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Chapter 23 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Frühstücksvorbereitung

Ich habe kaum ein Auge zugemacht. Die ganze Nacht über lauschte ich auf Geräusche im Flur. Selbst wenn ich Dirk bis zum letzten Tropfen ausgemolken hätte, wäre es ihm zuzutrauen, dass er in Sinas Zimmer schleicht. Das darf ich nicht zulassen. Ich werde es nicht zulassen.

Hinter der Wand, wo das Kinderzimmer liegt, in dem unsere Tochter – hoffentlich – ruhig und ungestört schläft, bleibt es still.

Gerädert wache ich auf, schleppe mich ins Bad und dann in die Küche. Mechanisch bereite ich das Frühstück zu für eine ****, die längst keine **** mehr ist.

„Kann ich was helfen?“

Sinas Frage reißt mich aus meinen Gedanken. Ich sehe sie an. Zum ersten Mal betrachte ich sie nicht als kleines Kind, als mein Mädchen, das ich großgezogen habe. Ich sehe die junge Frau, attraktiv, lebenslustig. Offen für neue Erfahrungen.

Es war schon schwer genug gewesen, sie an die Uni gehen zu lassen, wo ich nicht mehr weiß, was sie tut und wen sie trifft. Aber zumindest kommt sie regelmäßig nach Hause in unser geschütztes Heim, wo ich für sie da sein kann.

Und jetzt? Aus dem sicheren Hafen, der es einst war, wurde eine Falle. Ich selbst habe das Monster eingelassen, es genährt und groß werden lassen.

Der Gedanke daran, dass Sina erfahren könnte, was ich getan habe, lässt mir das Blut ins Gesicht schießen. Ich wende den Blick ab, damit sie nicht in meinen Augen lesen kann, welche Bilder mir durch den Kopf gehen.

Glücklicherweise scheint sie nichts bemerkt zu haben. Ohne eine Antwort von mir abzuwarten, hilft sie mir beim Decken des Tischs. Es ist fast wie in einer normalen ****.

Beiläufig fragt sie: „Mama, weißt du, wo meine Unterhosen sind? Ich kann in meinem Schrank keine finden.“

Scheiße.

Mir wird schwindlig. Ich höre das Glas auf dem Boden zersplittern, ehe ich verstehe, dass ich es fallen gelassen habe. Schnell renne ich zum Besenschrank, warne Sina, nicht in die Scherben zu treten. Ich konzentriere mich darauf, den Boden zu fegen. Beschäftige meine Hände, während in meinem Kopf Chaos tobt. Was soll ich nur antworten? Ich kann ihr schlecht sagen, dass ich ihre Schlüpfer getragen und Dirk sie danach wegpackt. Ich verstehe ja selbst nicht, was da los ist. Wie könnte ich es ansatzweise erklären?

Um aus der Zwickmühle zu kommen, schlage ich vor: „Kauf dir doch einfach neue.“

Hätte ich geahnt, dass Dirk mithört, hätte ich mir lieber die Zunge abgebissen.

„Gute Idee, da komme ich mit.“ Er taucht im Türrahmen auf, grinst sein unverfrorenes Dirk-Grinsen.

Nein, ich kann meiner Tochter nicht zumuten, ihre Wäsche unter seiner Aufsicht zu kaufen.

„Danke, aber das ist nicht nötig. Sina ist erwachsen, sie kann sehr gut allein einkaufen gehen“, schießt es aus mir heraus.

„Ihre Unterwäsche geht dich nichts an“, denke ich nur, und fühle gleichzeitig den Eisklotz, der sich in meinem Bauch bildet. Wenn sie ihn nichts angeht, hätte ich sie ihm nicht Stück für Stück aushändigen dürfen.

Meine Ohren klingeln, sodass ich nur die Hälfte von dem verstehe, was er sagt. Es läuft darauf hinaus, dass er ihr anbietet, die Einkäufe zu bezahlen.

Und Sina geht begeistert darauf ein.

Um Himmels willen! Das muss ich verhindern.

Was kann ich tun?

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