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Chapter 8
by
Papas_Liebling
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Einkaufstour
Ich bin ziemlich aufgeregt, als ich mit Dirk das Kaufhaus betrete. Anstatt den Bus in die Innenstadt zu nehmen, rief er ein Taxi. Schon die Fahrt kostete mehr als die regulären Unterwäsche-Sets, die ich mir normalerweise kaufe. Also beschließe ich, mir ein paar ausgefallenere Sachen zu leisten. Hey! Solch eine Gelegenheit lässt man sich doch nicht entgehen, oder?
Zielstrebig folge ich den Wegweisern zur Damenwäsche-Abteilung. Ich drehe mich nicht nach Dirk um. Ich bin sicher, dass er mir folgt.
Ein bisschen scheu begutachte ich die interessanteren Stücke aus Seide und viel Spitze, manche fast durchsichtig oder so knapp geschnitten, dass ich mir kaum vorstellen kann, was sie bedecken sollen. Die Stoffe changieren von femininem Altrosa über Champagner bis hin zu klassischem Schwarz. Daneben gibt es aber auch kräftige, knallige Farben. Bisher hätte ich mich nicht getraut, so was zu tragen. Viel zu auffällig, wenn solch ein Teil mal unter der Oberbekleidung durchscheinen würde. Ich sehe zu Dirk, um zu erfahren, was er darüber denkt.
Er sieht nicht glücklich aus. Seine Mundwinkel sind leicht nach unten gezogen und zwischen den Augen zeigt sich eine steile Falte.
Hm, vielleicht bereut er schon, mir versprochen zu haben, alles zu bezahlen. Ich schiele auf ein Preisschild. Ups. Ja, es wäre definitiv unvernünftig, so viel Geld für so wenig Stoff hinzulegen. Ich sollte mich besser mit den einfachen Slips und Sport-BHs begnügen, die ich bisher gewohnt war.
„Ich schau’ mich noch woanders um“, murmele ich, als ich mich an Dirk vorbeischiebe.
„Ja, das ist doch alles Ramsch hier.“
So? Das kann er doch nicht wirklich meinen.
Er meint es ernst. Dirk führt mich hinaus und in die Haupteinkaufsstraße, wo sich die glitzernden Fassaden exquisiter Boutiquen und teurer Juweliere aneinanderreihen. Entlanggeschlendert bin ich hier schon manchmal und habe beim Blick in die Schaufenster davon geträumt, eine Prinzessin zu sein. Natürlich habe ich nie einen dieser Luxusläden von innen gesehen. Nun schiebt mich mein Begleiter ohne Umschweife in einen hinein.
Sekunden später tippelt eine Blondine in einem enganliegenden kurzen Kleid auf ihren High Heels auf uns zu, mit einem Lächeln, das Gletscher schmelzen könnte.
„Wie kann ich Ihnen helfen?“
„Wir suchen Dessous für die junge Dame.“
Sie mustert mich von Kopf bis Fuß. Vermutlich entsprechen mein Top und die Shorts nicht ihrer Vorstellung von anständiger Bekleidung, doch sie ist professionell genug, sich nichts anmerken zu lassen.
„Selbstverständlich. Folgen Sie mir bitte.“
Eine betörende Abfolge von Höschen, Tangas, Strings, Büstenhaltern, Push-Ups und Bustiers lässt mich die Zeit vergessen.
„Probiere doch gleich mal was an“, schlägt Dirk vor.
Die Umkleide ist kein enger Kabuff, in dem man aufpassen muss, sich nicht die Ellbogen anzuschlagen oder mit den Füßen am Boden kleben zu bleiben, sondern so großzügig, dass die Verkäuferin mitkommen, mir weitere Stücke reichen und Ratschläge zu Sitz und Passform geben kann. Anfangs fühlt es sich komisch an, mich vor einer Fremden aus- und umzuziehen. Aber im Grunde ist das wie beim Duschen nach dem Sport, sage ich mir. Ich beginne, mich zu entspannen und Spaß daran zu haben, die schicken Sachen anzuziehen. Manche treiben mir anfangs die Röte ins Gesicht, aber aufmunternde Bemerkungen meiner Beraterin stärken mein Selbstbewusstsein. Ich sehe gar nicht so schlecht aus, stelle ich fest.
Je mehr ich anprobiere, desto weniger kann ich mich entscheiden.
„Eine dritte Meinung kann hilfreich sein.“ Die erfahrene Verkäuferin hat mein Problem erkannt.
Soll ich mich Dirk so zeigen? Zweifelnd betrachte ich mein Abbild in dem großen Spiegel. Drehe mich prüfend hin und her. Eigentlich sieht man auch nicht mehr, als wenn ich im Bikini am Strand liege. Warum nicht?
Ich stecke den Kopf durch den schweren Vorhang. Draußen sitzt Dirk in einem bequemen Sessel und blättert in einem Modemagazin.
„Kannst du mir beim Auswählen helfen?“
Seine Mundwinkel gehen nach oben und er zwinkert mir zu. „Ja, klar.“
Ein wenig Überwindung kostet es mich schon, die geschützte Kabine zu verlassen. Dann drücke ich den Rücken durch und trete vor ihn. Wenn er schon dafür bezahlt, kann er es auch einmal sehen, sage ich mir. Es wird das erste und letzte Mal sein.
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Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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