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Chapter 2
by
Frizza
What's next?
Mia
Thomas sitzt auf der Arbeit in seinem Büro, als sein Handy eine Benachrichtigung, ein leises Pling, von sich gibt. Er lächelt, vermutlich schreibt ihm seine Frau, Sandra. Wahrscheinlich schickt sie ihm den Einkaufszettel für das Abendessen oder fragt, ob er pünktlich aus dem Büro kommen wird. Dies ist ein tägliches Ritual geworden. Eine alltägliche Zuneigung. Das ist ein Teil des Glücks, den er zu schätzen weiß.
Doch es ist keine Nachricht von Sandra. Es ist eine E-Mail.Eine Mail mit der kryptischen Adresse: [email protected].
Der Betreff: Ihre Aufmerksamkeit ist erforderlich.
Neugierig, aber noch arglos, klickt er die Mail an.
[Sehr geehrter Herr Vogel,es tut mir leid, Ihnen unter so unangenehmen Umständen schreiben zu müssen. Ich bin im Besitz eines Videos, das, sollte es an die Öffentlichkeit gelangen, Ihre berufliche Reputation und Ihre Ehe unwiderruflich zerstören wird.] [+Öffnen Sie den Anhang.+]
Ein eisiger Schauer läuft Thomas den Rücken hinunter.
Das ist ein Scherz.
Ein böser, geschmackloser Scherz. Seine Finger fühlen sich plötzlich schwer an, als er auf die Datei klickt.
Es ist ein kurzer Clip, offensichtlich mit einem Telefon aus der Hand gefilmt. Die Szene ist die Firmenfeier vor drei Wochen. Er sieht sich selbst, wie er der jungen, stockbetrunkenen Praktikantin Lisa in ihren Mantel hilft. Aus diesem speziellen Winkel, mit einem geschickten Schnitt im richtigen Moment, sieht es nicht nach Hilfsbereitschaft aus. Es sieht aus, als würde er sie an sich drücken, seine Hände greifen nicht nach den Ärmeln, sondern gleiten über ihren Körper. Sein Gesicht, verzerrt durch den Winkel, wirkt nicht besorgt, sondern gierig.
Das ist nicht, was passiert ist!, schreit es in seinem Kopf. Er hat sie nur ins Taxi gebracht, sonst nichts! Aber wer wird das glauben, gegen dieses Video?
Eine neue Mail taucht sofort auf.
[Überzeugend, nicht wahr? Stellen Sie sich vor, wie Ihr Chef das findet. Oder, noch schlimmer, stellen Sie sich den Blick Ihrer Frau Sandra darauf vor.]
Thomas tippt mit zitternden Fingern eine Antwort: [Was soll das? Das Video ist aus dem Zusammenhang gerissen! Das ist eine Lüge!]
Die Antwort lässt nicht auf sich warten.
[Die Wahrheit ist, was die Menschen sehen. Und sie werden dies sehen, Ihre Frau und Ihre Geschäftsleitung.]
Panik steigt in ihm auf, **** und eisig. Er sieht Sandras enttäuschten Blick vor sich, den er nur einmal gesehen hat, als er ihren Jahrestag vergessen hatte. Dies wäre tausendmal schlimmer. Seine Karriere, sein Lebenswerk, seine Ehe! Alles stünde auf dem Spiel. Er gibt nach.
[Wie viel wollen Sie?] tippt er ängstlich.
[Es geht mir nicht um Geld. Es geht um Ihre Stieftochter, Mia! Ich will, dass Sie sie erpressen. Sie darf nichts von all dem hier wissen. Ihre erste Aufgabe: Ich möchte ein Bild der nackt vor Ihnen knieenden Mia haben. Sie haben 2 Tage, dann melde ich mich wieder.]
Thomas ist schockiert. Wie soll er das anstellen? Genau diese Frage stellt er dem Erpresser.
[Was? Nein! Das ist pervers! Außerdem habe ich nichts gegen sie in der Hand!]
Schreibt er also und die Antwort kommt so schnell, als ob sie bereits vorbereitet war.
[Mia hat ein Geheimnis, von dem Ihre Frau und auch sonst niemand wissen darf. Sie hat ihr Empfehlungsschreiben für ihr Kunststudium gefälscht. Die Unterschrift des renommierten Künstlers Professor Feldmann ist eine Fälschung. Ich habe den originalen, abgelehnten Entwurf des Schreibens sowie den endgültigen, gefälschten Scan hier und sende Ihnen ihn. Würde es rauskommen, würde Mia sofort von der Akademie fliegen.Wenn ich mich melde und kein Bild bekomme, geht das Video raus!]
[+Öffnen Sie den Anhang.+]
Thomas fühlt sich, als würde der Boden unter ihm wegbrechen. Mia? Das schüchterne, talentierte Mädchen? Eine Fälschung? Und er soll sie...? Es ist unvorstellbar, widerwärtig. Doch das Video, das an Sandra gehen soll, ist stärker als seine Moral.
Vor allem,als er die gefälschten Dokumente sieht.
