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Chapter 2 by C_Que C_Que

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Kapitel 1: Marcus der Büroangestellte

Marcus saß wie immer an seinem Platz in der Firma. Er befand sich in einem Dead-End-Job. Es ging nicht vorwärts und nicht rückwärts. Und er seufzte.

'Immer das selbe. Aufstehen, fertig machen, zur Arbeit fahren, acht Stunden am Bildschirm sitzen und dann nach Hause...' dachte er sich und seufzte noch mal.

Er war ein ruhiger, zurückhaltender und unauffälliger Mann Mitte dreißig. Dunkelbraune Haare, die beinahe schwarz waren. Augenringe von zu wenig Schlaf und zu viel Arbeit. Er hatte ein typisches Bäuchlein, dank des Bürojobs, den er ausübte, und seiner Faulheit, die ihn abhielt, Sport zu treiben. Alles in allem in etwa der durchschnittlichste Durchschnittsmensch, den es gab.

Doch der heutige Tag fühlte sich anders an. Irgendwie fühlte er sich heute anders. Er konnte nicht sagen, woran es genau lag. Selbst seine Kollegen waren netter zu ihm.

'Lag es daran, dass er Geburtstag hatte? Vermutlich …', dachte er sich. Doch dann kam Jens, einer seiner Kollegen, auf ihn zu.

"Hey Marcus, wie wärs du hast ja heute Geburtstag. Komm, wir gehen mal alle zusammen weg. Und deine **** gehen auf uns" verkündete Jens.

Marcus sah ihn verblüfft an.

"Was? Feiern?" fragte Marcus ihn.

"Ja genau. Komm, du hast doch heute Geburtstag, und ja, wir feiern so etwas an und für sich nicht. Komm schon, wir arbeiten nun bereits so lange zusammen und du warst nie mit uns unterwegs … Komm schon" ermutigte Jens ihn.

'Kann ja nicht schaden, dem ständigen Trott von Pendeln, Arbeiten, Einkaufen, Essen und Schlafen zu entkommen' dachte Marcus sich.

"Weißt du was … ja, warum nicht … Und ihr bezahlt echt meine ****?" fragte er mit einem sanften, dennoch zurückhaltenden Lächeln.

"Ja zumindest bis Mitternacht..." entgegnete Jens "Es sei denn, du bist einer von den Kampftrinkern, dann müssen wir noch einmal nach verhandeln" fügte Jens grinsend hinzu.

Einige Stunden später waren Marcus mit Jens, Michael und Christian in diesem Klub. Dort stellte er fest, dass an diesem Abend auch nichtprofessionelle DJs ans Pult durften. Marcus dachte lange darüber nach, wie es wohl wäre, einmal an so einem Pult zu stehen. Derjenige zu sein, der die Menge zum Tanzen brachte. Aber wie immer entschied er sich dagegen. Er hatte einfach zu viel Angst davor, zu versagen, und dann auch noch vor so einer großen Gruppe an Menschen. Auch wenn er sich zu Hause gelegentlich als DJ für sich selbst versuchte und ein paar schöne Playlists hatte.

Er stand mit Jens und den anderen an der Bar. Er hörte der Gruppe zu, wie sie über die Leistung der DJ's diskutierten und philosophierten. Marcus, dem es einfach peinlich war, dass er sich nicht traute, selbst aufzulegen, und sicherstellen wollte, dass seine Kollegen nicht erfuhren, dass er es eigentlich gerne tun würde, tat so, als ob er nicht wirklich viel darüber sagen konnte, und hielt sich wie immer zurück. Immer wenn sie ihn fragend ansahen, zuckte er zunächst mit den Achseln.

"Naja der letzte DJ hat so gar nicht meinen Musikgeschmack getroffen" sagte Marcus schließlich, "aber das muss ja nicht heißen, von dem ganzen Rest verstehe ich leider nicht viel." Log er sie an.

Gegen Mitternacht bestellten seine Kollegen noch eine letzte Runde, tranken mit ihm und gingen auf die Tanzfläche um den ganzen Stress der Arbeit wegzutanzen.

Es dauerte nicht lange und er hatte seine Kollegen aus den Augen verloren, als er immer wieder zur Bühne sah, wo das DJ-Pult stand. Dann kam plötzlich jemand anderes ans Pult, Carla, wie er später erfahren würde, und er war sofort wie gefesselt und konnte seine Augen nicht von ihr nehmen.

