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Chapter 28 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Erschütternd

Ihre Knie zitterten, als sie Jenkins' Büro verließ. Sie war sich nicht sicher, ob ihre Beine sie noch tragen wollten oder nur aus Gewohnheit funktionierten. Die Tür hinter ihr schloss sich lautlos, was sie beinahe wütend machte. Marie wünschte sich, sie hätte sie krachend zuschlagen können.

Steve wartete.

Selbstverständlich wartete er.

Er lehnte an der Wand, die Arme locker verschränkt. Sein Blick glitt über sie von Kopf bis Fuß. Nicht lüstern, auch nicht neugierig.

Marie erwartete ein Grinsen. Aber stattdessen wirkte er kühl, distanziert. Gerade deshalb merkte sie, wie unangenehm es ihr war, dass er alles mitbekommen haben musste. **** richtete sie ihre Jacke und sah ihn offen provokant an.

Ja, und? Mir doch egal, was du jetzt von mir denkst.

Steve stieß sich von der Wand ab.

"Miss Lehnert." Sein Tonfall war neutral. Sein Gesichtsausdruck bemüht professionell.

Was verbirgst du?

Laut sagte sie: "Ich muss Mister Moreau sprechen. Sofort."

Er blickte auf seine Smartwatch.

"Das lässt sich einrichten. Er ist in seinem Apartment."

Sie gingen los. Steve direkt vor ihr, wie immer so nah, dass sie seine Präsenz wahrnahm, ohne ihn zu berühren.

Der Flur wirkte steril. Kaltes Licht spiegelte sich auf glatten Flächen. Unsichtbar summte die Klimaanlage. Der schwache Duft von Raumspray und Fußbodenreiniger lag in der Luft. Marie nahm alles überdeutlich wahr. Vermutlich, weil ihr Körper immer noch unter Adrenalin stand.

Oder weil sie Angst hatte.

Was genau will ich Étienne eigentlich sagen? Was kann ich ihm sagen?

Dass sie gerade ihre Prinzipien verkauft hatte, um ihren Platz in der Delegation zu behalten?

Sie zuckte unmerklich zusammen. Ein stechender **** erinnerte sie daran, was Jenkins mit ihr gemacht hatte. Ihre Schenkel zitterten bei dem Gedanken, wie sie auf ihm geritten war. Das Echo seines keuchenden Atems klang ihr noch immer in den Ohren.

Das eigentlich Schlimme daran war nicht der **** oder die Erniedrigung.

Erschütternd war die Erkenntnis, dass ihr Körper das Geschehene nicht so eindeutig verurteilte wie ihr Verstand. In demselben Augenblick, als sie daran dachte, wie Jenkins in sie eingedrungen war, ging ein tiefes Ziehen durch ihren Bauch. Ihre Knie wurden weich. Reflexhaft griff sie nach Steves Arm, um nicht umzukippen.

Sofort blieb er stehen.

"Was ist?"

Sie wartete, bis sie sicher war, dass ihre Stimme nicht den Tumult widerspiegeln würde, der in ihr tobte. Sie streckte den Rücken durch.

"Nicht zu Mister Moreau."

Er hob eine Augenbraue, ohne die Planänderung weiter zu kommentieren.

"Wohin dann?"

Marie atmete tief durch und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Sie bräuchte Zeit, um darüber nachzudenken und sich klar zu werden, was sie wollte. Zeit, die sie nicht hatte.

"Können wir irgendwo etwas ****, ehe die Konferenz beginnt? Etwas Stärkeres?"

Nach einem Blick aufs Handgelenk meinte er: "Ja, für einen Abstecher in die Bar reicht's."

Was ist das für ein Unterton in seiner Stimme? Ist er verwundert oder amüsiert?

"Gut. Geh'n wir."

What's next?

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