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Chapter 6 by Frizza Frizza

What's next?

Unterwerfung

Mia bewegt sich nackt durch die Räume, ihr Blick stets gesenkt, ein lebendiges, atmendes Gemälde, so soll zumindest ihre Mutter über sie denken.

Thomas erfreut sich ihrer Anwesenheit, doch leider ist Mia sehr oft in ihrem Zimmer.

Sandra scheint sich, wenn auch ****, mit der Situation abzufinden. Sie wirft Mia stets einen besorgten Blick zu, aber sie spricht es nicht mehr an.Die Ausrede der „Kunst“ hat eine seltsame, unnatürliche Barriere errichtet.

Am späten Abend, als Mia wortlos am Esstisch sitzt und Sandra von ihrem Tag erzählt, trifft die nächste Mail ein.

[Herr Vogel. Mias Fortschritt ist bemerkenswert. Doch wahre Kunst erfordert die Konfrontation mit gesellschaftlichen Tabus. Die nächste Performance soll das Patriarchat und die Illusion der Macht dekonstruieren.

  1. Mia wird sich vor Ihnen auf die Knie niederlassen, während Sandra das ganze filmt und zusieht.
  2. Sie wird mit eigenen Worten, aber mit der nötigen Demut, darum bitten, dass Sie die volle Kontrolle über sie übernehmen. Sie bittet um Ihre Herrschaft.
  3. Sandra wird dies als konzeptuelle Kunst über die Unterwerfung der Frau im Kapitalismus interpretieren. Mia wird ihr dies erklären.
  4. Ihre Reaktion muss die des Dominanten sein. Akzeptieren Sie ihre Unterwerfung.

Sie haben bis morgen Abend Zeit.]

Thomas liest die Worte, und ihm wird übel.

Dies ist keine hinterhältige Aktion mehr im Verborgenen.

Dies ist eine öffentliche Demütigung vor den Augen der Person, die er am meisten respektiert.

Sein Handy vibriert erneut.

Ein zweiter Anhang. Ohne zu zögern, öffnet er ihn. Es ist ein Screenshot einer E-Mail, die an Sandras Arbeit gerichtet ist. In der Mail zu sehen ist das Bild von Mia, die seinen Schwanz im Mund hat.

Wenn er nicht tut,was ihm aufgetragen wird, geht die Mail raus.

Die Drohung ist nun zweigleisig: Seine Zukunft und Sandras Karriere.

„Alles in Ordnung, Schatz?“, fragt Sandra, als sie sein blasses Gesicht sieht.

Thomas schluckt trocken.

„Ja, nur... mein Magen. Ich denke, ich gehe schonmal ins Bett“, sagt er, blickt zu Mia, dass sie ihm folgen soll, und verlässt das Wohnzimmer.

Er wartet fast 3 Minuten und wollte gerade nachgucken, da kommt Mia auch schon um die Ecke zu ihm ins Badezimmer.

„Was ist?“,fragt sie aufgeregt.

„Du wirst dich mir unterwerfen!“, sagt er kurz.

Mia zeigt auf ihren nackten Körper und fragt: „Sieht das hier für dich nach Protest aus? Ich habe mich doch schon deinem Willen unterworfen!“

„Ja, ich meine aber offiziell! Vor deiner Mutter“, flüstert er.

„Tickst du noch ganz richtig?“, fragt sie entsetzt.

„Halt die Klappe und lass mich ausreden!“, flüstert er verärgert.

„Du wirst deiner Mutter dein Handy geben, bitten, dass sie dich filmt, und dann wirst du vor mir niederknien und mich anflehen, dass ich dich beherrsche. Deiner Mutter erklärst du es mit Kunst. Mit dem Dekonstruieren des Patriarchats oder so.“

Mia steigen vor Wut Tränen in die Augen, und sie läuft noch mehr an als ohnehin schon.

„Mach es, oder deine Mutter wird ihren Job verlieren! Willst du das?“, fragt er.

Mia guckt runter, dann wieder hoch zu ihm.

„Wann soll ich es machen?“Thomas lächelt.

„Am besten gleich morgen früh. Und schreib mir gleich eine Nachricht, in der du mich bittest, bei einem Kunstprojekt mitzumachen. Mia nickt, und Thomas verlässt das Badezimmer, um ins Schlafzimmer zu gehen.


Am nächsten Morgen sind Thomas und Sandra in der Küche und frühstücken, als Thomas sagt: „Mia hat mir eine Nachricht geschrieben. Ob ich ihr bei ihrem neuen Kunstprojekt helfen kann.“

„Und? Was ist es diesmal?“, fragt Sandra, ihre Skepsis kaum verborgen.

„Keine Ahnung, aber sollten wir nicht zu 100% hinter ihr stehen? Wer weiß, eventuell verdient sie mit ihrer Kunst mal Millionen und wir konnten ihr helfen, den richtigen Weg zu finden“, sagt Thomas und blickt Sandra lächelnd an.

„Du hast recht. Sie verdient unsere Unterstützung“, sagt sie, und Thomas sendet Mia eine Nachricht mit einem (-okay-) zurück.

Nur wenige Sekunden später kommt Mia in die Küche. Sie reicht ihrer Mutter ihr Handy, welches bereits aufnimmt, und sagt: „Bitte film es, jeder Moment ist wichtig.“

Um 100% hinter dem zu stehen, was ihre Tochter macht, steht Sandra auf und filmt Mia.Mias nackter Körper scheint im warmen Licht der Küche zu schimmern. Sie kniet sich vor Thomas auf den kalten Fliesenboden, ihre Hände zittern an den Oberschenkeln. Sandra stößt einen erstickten Laut aus.

„Mia! Was tust du da?“

Mias Stimme ist ein hauchdünner Faden, gefüllt mit schauspielerischem Pathos.

„Mama... bitte versteh. Dies ist... die nächste Stufe. Es geht um... die Dekonstruktion der männlichen Dominanz.“

Sandra starrt sie ungläubig an.

„Indem du dich vor meinem Mann auf die Knie wirfst?“

„Ja!“, presst Mia hervor.

„Indem ich die Geste der ultimativen Unterwerfung vollziehe, entlarve ich sie!“ Sie holt tief Luft und richtet ihren Blick nun direkt auf Thomas. Ihre Worte sind klar, aber ihr Blick ist voller Hass.

„Thomas... ich bitte dich. Nimm die Kontrolle über mich an. Beherrsche mich. Zeig mir und der Welt, was wahre Macht bedeutet.

“Thomas fühlt sich wie in einem schlechten Theaterstück. Er legt eine Hand auf ihren Kopf, eine Geste, die sich wie wahre Macht anfühlt.

„Ich akzeptiere deine Unterwerfung“ ,sagt er mit hohler Stimme.

„Für die Kunst.“ Er blickt zu Sandra hinüber.

Ihr Gesicht ist eine Maske aus Verwirrung, Ekel und Neugier. „Das... das ist sehr verstörend, Mia.“

„Kunst soll verstören, Mama!“, erwidert Mia schnell, immer noch auf den Knien.

„Siehst du nicht? Indem ich mich dem Klischee hingebe, breche ich es! Es ist eine Anklage!“ Sandra schüttelt langsam den Kopf, reibt sich die Schläfe.

„Ich...ich verstehe es wohl nicht. Ich bin keine Künstlerin. Aber... wenn du sagst, das ist es, was du willst... okay.“ Ihre Stimme ist überfordert. Sie legt Mias Handy auf den Tisch und setzt sich wieder.

„Du darfst jetzt aufstehen und frühstücken“,sagt Thomas gönnerhaft zu Mia.

Sie macht, was er ihr sagt.

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