Die nächsten vierundzwanzig Stunden sind die längsten seines Lebens. Jedes Lachen von Sandra ist ein Messerstich. Jeder vertrauensvolle Blick von Mia lässt ihn sich zutiefst schämen. Er beobachtet sie, wie sie an ihren Skizzen arbeitet, voller Hingabe für eine Karriere, die auf einer Lüge aufbaut.Die Gelegenheit ergibt sich, als Sandra am späten Nachmittag einen Yogakurs hat.Mia ist in ihrem Zimmer.Sein Herz schlägt wie wild, als er den Flur hinuntergeht. In seiner Hand hält er sein Handy bereit. Er klopft leise.„Ja?“,kommt ihre Stimme.
„Mia? Ich bin's, Thomas. Kann ich reinkommen?“
„Klar“, antwortet sie freundlich, wie sie immer ist. Er öffnet die Tür und tritt ein. Die gerade mal 1,62 m kleine, langhaarige, dünne Blondine sitzt auf ihrem Bett, umgeben von Skizzen.
„Ist alles in Ordnung?“, fragt sie mit besorgter Stimme.
Thomas schließt die Tür und lehnt sich dagegen.
Er fühlt sich elend.
„Wir müssen über deine Bewerbung an der Kunstakademie sprechen. Über das Empfehlungsschreiben von Professor Feldmann.“
Mias Gesicht erstarrt. Die Farbe weicht aus ihren Wangen, bis sie leichenblass ist. „Was... was soll damit sein?“
„Du weißt genau,was“, sagt er mit fester Stimme. „Die Unterschrift ist eine Fälschung. Du hast sie kopiert. Ich habe die Beweise.“
Ihre großen hellblauen Augen weiten sich vor ungläubigem Schrecken. Tränen schießen ihr sofort in die Augen.
„Das... das ist nicht wahr!“
„Doch“, unterbricht er sie eiskalt.
„Und wenn das jemand erfährt, ist nicht nur dein Studium vorbei, du wirst auch keinen neuen Platz mehr bekommen mit diesem Ruf.“
Die Worte treffen sie wie Schläge.
Sie beginnt heftig zu zittern.
„Bitte, Thomas... bitte. Ich konnte einfach nicht... ich war so ****... Mama hat so viel von mir erwartet...“
„Ja, deine Mutter wird auch sehr enttäuscht sein, gut möglich, dass sie dich aus dem Haus wirft, du bist mit 19 Jahren schließlich alt genug, um allein zu wohnen.“
„Bitte Thomas!“, fleht sie, und ihr zierlicher Körper zittert.
„Ich werde es niemandem sagen“, sagt er. „Unter einer Bedingung.“
Sie starrt ihn an, als sähe sie ein Monster.
„Was für eine Bedingung?“, flüstert sie, ihre Stimme bricht.
„Du tust, was ich dir sage. Beginne damit, dass du dich jetzt vor mir ausziehst.“
Mit einem Ausdruck von blankem Entsetzen in der Stimme schreit sie: „Nein! Du bist krank! Verschwinde!“
„Gut“, sagt Thomas und tut so, als würde er sich umdrehen.
„Dann rufe ich jetzt als Erstes deine Mutter an und zeige ihr die Beweise.“
„Warte!“, der Schrei ist voller Angst in der Stimme.
Sie zittert am ganzen Leib.
„Ich...ich tu's.“
Thomas dreht sich wieder zurück und sagt leise:„Gut,aber komplett.
“Mia nickt, ihre Hände zittern so sehr, dass sie kaum die Knöpfe ihres Hemdes öffnen kann. Schließlich steht sie nackt vor ihm, ihr zierlicher Körper zitternd vor Scham.
„Dreh dich einmal“, fordert Thomas streng.
Sie gehorcht wortlos.
Sein Blick gleitet über ihren nackten Körper, bleibt sekundenlang an ihren großen Brüsten hängen, wandert weiter zu ihrer schmalen Taille. „Jetzt komm zu mir“, befiehlt er.
Langsam, als bewege sie sich in Zeitlupe, kommt sie zu ihm. Ihre Wangen sind rot vor Scham.
Ihr Blick ist auf ihn gerichtet, voller Tränen und Hasses, der ihn zu verbrennen droht.„Und jetzt“, flüstert er, die Worte des Erpressers, „kniest du dich vor mich hin.“
Wütend blickt sie ihm in die Augen, dann sinkt sie auf die Knie.
Sie lässt den Kopf hängen, ihr langes Haar fällt herab und verbirgt ihr Gesicht.Thomas hebt das Handy.
Sein Finger zittert so sehr, dass er mehrmals danebentippt. Das Klick der Handykamera hallt in dem stillen Raum wie ein Pistolenschuss wider.
Mia hebt geschockt den Kopf und fragt
„Ist das dein Ernst?“Auch davon hat Thomas ein Bild gemacht. Er gibt ihr keine Antwort.
Er hat das Bild.
Er hat die Grenze überschritten, von der es kein Zurück mehr gibt. Ohne ein weiteres Wort verlässt er das Zimmer und lässt Mia am Boden zurück
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Hier ist der echte offizielle CHYOA Geschichtenwettbewerb 2025 erstmals für deutsch schreibende Autoren
Updated on Dec 2, 2025
by Papas_Liebling
Created on Aug 30, 2025
by Papas_Liebling
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