Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 7 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Ein unangenehmes Gespräch

Ich höre das Geschirr in der Küche klappern. Mama macht Frühstück.

„Kann ich was helfen?“ Eine harmlose Frage, um das Eis zu brechen und meine Nerven zu beruhigen. Eigentlich will ich sie etwas ganz anderes fragen.

Pausenlos habe ich darüber nachgedacht, was die Beobachtung in der vergangenen Nacht für unsere **** bedeutet. „Liebst du Papa noch?“ „Wollt ihr euch trennen?“ „Wirst du mit diesem Dirk weggehen?“ „Bleibt diese Wohnung unser Zuhause?“ Und vor allem: „Was wird aus mir?“

Das sind die existenziellen Fragen, die ich stellen sollte.

Ich bekomme sie nicht über die Lippen. Die möglichen Antworten sind zu schrecklich, als dass ich sie ertragen könnte.

Sie schaut auf und erstaunlicherweise errötet sie. Anscheinend hat sie ebenfalls eine andere Frage von mir erwartet. Sie öffnet den Mund, bringt aber keinen Ton heraus. Ist es ihr etwas peinlich, dass ich weiß, dass sie mit einem anderen Mann als meinem Vater schläft?

„Hey, Mama, du musst dich nicht dafür schämen“, denke ich, ohne es laut aussprechen zu können. Wir leben im einundzwanzigsten Jahrhundert. Niemand wird mehr dafür verurteilt, wen und wie er liebt. Wenn du mit Dirk glücklich bist, wünsche ich dir alles Gute. Auch wenn es mir wehtun würde, wenn darüber unsere **** zerbricht, du und Papa, ihr bleibt immer meine Eltern.

Ich gehe zum Kühlschrank und hole Butter und Marmelade heraus. Nicht weil ich es muss, sondern um meinen Händen etwas zu tun zu geben. Mama stellt Geschirr und Tassen auf den Esstisch. Die Kaffeemaschine brodelt.

Die Pause gestattet meinem Gehirn, einen anderen Gedanken zu fassen, der mich seit dem Anziehen beschäftigt und mich ebenfalls zu meiner Mutter getrieben hat.

„Du, ähm, Mama …“, ich räuspere mich. Warum ist es jetzt plötzlich mir peinlich, auszusprechen, was ich wissen will? Es ist eine ganz normale Sache, seine Mutter nach sauberer Wäsche zu fragen. „Weißt du, wo meine Unterhosen sind? Ich kann in meinem Schrank keine finden.“

Ihr fällt ein Glas aus der Hand und zerschellt am Boden.

„Ach, verdammt!“ Aufgeregt rennt sie zum Besenschrank. „Pass auf, dass du nicht hineintrittst, da sind überall Splitter.“

Verdutzt schaue ich ihr zu, wie sie konzentriert die Scherben zusammenfegt, als gebe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Ich will sie nicht zu einer Antwort drängen. Andererseits ist es mir unangenehm, ohne Höschen herumzulaufen. Bei jedem Schritt reibt meine Shorts über empfindliche Stellen und erinnert mich daran, dass ich drunter nichts anhabe.

Mit der vollen Schippe geht Mama zum Mülleimer und sagt im Vorbeigehen, ohne mich anzusehen: „Die waren doch bestimmt schon ausgeleiert. Kauf dir einfach neue.“

Ich runzle die Stirn. Sonst regt sie sich immer auf, wenn ich neue Sachen kaufe, anstatt die alten aufzutragen.

„Gute Idee, da komme ich mit.“

Wir beide erschrecken, als der Satz hinter uns ertönt. Weder Mama noch ich haben bemerkt, dass Dirk herangekommen ist und offenbar gehört hat, worüber wir reden.

„Das ist nicht nötig. Sina kann alleine einkaufen.“ Mamas Stimme überschlägt sich fast.

Dirk winkt ab.

„Ich mache es gern. Gar kein Problem. Außerdem habe ich ihr gesagt, dass ich ihr noch etwas schulde, weil ich ihr Zimmer benutzen durfte. Vielleicht findet sie auch noch was anderes Schickes zum Anziehen.“ Er wendet sich an mich. „Wie wär’s? Du suchst aus, ich bezahle.“

„Abgemacht.“

Ich grinse ihn an und denke: „Du weißt nicht, worauf du dich einlässt, Dirk. Das wird ein teurer Einkaufsbummel für dich.“

What's next?

More fun
Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)