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Chapter 10 by John Breedy John Breedy

Wie verläuft der Abend?

Verdacht & Schweigen

Zu Hause schloss Laura die Wohnungstür so leise wie möglich. Ihre Haare waren noch feucht vom Duschen bei Walter, aber ein paar klebrige Strähnen hatten sich trotzdem wieder verhakt – sie hatte nicht alles rausgewaschen. Sie zog die Schuhe aus, stellte die Tasche ab und atmete tief durch.

Ihr Freund saß auf der Couch, Fernseher lief leise im Hintergrund, aber er schaute nicht hin. Als sie reinkam, drehte er den Kopf. Sein Blick wanderte erst über ihr Gesicht, dann über ihre Haare.

„Hey“, sagte er leise. „War’s okay bei… Henriette?“

Laura nickte schnell. „Ja, Mathe war stressig. Bin total erledigt.“ Sie ging zu ihm, wollte sich neben ihn setzen, aber er rührte sich nicht.

Er streckte die Hand aus, berührte eine Strähne ihrer Haare – genau da, wo es noch leicht verklebt war. Seine Finger blieben kurz hängen. Er zog die Hand zurück und schaute sie an.

„Was ist das?“, fragte er ruhig, aber seine Stimme klang eng.

Laura spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog. „Was meinst du?“

„Das hier.“ Er hielt die Fingerspitzen hoch. Ein dünner, durchsichtiger Faden klebte daran – eindeutig nicht nur Wasser oder Shampoo. „Riecht… komisch. Nicht nach dir.“

Sie lachte nervös, zu hoch, zu schnell. „Ach das… wahrscheinlich irgendwas aus der Schultoilette oder so. Die sind eklig, ich hab mich da nur kurz hingestellt…“

Er starrte sie an. Lange. Zu lange.

„Laura. Schau mich an.“

Sie tat es. Ihre Augen wurden feucht, aber sie blinzelte die Tränen weg.

„Sag mir die Wahrheit“, sagte er leise. „Bitte.“

Sie schluckte. Setzte sich langsam neben ihn, nicht zu nah. Ihre Hände zitterten leicht.

„Ich… ich muss noch drei Mal da hin“, flüsterte sie schließlich. „Er hat Fotos. Von heute. Und… von vorher. Er droht, sie Montag in der Schule rumzuschicken. Oder dir zu schicken. Ich… ich hab versucht, ihn zu überzeugen, dass er aufhört, aber…“

Ihr Freund wurde ganz still. Sein Kiefer mahlte.

„Was für Fotos?“, fragte er tonlos.

„Nichts… nichts Schlimmes. Nur… oben ohne. Und… ein paar, wo ich… nah dran bin. Aber nichts, wo man mein Gesicht richtig sieht, wenn man nicht genau hinschaut.“ Das war gelogen, und sie wusste, dass er es spürte.

„Hat er dich angefasst?“

Laura senkte den Blick. Sagte nichts.

„Hat. Er. Dich. Angefickt?“ Seine Stimme brach fast.

„Nein“, log sie sofort. Zu schnell. „Er… er wollte nur, dass ich… ihm einen blase. Und… ins Gesicht spritzen. Das macht ihn an. Er ist einfach ein kranker Typ. Aber mehr nicht. Ich schwör’s.“

Er atmete scharf ein. Stand auf. Ging zwei Schritte weg, dann wieder zurück. Setzte sich wieder. Schaute sie an, als würde er sie zum ersten Mal sehen.

„Warum hast du mir nichts gesagt? Gleich heute? Warum lässt du das zu?“

„Weil ich Angst hatte, dass du mich verlässt“, flüsterte sie. Eine Träne lief endlich. „Weil ich dachte, ich krieg das allein hin. Noch drei Mal… dann löscht er alles. Dann ist es vorbei. Ich will dich nicht verlieren.“

Er schwieg lange. Dann zog er sie plötzlich an sich – nicht zärtlich, sondern fast ****. Drückte sein Gesicht in ihre Haare, atmete tief ein, als wollte er prüfen, ob der Geruch noch da war.

