmuck-BH und einem langen Rock.

Noch bevor sie die Bar erreichten, hörte Jana eine laute, allzu vertraute Stimme. "Na, wenn das nicht die geile Fickstute vom Flughafen ist!"

Jana erstarrte. Sie drehte sich um und sah Andrej, der mit einem breiten, schmierigen Grinsen auf sie zukam. Er trug einen Anzug, der eine Spur zu glänzend war, das Hemd zu weit aufgeknöpft. Neben ihm stand eine Frau, die das genaue Gegenteil von ihm war: klein, fast zierlich, aber mit Kurven, die aus ihrem Kleidungsstück zu explodieren schienen. Sie steckte in einem hautengen, kurzen Kleid aus rosa Stretch-Stoff, das so eng war, dass sich jede Delle abzeichnete. Ihre Brüste, zwei pralle, unnatürlich runde Kugeln, wurden von dem tiefen Ausschnitt mehr schlecht als recht gehalten und drohten bei jeder Bewegung herauszufallen.

"Andrej", sagte Raimund kühl, seine Hand auf Janas Rücken wurde fester, beschützender.

"Sieh mal einer an, der Bauch ist ja ordentlich gewachsen", sagte Andrej fletig und ließ seinen Blick lüstern über Janas Kugel gleiten. "Hat mein Schuss damals doch nicht gesessen?" Er lachte über seinen eigenen Witz und gab der kleinen Frau neben sich einen Klaps auf den prallen Hintern. "Darf ich vorstellen? Meine Frau. Mein offiziell angetrautes Bückstück."

Die Frau kicherte leise und warf Jana einen kurzen, fast entschuldigenden Blick zu, bevor sie wieder ihr einstudiertes Lächeln aufsetzte.

Jana spürte, wie eine Welle der Verachtung in ihr aufstieg, aber sie unterdrückte sie. Sie war nicht mehr das unsichere Mädchen vom Flughafen. Sie war die Königin. Sie lächelte Andrej kühl an. "Manche Samen sind eben fruchtbarer als andere, Andrej", sagte sie mit süßer Stimme. "Und manche Männer wissen eine Königin zu schätzen, anstatt sie nur als 'Bückstück' zu bezeichnen."

Andrejs Grinsen gefror für einen Moment. Raimunds Mundwinkel zuckten belustigt nach oben. Er zog Jana sanft weiter. "Wir müssen weiter, Andrej. Unsere Freunde warten."

Janas Ankunft an dem großen, runden Tisch verursachte eine Welle der Stille, die sich durch den Raum zog. Alle Blicke richteten sich auf sie, auf die hochschwangere, in flüssiges Silber gehüllte Erscheinung. Es war keine feindselige oder wertende Stille, sondern eine von Faszination und Ehrfurcht.

Raimund, sichtlich stolz, führte sie zu der Gruppe. "Freunde", sagte er in die Runde. "Das ist Jana. Die Königin vom Parkplatz am Autobahnkreuz."

Ein älterer Herr mit der Aura von Geld und Macht, den Raimund als **Viktor** vorstellte, erhob sich und küsste Jana galant die Hand. Er war vielleicht Ende sechzig, mit dichtem, silberweißem Haar, das perfekt geschnitten war. Sein Gesicht war von markanten Linien durchzogen, die von einem Leben voller Entscheidungen und Genuss zeugten. Er trug einen maßgeschneiderten Anzug aus dunkelblauem Samt, das Jackett offen über einem schwarzen Seidenhemd, dessen oberste Knöpfe einen Blick auf eine gepflegte, graumelierte Brustbehaarung freigaben. Seine Augen, scharf und intelligent, wanderten voller Anerkennung über Janas Körper. "Eine Ehre, Majestät."

Neben ihm saß seine Begleiterin, **Isabella**. Sie war eine Vision in Eisblau. Ihr platinblondes Haar fiel in weichen Wellen auf ihre nackten Schultern. Ihr Seidenkleid war ein Meisterwerk der Verführung: Ein tiefer Ausschnitt, der fast bis zu ihrem Bauchnabel reichte, präsentierte ihre makellosen, runden Silikonbrüste, die wie zwei perfekte Kunstwerke wirkten. Ein seitlicher Schlitz, der bis zur Hüfte reichte, enthüllte bei jeder kleinen Bewegung ein endlos langes, gebräuntes Bein. Sie trug offensichtlich nichts darunter. Ihr Lächeln war warm, doch ihre rauchige Stimme verriet eine tiefe, wissende Sinnlichkeit. "Eine Königin kurz vor der Krönung", sagte sie und ihre Augen funkelten.

Ein weiterer Mann am Tisch, **Lars**, deutlich jünger und mit dem geschmeidigen Körper eines Tänzers, starrte Jana unverhohlen an. Er trug eine hautenge, schwarze Lederhose, die jeden Muskel seiner trainierten Beine und seines festen Hinterns nachzeichnete. Obenherum trug er nur ein weit aufgeknöpftes, dünnes Leinenhemd, das den Blick auf ein perfektes Sixpack und eine glatte, definierte Brust freigab. Sein dunkles, lockiges Haar fiel ihm jungenhaft in die Stirn, doch sein Blick war alles andere als unschuldig. Es war eine Mischung aus Ehrfurcht und purer, ungeschminkter Gier, die Jana eine heiße Welle durch den Körper schickte. "Wow", brachte er nur hervor. "Du bist... eine Erscheinung."

