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Chapter 20 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Wegsehen hilft nicht

Zuerst glaubte sie, sich zu täuschen. Mit fest geschlossenen Augen blieb sie still liegen und lauschte. Doch – es waren leise Schritte auf dem Teppich, die sich näherten.

Noch mehr Geräusche, direkt neben dem Bett. Das Knistern von Stoff. Das Klicken eines Gürtels. Das Rascheln von Kleidung, die abgelegt wurde. Jeder tonlose Laut sagte mehr, als Worte es gekonnt hätten.

Ihr Puls stieg an. Ihr Atem wurde schneller. Nur mühsam schaffte sie es, bewegungslos zu bleiben und abzuwarten. Sie wusste, dass Steve ins Bett steigen würde, noch ehe sie es körperlich spürte. Die Atmosphäre im Zimmer schien dichter und heißer zu werden.

Ein Schatten fiel über ihr Gesicht. Sie öffnete die Augen. Wegsehen half nicht.

Die Matratze bewegte sich. Ein Nachgeben unter einem schweren Körper, das sich wellenartig ausbreitete. Sie spannte sich reflexartig an. **** sich, weiterzuatmen und nicht die Luft anzuhalten.

Steve legte sich hinter sie, rutschte näher. Dicht. Haut an Haut. Marie spürte die Wärme, die von ihm ausging. Aber es war etwas anderes, das ihr einheizte. Sie wusste ganz genau, was er vorhatte.

Er sagte nichts.

Gerade das machte es unerträglich intensiv.

Er hatte es nicht eilig. Er war nicht aufdringlich. Sie hörte seinen Atem, ruhig und kontrolliert. Eine Stelle zwischen ihren Schulterblättern kribbelte, als stünde sie unter Strom.

Steve zögerte auch nicht. Zielsicher und ohne Scheu strich seine Hand über ihren Rücken nach unten, über ihren Po, und schob sich zwischen ihre Oberschenkel. Die Selbstverständlichkeit, mit der er vorging, machte ihr mehr als alles andere klar, dass es hier nicht um sie ging. Seine Botschaft kam ohne Wort an, klar und deutlich: Er war der Mann. Und er nahm sich, was er wollte.

Er hob ihr Bein an. Hoch. Weit. Er öffnete sie und verschaffte sich Zugang.

Sie spürte seine Härte, die heiß und fordernd gegen ihre weichen Falten drückte. Mit sanfter Kraft drang er in sie ein.

Marie nahm jede Faser ihres Körpers wahr, jeden Nerv. Steves Berührungen lösten Kurzschlüsse in ihrem System aus, die sie nicht kontrollieren konnte. Ein Zittern durchlief sie von Kopf bis Fuß. Ihr Verstand suchte nach Halt, griff aber nur ins Leere.

Steve bewegte sich langsam und bedacht. Da war keine Hast und keine Gier in seinem Handeln.

Da war einfach Macht. Macht, die sich nicht erklären musste. Er tat es, weil er es konnte. Weil er sicher war, dass er jedes Recht dazu hatte.

Marie hasste es. Sie gab sich nicht hin. Sie wehrte sich aber auch nicht.

Eine von Étiennes Regeln lautete: Schweigen war Zustimmung.

Steve fickte sie ausdauernd, gemächlich. Das war schrecklicher, als hätte er sie grob und brutal genommen. Sie lag einfach da und ließ es geschehen. Wie lange? Sie wusste es nicht.

Als er kurz davor war zu kommen, merkte sie es. Seine Bewegungen wurden minimal schneller, stärker, ungleichmäßiger.

Schließlich schob er sich noch ein letztes Mal tief in sie hinein.

In dieser Sekunde erkannte sie ihre Zukunft. Er könnte es jederzeit wieder tun. Er würde es wieder tun. So wie jeder andere Mann in diesem Hotel, in dieser Stadt, in diesem Land.

Und das Gefährlichste daran war: Sie würde es zulassen.

Die einzige Alternative wäre, dass sie Amerika sofort verließ.

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