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Chapter 15 by Reyhani Reyhani

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Freundschaftsdienst

Ich nehme die Gerte. Das war die richtige Wahl, denn mit Madeleine gehen vor Freude die Honigkuchenpferde durch. Rasch zieht sie ihr T-Shirt über den Kopf und hält die Arme hoch an die Holme des Kreuzes. Dabei sieht sie mich aus großen Augen mit gespielter Demut an.

Beim Festbinden ihrer Hände stelle ich mich ziemlich ungeschickt an. Da verzichte ich lieber gleich auf die Füße. Auch die Augenbinde lasse ich weg. Ich habe das Gefühl, ich muss Madeleine in die Augen sehen. Wie soll ich sonst wissen, ob das, was ich tue, o.k. ist?!

War das falsch gedacht? Dieser Nun-fang-schon-endlich-an-Blick setzt mich ganz schön unter Druck. Wie soll ich mich auf ihre kleinen, festen Brüste konzentrieren, wenn ich dauernd von ihren strahlenden Augen abgelenkt werde?! Madeleine versteht mein Dilemma und schließt sie. Jetzt kann ich endlich zu Werke gehen.

Ich bin ein totaler Anfänger, das wird mir sofort klar. Einer Hexe hätte ich so niemals ein Geständnis entlockt. Hoffentlich ist Madeleine nicht enttäuscht. Ich wiederhole, was sie mir vorgemacht hat. Nur vorsichtiger. Zu vorsichtig.

Auch mit den verbalen Schweinereien halte ich mich zurück. Ich hätte Madeleine gern erzählt, wie verboten sich das angefühlt hat, mit den Nippeln meiner Musterschülerin zu spielen. Dass sie überhaupt so etwas besitzt, war mir vorher unbekannt gewesen. Geschweige denn, dass sie so bereitwillig die „frivole Überraschung“ für den ganzen Weißen Salon macht.

Aber erstens ist es mir peinlich: Das ist nicht mit meinem Lehrerbild vereinbar, obwohl Johanna vielleicht extra geschmeichelt wäre. Und zweitens war das ja Coco. Darf es mir deshalb weniger peinlich sein? War es o.k. die Aushilfe so zu benutzen? Offenbar kann Madeleine das gut mit ihrem Selbstbild als Chefin vereinbaren. Gilt für mich dasselbe? Ich muss noch mal drüber nachdenken.

„Ist das gut so?“, frage ich, um irgendwas zu sagen, während ich sanft Madeleines Brust massiere.

„Wenn du nicht gleich richtig loslegst, verdonnere ich dich wie Coco zum Anfängerkurs morgen.“

Vor Schreck fällt mir die Reitgerte aus der Hand. Ich bücke mich reflexartig, um sie aufzuheben, stoße mit meinem Kopf an Madeleines Hüfte, fasse nach ihr, um mich zu stabilisieren. Da meldet sich meine Bandscheibe schüchtern zu Wort: Eine solche gebückte, verdrehte Haltung könne doch unmöglich gut für die Rückengesundheit sein. Ein berechtigter Einwand. Also setze ich ein Knie auf den Boden und atme tief aus.

„Na endlich“, brummt Madeleine zufrieden und schiebt ihr Becken vor, so dass sich meine Nase direkt in ihren Venushügel bohrt.

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mich sowieso nie getraut, sie da unten mit der Reitgerte zu traktieren. Also tue ich mein Möglichstes mit meinen Lippen und der Zunge. Es ist ein bisschen ekelig, an ihrer Leggins zu lecken. Deshalb puste ich in den Stoff. Ich kann ganz deutlich ihre Schamlippen und die Spalte dazwischen spüren. Unterwäsche scheint sie keine zu tragen.

Schon nach kurzer Zeit bildet sich ein feuchter Fleck unten in ihrem Schritt. Der Duft ist betörend. Sie presst die Beine zusammen und reibt ihre Schenkel aneinander. Ich nehme eine Hand zur Hilfe und drücke mit dem Daumen in ihre Mitte. Sie zuckt mit dem Becken hin und her, erschaudert und hängt danach buchstäblich in den Seilen. Als ich sie losmache, sinkt sie mir in die Arme.

„Danke, das war … ein origineller Ansatz.“

„Ich hoffe, ich hab mich nicht zu blöd angestellt. Du warst ja nicht zu stoppen.“

„Uh ja, das war selbst für meine Verhältnisse schnell. Aber ich hab es irgendwie gebraucht. Ich war so aufgegeilt von vorher, von meinem eigenen dirty talk.“

Madeleine fängt an zu lachen und ich kann nicht anders, als einzustimmen. Dann fährt sie in ernsterem Ton fort:

„Jetzt machen wir erst mal Schluss für heute. Ich brauche dringend eine Dusche nach der ganzen Putzerei und … Ich hoffe, ich habe dich nicht mit meiner Art von Freundschaft überfordert. Morgen ist Coco-Tag. Danach melde ich mich mit einem update.“

Madeleine bringt mich zur Tür. Sie hat sich nicht die Mühe gemacht, ihr T-Shirt wieder anzuziehen. Völlig natürlich spaziert sie fast nackt durch ihren Laden. Sie ist hier zuhause und sie kann es sich leisten: Für ihr Alter sieht sie fantastisch aus. Überhaupt ist sie in ihrer ganzen Art anbetungswürdig.

Als ich vor meinem Auto stehe, ist mir immer noch ganz schwindelig. Von Madeleine und den Erlebnissen? Oder ist es doch der viele Prosecco? Vielleicht ist es besser, ich lasse das Auto stehen und hole es morgen ab. Im Bus werde ich etwas klarer. Ich merke, wie aufgedreht und unbefriedigt ich bin. Aber ich bin einigermaßen beruhigt. Wir ... also Johanna ist bei Madeleine in guten Händen.

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