Die vierte in der Runde war **Katja**. Sie verkörperte eine kühle, androgyne Eleganz. Ihr rabenschwarzes Haar war zu einem scharfen, asymmetrischen Bob geschnitten, der ihre hohen Wangenknochen betonte. Sie trug einen perfekt sitzenden, schwarzen Hosenanzug, dessen Jackett sie direkt auf der nackten Haut trug. Der Schnitt war so gewagt, dass bei jeder Bewegung die seitliche Rundung ihrer kleinen, festen Brust oder der Ansatz des Tals zwischen ihnen aufblitzte. Ihre Figur war schlank, fast knabenhaft, aber von einer drahtigen Stärke. Sie musterte Jana mit einem kühlen, analytischen Blick, in dem ein Funke von Herausforderung lag. "Interessant", sagte sie nur, ihre Stimme war tief und klar. Es klang wie das größte Kompliment, das sie zu vergeben hatte.

Viktor winkte dem Kellner und bestellte eine Flasche Champagner. "Auf die Nacht", sagte er und hob sein Glas, als der Champagner eingeschenkt war. "Auf Berlin. Und auf die Königin des Autobahnkrutzes."

Alle stießen an, Jana hatte vom aufmerksamen Kellner ein glas mit Alkoholfreiem sekt bekommen. Sie spürte die geballte sexuelle Energie des Raumes, die sich auf sie konzentrierte. Die Macht von Viktor, die kalkulierte Schönheit von Isabella, die rohe Gier von Lars und die intellektuelle Herausforderung von Katja. Die Kühle des Metalls auf ihrer Haut verwandelte sich in eine prickelnde Hitze.

Doch der Moment der stillen Verehrung wurde von einer jungen, energiegeladenen Stimme durchbrochen. "Raimund!"

Ein Wirbelwind aus schwarzem Faltenrock und leuchtend rotem Stoff bahnte sich einen Weg durch die Gäste. Es war ein Mädchen, kaum zwanzig, klein und schlank, mit einer fast noch mädchenhaften Figur, die aber durch ihre Kleidung gezielt in Szene gesetzt wurde. Der kurze, schwarze Faltenrock schwang bei jedem schnellen Schritt um ihre nackten, schlanken Oberschenkel. Das rote Tube-Top war so tief ausgeschnitten, dass es kaum mehr als ein breites Band war, und spannte sich eng über ihren kleinen, aber festen B-Körbchen-Brüsten. Ihr Bauch war flach und straff, ihre Haut hatte den makellosen Schimmer der Jugend. Das war **Ina**.

Dicht hinter ihr folgte ihr Begleiter, **Maxim**, und der Begriff "Prachtstück von einem Mann" war fast eine Untertreibung. Mit seinen einundzwanzig Jahren war er ein Adonis in Menschengestalt. Groß, mit breiten Schultern, die sich unter einem engen, grauen Hemd abzeichneten, und Armen, deren Muskeln bei jeder Bewegung spielten. Sein Gesicht war klassisch schön, mit einem markanten Kiefer und dunklen, lachenden Augen. Seine Hand ruhte besitzergreifend, aber sanft auf Inas Hüfte, als sie vor dem Tisch zum Stehen kamen.

"Da seid ihr ja, ****", sagte Raimund mit einem warmen, väterlichen Lächeln. "Ich dachte schon, ihr verirrt euch im Großstadtdschungel."

"Niemals!", keuchte Ina, noch etwas außer Atem. "Wir mussten nur..." Ihre Worte erstarben, als ihr Blick auf Jana fiel, die wie eine thronende Göttin in der Mitte der Gruppe saß. Inas Mund öffnete sich leicht, ihre Augen wurden groß und wanderten ungläubig von Janas Gesicht über die schweren, freien Brüste hin zu dem gewaltigen, von Silberketten umspielten Bauch. Es war, als würde eine Novizin vor dem Altar einer leibhaftigen Göttin stehen, einer Göttin der Fruchtbarkeit und der Sünde. Maxim neben ihr stieß einen leisen, anerkennenden Pfiff aus, sein Blick war eine Mischung aus ungläubigem Staunen und purer, unverhohlener Lust.

Raimund genoss den Moment sichtlich. "Jana, das ist Ina. Und ihr Begleiter, Maxim. Man könnte sagen, sie sind die vielversprechendsten Schüler in meiner kleinen Akademie des Vergnügens."

Viktor lächelte amüsiert über die jugendliche Energie. Isabella musterte Ina mit einer fast herablassenden Wärme, wie man ein niedliches, aber ungefährliches Kätzchen betrachtet. Lars' Blick flackerte kurz zu Maxim, ein ungesagter Wettstreit zwischen zwei Alphatieren unterschiedlicher Generationen. Nur Katja blieb unbewegt, ihr analytischer Blick taxierte die beiden Neuen, als würde sie eine neue Variable in einer komplexen Gleichung bewerten.

"Setzt euch", sagte Raimund und deutete auf zwei freie Stühle. "Die Nacht hat gerade erst begonnen."

Jana nahm einen Schluck von ihrem Wasser und spürte die Veränderung in der Luft. Die sexuelle Energie im Raum hatte sich nicht verflüchtigt, sie hatte sich potenziert. Zu der erfahrenen Macht, der rohen Gier und der intellektuellen Herausforderung war nun auch die ungestüme, hungrige Jugend gestoßen. Alle Blicke, alle Begierden, alle unausgesprochenen Versprechen dieser unterschiedlichen Menschen kreisten um sie, die hochschwangere Königin in ihrem silbernen Käfig. Jana spürte es wie eine Droge, die sich in ihren Adern ausbreitete, eine berauschende Mischung aus Macht, Lust und Vorfreude. Die Nacht war nicht mehr nur ein Versprechen. Sie war ein offenes Feld unzähliger, sündiger Möglichkeiten.

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