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Chapter 31 by kokosmilch kokosmilch

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Teeküche

Die Teeküche war still, nur gedämpftes Lachen aus der Saunalounge drang durch die geschlossene Tür. Die Stille wirkte nach den aufwühlenden Ereignissen unnatürlich. Julia fühlte sich, als ob sie aus einem Orkan kam und nicht wusste, ob sie nun im Auge des Sturms stand oder schon alles überstanden hatte.

„Setzen Sie sich,“ sagte Mira, öffnete den Kühlschrank und zog eine Flasche Sekt hervor, auf deren Etikett der Name des Clubs in Neonfarbe schimmerte. „Hausmarke. Für die ganz besonderen Gäste.“

Julia musste lachen. „Und für völlig durchgedrehte Reporterinnen?“

„Genau für die. Ihr seid die härtesten Fälle. Ihr seid immer im Recherche-Modus, nie wirklich Spa-relaxed.“

Das Aufsteigen der Perlen im Glas wirkte fast hypnotisch. Julia beobachtete sie aufmerksam, als könne sie dadurch das Chaos in ihrem Kopf sortieren.

„Also ehrlich,“ meinte Mira, während sie sich gegen die Arbeitsplatte lehnte und an ihrem eigenen Glas nippte, „so wie Sie aussehen, war das Interview ein voller Erfolg. Warum genießen Sie das nicht einfach und entspannen sich?“

Julia hob eine Braue. „Sie haben gut reden. Ich bin in der Probezeit, meine Zukunft hängt davon ab, dass die Story gut ankommt.“

„Ich sag ja nur, Sie haben diesen Spirit. Man spürt, dass Sie was drauf haben.“

Julia lächelte matt. „Oder ich weiß, wie man den Eindruck erweckt, dass man ihn hätte.“

Mira schüttelte den Kopf. „Komm schon, du musst an dich glauben.“

Das Du kam ganz natürlich. Sie prosteten sich zu.

Der Sekt prickelte, und für einen winzigen Moment schien alles leicht. Fast, als könne Julia glauben, dass sich das Blatt gewendet hatte.

Mira kam auf sie zu. Ganz nah. „Du musst dich entspannen. Ich helfe dir dabei.“ Sie streifte ihr den Kimono von den Schultern. Die Seide raschelte zu Boden.

Julia sah sie an. Die Augen unter den langen schwarzen Wimpern blinzelten verschmitzt. Julia meinte, darin zu versinken.

Der erste Kuss schmeckte süß. Und nach Pfefferminz.

Hinter ihr vibrierte ihr Handy. Auf dem Display leuchtete eine neue Nachricht von Herrn Schmidt.

Julia ignorierte es. In diesem Augenblick gab es Wichtigeres.

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