„Fuck, Laura…“, murmelte er in ihren Nacken. „Ich halt das nicht aus.“

Sie schlang die Arme um ihn, drückte sich fest an ihn. „Es tut mir leid. Es tut mir so leid.“

Ihre Lippen fanden seine. Erst zögerlich, dann hungriger. Sie küsste ihn, als könnte sie alles wegküssen – die Lügen, die Bilder, den Geschmack von Walter. Ihre Hände glitten unter sein Shirt, streichelten seine Brust, tiefer.

„Nicht reden“, flüsterte sie gegen seinen Mund. „Bitte. Ich brauch dich jetzt. Nur dich.“

Er stöhnte leise, als sie seinen Gürtel öffnete. „Laura…“

„Pssst.“ Sie rutschte runter, zog ihm die Hose ein Stück runter, nahm ihn in den Mund – sanft, fast ehrfürchtig. Ganz anders als bei Walter. Sie wollte ihn spüren, wollte ihn schmecken, wollte beweisen, dass sie noch ihm gehörte.

Er vergrub die Hände in ihren Haaren – genau da, wo noch ein Rest von Walters Ladung klebte. Er bemerkte es nicht, oder wollte es nicht bemerken. Sein Atem ging schneller.

„Gott…“, keuchte er. „Ich liebe dich… fuck…“

Sie schaute zu ihm hoch, während sie ihn tiefer nahm. Ihre Augen glänzten – Tränen, Erregung, Schuld, alles durcheinander. Sie saugte fester, ihre Hand massierte seine Eier, genau so, wie er es mochte.

Er hielt nicht lange durch. Kam mit einem tiefen, gequälten Stöhnen in ihrem Mund – nicht so viel, nicht so brutal wie bei Walter, sondern warm, vertraut, fast ****. Sie schluckte alles, hielt ihn noch einen Moment im Mund, dann ließ sie ihn langsam rausgleiten.

Er zog sie hoch, küsste sie hart, schmeckte sich selbst auf ihrer Zunge. Drückte sie aufs Sofa, zog ihr den Rock hoch, den Slip zur Seite. Kein Vorspiel. Kein Reden.

„Mit Gummi“, flüsterte sie schnell.

Er nickte, griff in die Schublade, rollte es hektisch drüber. Drang in sie ein – schnell, tief, fast wütend. Sie keuchte auf, schlang die Beine um ihn.

„Ich liebe dich“, stöhnte sie, während er sie fickte. „Nur dich… bitte glaub mir…“

Er antwortete nicht mit Worten. Nur mit Stößen, mit seinem Mund auf ihrem Hals, mit seinen Händen, die sie festhielten, als hätte er Angst, sie würde verschwinden.

Sie kamen fast gleichzeitig – sie leise wimmernd, er mit einem erstickten Schrei. Er blieb in ihr, schwer atmend, Stirn an ihrer Stirn.

„Noch drei Mal“, murmelte er schließlich. „Dann ist es vorbei?“

„Ja“, log sie. „Versprochen.“

Er zog sich langsam zurück, das Kondom voll, aber wenig im Vergleich zu dem, was sie heute schon geschluckt hatte. Er warf es weg, legte sich neben sie, zog sie an seine Brust.

„Ich bring dich hin“, sagte er leise. „Und ich hol dich ab. Jeden Tag. Und wenn irgendwas ist… du schreibst mir sofort. Okay?“

„Okay“, flüsterte sie.

„Und wenn er dich nochmal anfasst… sagst du’s mir. Egal was.“

Sie nickte, presste das Gesicht an seine Brust. „Versprochen.“

Aber in ihrem Kopf summte schon die nächste Nachricht von Walter:

„Morgen 14 Uhr. Strapse und kein Slip diesmal. Ich vermiss deine enge Fotze. “

Sie schloss die Augen.

Und schwieg.

Geht Sie wirklich zu Ihm oder bricht Sie ab?

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