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Chapter 7
by
Papas_Liebling
What's next?
Bernstein
Sie fuhren nicht zurück ins Hotel. Marie fiel das erst auf, als die Straßen schmaler wurden und die glitzernden Hochhausfassaden durch Alleebäume abgelöst wurden. Weniger Straßenbeleuchtung. Durch das Panoramadach der Limousine, die leise durch die Nacht schnurrte, konnte sie einzelne Sterne erkennen.
Das Haus lag versteckt hinter hohen Hecken und einem Tor, das sich automatisch öffnete und hinter ihnen wieder schloss. Drinnen wirkte alles weich. Gedeckte Farben, tiefe Teppiche, bodenlange Vorhänge, bequeme Sessel. Ein offener Kamin, der sich selbst entzündete, als sie das Zimmer betraten. Hierher kam man nicht, um zu repräsentieren, sondern um sich zurückzuziehen.
„Fühl dich wie zu Hause“, lud Soraya sie ein, sich zu setzen.
Als Marie in die nachgiebigen Polster sank, merkte sie, wie müde sie war. Sie atmete aus, schloss die Augen. Mit einem Mal fiel die Anspannung von ihr ab, die sie den ganzen Tag gehalten hatte. Der lange Flug, die Nervosität in Erwartung der schwierigen Verhandlungen mit den Amerikanern, die ungewohnte Umgebung nach der Ankunft und das bizarre Treffen mit Jenkins – all das hatte seinen Tribut gefordert. Sie seufzte, streifte die Schuhe von den schmerzenden Füßen und zog die Beine hoch aufs Sofa.
Soraya schenkte zwei Gläser ein. Die Flüssigkeit war bernsteinfarben. Marie roch Honig, Sherry-Noten und ganz schwach Rauch. Der Whisky war stark, aber weich auf der Zunge. Beim Schlucken hinterließ er eine Wärme in der Kehle, die sich bis in Maries Magen ausbreitete.
Als Soraya sich neben ihr niederließ, gaben die Sitzpolster ein wenig nach und Marie kippte leicht in ihre Richtung.
„Ist das auch Teil des Besuchsprogramms?“, fragte sie. Ihre Augenlider waren schwer.
„Nein. Niemand weiß davon, dass wir hier sind.“
„Was machen wir dann hier?“
„Ich glaube, dass du heute Nacht nicht allein sein möchtest.“
Obwohl sie sich nicht berührten, meinte Marie, ihre Nähe körperlich zu fühlen. Sorayas Parfum umhüllte sie, apart und feminin. Darunter lag ein anderer Duft, den Marie noch nicht einordnen konnte.
„Ich weiß nicht. Vielleicht ist das ein Fehler.“
„Du könntest jederzeit gehen.“ Sorayas Stimme war dunkel und leise. „Ich würde dich nicht aufhalten.“
Marie sah ihr in die Augen. Sie waren groß und tiefschwarz. Hin und wieder blitzte ein Lichtreflex darin auf, wie ein Stern am Nachthimmel. Sie kamen näher. Marie versank darin. Sanfter, warmer Atem streichelte ihre Wange. Als sich ihre Lippen trafen, ließ sie sich einfach fallen.
Eine Hand strich ihre Schläfe entlang, vergrub sich in ihren blonden Locken, hielt sie fest, während eine vorwitzige Zunge begann, ihre zu necken. Sie schmeckte nach **** und Verlangen.
Sorayas andere Hand schob sich unter Maries Kostüm und erkundete den Körper, den sie den ganzen Tag unter der formellen Kleidung verborgen hatte. Marie stöhnte in den Kuss und bog ihren Rücken durch. Ihr Verstand umwölkte sich. Umständlich schälte sie sich aus ihrer Jacke.
Als Soraya sich löste und aufstand, blieb Marie atemlos zurück. Sie sah zu der größeren Frau hinauf. Die rassige Schönheit schob mit einem Finger den Träger ihres Kleides über die Schulter. Erst rechts, dann links. Quälend langsam zog sie es nach unten, enthüllte als Erstes ihre vollen Brüste mit den großen, kaffeebraunen Areolen, dann ihren flachen Bauch. Betörend ließ sie ihre Hüften kreisen.
Immer weiter ging der sinnliche Striptease, bis das Kleid, der Schwerkraft folgend, über Sorayas lange Beine nach unten glitt. Marie riss die Augen auf. Soraya trug nichts darunter. Sie war rasiert bis auf einen schmalen Streifen dunkler Haare über ihrem Venushügel. Mit wiegenden Schritten ging sie auf die Jüngere zu.
„Warte.“ Maries Stimme klang ungewöhnlich heiser. Sie schluckte und sah sich befangen um. „Wo ist Steve?“
„Er kümmert sich um unsere Sicherheit. Hab’ keine Angst.“
Soraya kam näher. Ganz nah. Sie drückte Maries Gesicht an ihren Bauchnabel.
Marie wehrte sich nicht. Der unerkannte Duft kehrte zurück, stärker jetzt, beinahe überwältigend. Und sie erinnerte sich. Es war das herbe, mystische Aroma, das sie roch, wenn sie allein im Bett lag, sich streichelte, ihre Hände in ihren Schoß schob, um die zarten Falten und die darunter versteckte empfindliche Perle zu liebkosen. Es war der Duft ihrer eigenen Erregung, den sie an Soraya wiederentdeckte.
Ihr Körper reagierte instinktiv. Eine kribbelnde Gänsehaut jagte über ihren Rücken, während gleichzeitig sengende Hitze in ihrem Bauch explodierte. Sie spürte, wie ihr Höschen plötzlich nass an ihrer Haut klebte, als sie vom Sofa rutschte und vor Soraya auf die Knie fiel.
What's next?
Amerika 2075
Eine dystopische Zukunft ... oder doch nicht?
**Diese Geschichte ist reine Fantasie und hat keinen Bezug zur Realität und stellt keinen Kommentar zu tatsächlichen Ereignissen oder Personen dar.** - Die USA haben gewählt und einen Präsidenten an die Macht gebracht, der das Land Zug um Zug in eine frauenfeindliche Diktatur umwandelte. Internationale Handelsbeziehungen wurden gekappt, die Grenzen abgeschottet. Fünfzig Jahre in unserer Zukunft lässt das Regime einige Ausländer ins Land, um ein Handelsabkommen auszuhandeln. Was werden sie vorfinden? Werden sie Amerika verändern oder wird Amerika sie verändern?
Updated on Jun 12, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 29, 2025
by Papas_Liebling
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