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Chapter 6 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Unerwartetes Zusammentreffen in der Kneipe

Lena hatte nicht erwartet, in dieser Kneipe auf ihren Stiefvater zu treffen. Sie hatte sich hier mit einer Freundin treffen wollen, der aber kurzfristig was dazwischengekommen war, aber da sie schon mal in der Nähe war, wollte sie wenigstens hier ein Glas **** und nachdenken, was sie mit dem restlichen Abend anfangen sollte, ehe sie sich dann doch auf den Heimweg machte. Sie wusste, dass ihr Stiefvater Frank heute eingeladen war, die Beförderung eines Kollegen zu feiern. Dass das in diesem Lokal war, überraschte sie allerdings. Offensichtlich war die Runde bereits dabei, sich aufzulösen. Er stellte Lena drei Kollegen vor und kassierte von allen drei Lob, was für eine hübsche Stieftochter er habe. Dies machte Lena verlegen, und als nun Frank sie zu was einlud, wollte sie tough wirken und ihn beeindrucken – und so wählte sie Wodka, obwohl sie eigentlich nicht so auf harte Spirituosen stand. Als das Glas leer war, bestellte Frank ein weiteres, obwohl sich ihr bereits der Kopf drehte. Sie erhob Einspruch, aber so lahm, dass es kein Wunder war, dass er ihren Einwand ignorierte oder nicht für voll nahm. Sie waren jetzt nur noch zu zweit am Tisch, seine Kollegen waren inzwischen aufgebrochen. Kurz darauf stand das zweite Glas auf dem Tisch.

Und sie war ****. Es ging so schnell. In einem Moment erzählte sie ihm eine lustige Geschichte, die sie für brüllend komisch hielt, im nächsten schon saß sie vor dem Lokal neben ihm in seinem Wagen auf dem Beifahrersitz und verspürte eine unbändige Lust, ihm, dem frisch angetrauten Ehemann ihrer Mutter, die Klamotten vom Leib zu reißen. „Immer mit der Ruhe, süße Lena, wir haben noch die ganze Nacht vor uns“, hauchte er ihr ins Ohr. Das Warnsignal registrierte sie zwar, ignorierte es aber und ließ ihn sie beide zur Stadtwohnung fahren, wo sie bis vor Kurzem nur mit ihrer Mutter gelebt hatte.

Es war niemand dort, als sie sie betraten, und ein dezenter Anhänger, den Frank außen am Türknopf hinhing, signalisierte jedem, der hineinwollte, dass mindestens ein Bett belegt sein würde. Sie war immerhin noch so klar, dass ihr bewusst war, dass Frank nicht mal halb so **** wie sie selbst war, also genau wusste, was er jetzt mit seiner Stieftochter machen würde und es trotz allem tun würde, denn schließlich war er mit ihrer Mutter verheiratet und regelmäßig mit der intim. Aber hiermit endete Lenas Gedankengang; weiterzuführen vermochte sie ihn nicht.

Sie unterhielt sich mit Frank, irgendwas Belangloses, was nicht in ihrem Gedächtnis haften blieb. Er bugsierte sie in das frühere Schlafzimmer ihrer Mutter, wo das große Doppelbett stand. Von dem Sabrina ihr immer erzählt hatte, sie brauche es, um darin „anständig Liebe machen“ zu können. Und sie hatte versprochen, dass Lena auch so eins bekommen solle, sobald sie alt genug sei, selbst Liebe zu machen. Und das war ja nun der Fall. Lena war volljährig und auch keine Jungfrau mehr; ihr Stiefbruder Jan hatte ihr Döschen knacken dürfen. Erst kürzlich war das gewesen, und seitdem hatte sie auch ein paarmal mit ihm geschlafen. Bislang mit keinem anderen. Und es war jedes Mal herrlich. Und bislang heimlich. Aber trotzdem Zeit, ihre Mutter an das Bett-Versprechen zu erinnern. Und sich als Frau zu outen, die nun auch Geschlechtsverkehr praktizierte.

Frank setzte sich ans Fußende des Bettes, sagte zu ihr: „Du solltest mehr ****. Dann bist du nicht so zugeknöpft.“

„Ich bin nicht zugeknöpft!“, widersprach Lena empört.

„Schon gut, schon gut, dann bist du eben sehr viel lockerer“, beschwichtigte er achselzuckend.

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