Sie war wunderschön, in seinen Augen eine Traumfrau mit langen schwarzen Haaren und großen blauen Augen. Ihr Körperbau war zierlich, recht klein, insgesamt beinahe schon filigran. Sie trug ein silbernes, hautenges Kleid, das so gut wie gar nichts verbarg. Ihr Lächeln war ehrlich, befreit und fesselnd. Dann passierte etwas, was er für unmöglich hielt, Ihre Augen trafen seine und sie blieben dort. Ihr Kopf neigte sich sanft zur Seite. Markus konnte sehen, dass sie sich kurz auf die Unterlippe biss und mit einer Hand an einer Haarsträhne rumspielte. Sie lächelte ihn an. Dann passierte etwas, womit er nicht gerechnet hatte Sie zeigte mit dem Finger auf ihn, drehte ihre Hand um die eigene Achse, bis die Handfläche nach oben zeigte, und beugte ihren Zeigefinger, um ihn auf die Bühne zu rufen.

Marcus stand wie gebannt an der Säule und hielt sich an seinem Getränk fest, als ob es das einzige wäre, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht träumte. Er biss sich auf die Unterlippe, um wirklich sicherzugehen, dass er nicht Träumte

'Vielleicht meint sie ja jemand anderen' dachte er, da er es anzweifelte, dass eine Frau ihn so auffordern würde, und dann obendrein noch so eine Schönheit.

Doch dann zeigte sie wiederholt mit ihrer Hand auf ihn, passend zum gerade laufenden Bass der Musik. Marcus drehte sich um, sah aber keinen in der Richtung, die zur Bühne sah. Als er sich wieder zu ihr wendete, konnte er vage erkennen, dass sie lachte und mit den Augen rollte. Er zeigte auf sich und sie nickte wild, um ihn dann zu sich zu winken.

Marcus dachte nicht lange nach. Selbst er wusste, dass dies wohl eine der Gelegenheiten die fast nie vorkamen. Er nahm all seinen Mut zusammen und ging an der Tanzfläche vorbei zur Bühne.

Die Frau legte dabei weiter auf, doch ihre Augen verließen ihn die ganze Zeit über nicht. Sein Herz klopfte wie verrückt. Er konnte es über den Bass der Musik hinweg hören. Marcus befürchtete sogar, dass es jeder um ihn herum hören konnte, was absolut unmöglich war.

Endlich erreichte er sie und stand nun vor dem Pult, leicht unterhalb von ihr.

"JETZT KOMM SCHON HOCH!" schrie sie ihn an, damit er sie hören konnte.

"Du meinst also wirklich mich?" fragte er sie. Als sie ihn ansah, stellte er fest dass er geflüstert hatte.

"DU MEINST ALSO WIRKLICH MICH?" fragte er sie erneut und musste all seinen Mut aufbringen, um so laut zu sprechen. Die Frau rollte erneut mit den Augen, ging um ihr Pult herum und griff nach seinem Kragen, um ihn raufzuziehen.

"Wen denn sonst, du Schlaumeier..." sagte sie grinsend.

„Ähm … ich weiß nicht, einen von denen vielleicht" entgegnete er und zeigte vage auf die Menschenmasse unter ihnen. Sie lachte erneut. Es war ein bezauberndes Lachen.

"Ja deswegen schaue ich dich auch die ganze Zeit an..." erwiderte sie "Ich bin übrigens Carla … und du?"

"Uhm... Marcus..." antwortete er verdutzt. Sie war alles, was er nicht war. Welthoffen, mutig, ohne Scham. Er fragte sich, wie es ihr so leicht fiel, vor so vielen Menschen aufzutreten.

„Siehste, geht doch … Komm, bleib hier, schau mir zu … Ich beiß’ auch nicht … es sei denn, du bittest mich ganz lieb darum" sagte sie neckisch und zeigte dabei auf ihren Laptop.

Er sah auf Anhieb, dass die beiden einen ähnlichen Musikgeschmack hatten. Sie nutzte sogar dieselben Programme und denselben Laptop, wie er normalerweise zu Hause benutzte. Irgendwas wirkte daran verwirrend, doch er beließ es dabei.

Sie sah ihn erneut mit geneigtem Kopf an. Ihre schwarzen Haare, fielen dabei über ihre nackte Schulter und zeigten ihren eleganten Hals, der im Licht immer wieder aufflackerte.

"Du scheinst dich damit auszukennen, hast du das schon mal gemacht?" fragte sie ihn.

"Ein wenig..." sagte er, mutiger denn je, "ich … also, ich hab’ ein ähnliches Set-up zu Hause … aber ich mach’ das nur für mich … ich würde mich niemals..." begann er.

"Na dann, leg los..." forderte sie ihn auf.

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