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Chapter 22 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Von hinten

Zunächst ist da nur diese unbestimmte Ahnung, dass ich beobachtet werde. Eine Veränderung der Schatten, die ich nur aus dem Augenwinkel wahrnehme. Dann das Geräusch, kaum hörbar, draußen im Flur. Leise Schritte. Thomas, nur er kann es sein. Er kommt, um uns zu beobachten.

In meinem Bauch bildet sich ein Knoten. Ich bin aufgeregt – und traurig. Es ist ein krasser Gegensatz zu dem, was ich eben noch gefühlt habe. Es war ein Zustand zwischen Hochgefühl und Hingabe, in dem Denken und Sorgen keinen Platz haben. Jetzt holt mich die Realität mit voller Wucht wieder ein.

In mir wächst ein irrsinniges Bedürfnis, mich zu erklären. Gleichzeitig weiß ich: Es gibt keine Worte, die das hier richtig einordnen können. Keine Version meiner Geschichte, die harmlos klingt. Keine Beichte, die keine Lüge wäre.

Ein Teil von mir will aufspringen, zu ihm laufen, etwas sagen. Irgendetwas.

Ein anderer Teil will liegen bleiben, so tun, als sei nichts geschehen. Gegen besseres Wissen hoffe ich, dass Thomas wieder umdreht. Dass er beschließt, uns nicht zuzusehen. Dass er nicht wissen will, was hier passiert.

Ich bin erleichtert – und noch mehr verwundert –, als der Schatten verschwindet und die Schritte sich entfernen. Kann das sein? Ist Thomas endlich zur Vernunft gekommen? Es muss so sein, wer sonst könnte uns beobachtet haben?

Dirks Räuspern lässt mich zusammenzucken.

Er klatscht mir mit der flachen Hand auf den nackten Hintern. Ein Geräusch, so scharf und durchdringend, dass es schon schmerzt.

„Steh auf“, knurrt er.

Er lässt mir weder Zeit noch eine Wahl. Positioniert mich so, dass ich vor ihm auf dem Sofa kniee. Ich komme mir vor, als sei ich für ihn nicht mehr als eine Gliederpuppe, die er zurechtbiegt. Er stellt sich direkt hinter mich und…

Diesmal kann ich den Schrei nicht unterdrücken. Er fickt mich mit einer Schnelligkeit und Radikalität, die meine Verteidigung zerschmettert. Hart, brutal, roh. Ich habe keinerlei Kontrolle mehr. Er nimmt mich auf eine Weise, die klarstellt, dass es nur noch um ihn geht. Als ob er etwas aufholen oder sich zurückholen will, nachdem ich vor ihm gekommen bin.

Er stößt zu, wieder und wieder. Versenkt sich in mir mit seiner ganzen, gewaltigen Länge. Das Aufeinanderprallen unserer nassen Leiber hallt durchs Zimmer, unterhalt von meinem haltlosen Keuchen und seinem schweren Atmen.

Zu viel, zu anstrengend. Ich bin fix und fertig. Bestürzt ertappe ich mich dabei, wie ich hoffe, dass er bald kommt und in mir abspritzt. Wie kann ich das wollen? Seit einer Woche fickt er mich ungeschützt. Ich verhüte nicht. Ich könnte schwanger werden. Vielleicht bin ich es ja schon. Ich habe keine Ahnung.

Ich hatte nicht vor, noch einmal schwanger zu werden. Das ist nicht das Leben, das ich mir wünsche. Und doch lasse ich es zu.

Es fühlt sich zu gut an, was er mit mir macht. Mein Körper giert danach, wie nach einer Droge. Tief in meinem Innern spüre ich schon den nächsten Orgasmus heranrollen.

Dirk ist schneller. Er schnaubt wie ein Hengst, rammt seinen Schwanz ein letztes Mal bis zum Anschlag in meine Möse und kommt. Ich schwöre, ich kann spüren, wie er sein Sperma direkt in meinen Muttermund spritzt.

Umstandslos zieht er sich raus. Etwas Zähes, Warmes läuft an den Innenseiten meiner Oberschenkel herab. Ich kippe zur Seite, bleibe einfach liegen, zu erschöpft, um mich zu bewegen. Halb zufrieden, halb enttäuscht, weil ich meinen Höhepunkt nicht erreicht habe.

Dirk hebt mein Nachthemd auf, macht sich damit sauber. Dann tätschelt er mir das Hinterteil.

„Auf, auf. Oder willst du, dass Sina dich morgen früh hier so findet?“

Scheißkerl.

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