Wie reagieren die anderen

Richard ist Wandern in den Highlands als die Nachricht eintrifft

Chapter 10 by Scharmrot1 Scharmrot1

Der erste blasse Schimmer des schottischen Morgens sickerte durch das dünne Gewebe des Zeltes. Draußen war die Luft kalt und roch nach feuchter Erde und Heidekraut, aber im Inneren, eingekuschelt in die Daunenschlafsäcke, herrschte eine wohlige Wärme. Richard war der Erste, der erwachte. Sein Blick fiel sofort auf Jill, die neben ihm lag.

Ihr langes, blondes Haar war ein wildes Durcheinander auf dem kleinen Kissen, ein goldener Kontrast zum dunklen Grün des Schlafsacks. Sie schlief auf der Seite, ihm zugewandt, die Lippen leicht geöffnet. Selbst im Schlaf strahlte ihr Körper eine beeindruckende Präsenz aus. Sie war groß, ihre Gliedmaßen lang und schlank, die Muskeln einer Frau, die einst Yoga und Pilates zu ihrem Ausgleich gemacht hatte, zeichneten sich unter ihrer Haut ab. Richard dachte an den Vorabend, an das Gefühl ihres Körpers unter ihm, an die Art, wie ihre perfekt geformten Silikonbrüste bei jeder Bewegung wippten. Sie waren ein Kunstwerk, genau wie der Rest von ihr – ein Kunstwerk, das er sich gekauft hatte.

Ein Gedanke an die Rangliste schoss ihm durch den Kopf. Manuel führte. Manuel, dieser arrogante Pfau, sonnte sich in seinem Erfolg. Richard spürte einen Stich des Ehrgeizes, der sich schnell mit aufkeimender Lust vermischte. Er konnte es sich nicht leisten, auch nur eine einzige Gelegenheit zu verpassen. Jills fruchtbare Tage waren jetzt, und er würde sie nutzen. Jede einzelne Stunde davon.

Leise, um Rachel im anderen Teil des Zeltes nicht zu wecken, öffnete er seinen Schlafsack und glitt zu Jill hinüber. Die Kälte auf seiner nackten Haut war ein kurzer Schock, der seine Sinne schärfte. Er zog die Decke ihres Schlafsacks vorsichtig zurück. Sie trug nur ein knappes Höschen, ein winziges Stück schwarzer Spitze, das kaum etwas verbarg. Ihre Haut war makellos, ihre Taille schmal, die Hüften sanft geschwungen. Er legte eine Hand auf ihren flachen Bauch, spürte die Wärme, die von ihr ausging.

„Jill“, flüsterte er, seine Lippen an ihrem Ohr. „Wach auf.“

Sie murmelte etwas Unverständliches im Schlaf, eine französische Silbe, und drehte sich leicht. Ihre Bewegung brachte ihre Brust näher an sein Gesicht. Er beugte sich vor und nahm eine ihrer Brustwarzen sanft zwischen die Lippen, saugte leicht daran.

Das weckte sie endgültig. Ihre Augen flatterten auf. Ein Moment der Orientierungslosigkeit, dann erkannte sie ihn. Ein müdes Lächeln umspielte ihre Lippen. „Schon wieder?“, hauchte sie, ihre Stimme rau vom Schlaf.

„Wir müssen sichergehen“, antwortete Richard, seine Stimme tief und bestimmt. Er küsste ihren Hals, fuhr mit seiner Hand tiefer, über den Bund ihres Slips, seine Finger strichen über die feine Rasur ihrer Bikinizone. „Ich will, dass du mein Kind in dir trägst. Ich will gewinnen.“

Diese brutale Ehrlichkeit schien etwas in Jill auszulösen. Es war die kalte Bestätigung ihrer Realität. Sie war keine gefeierte Unternehmerin mehr, kein Wunderkind der Tech-Szene. Sie war eine Ware. Eine Gebärmutter zu vermieten. Und während ein Teil von ihr bei diesem Gedanken sterben wollte, fragte sich ein anderer, zynischer Teil, ob sie als Mutter genauso versagen würde wie als Geschäftsfrau. Würde sie auch ein Kind in den Ruin treiben? Der Gedanke war so schrecklich, dass sie ihn verdrängte und sich auf das Einzige konzentrierte, was jetzt zählte: das Gefühl.

Sie schob ihr Höschen selbst zur Seite und spreizte leicht die Beine, eine unmissverständliche Einladung. Richard brauchte keine weitere. Er positionierte sich zwischen ihren Schenkeln, sein bereits harter Schwanz rieb an ihrem Eingang. Er blickte auf sie herab, auf ihr Gesicht, das im Halbdunkel eine Mischung aus Ergebenheit und Lust zeigte. Er liebte diesen Anblick. Die Kontrolle.

Langsam drang er in sie ein. Jill keuchte auf, krallte ihre Finger in seinen Schlafsack. Sie war eng, heiß, und das Gefühl, sie am frühen Morgen zu füllen, war berauschend. Er bewegte sich zunächst langsam, gab ihr Zeit, sich an seine Fülle zu gewöhnen. Jeder seiner Stöße war überlegt, tief und zielgerichtet. Es war kein romantischer Akt, es war ein Akt der Zeugung, roh und animalisch.

„Oh ja…“, stöhnte Jill, als er einen besonders empfindsamen Punkt traf. Sie schlang ihre langen Beine um seine Hüften, zog ihn noch tiefer in sich hinein. Die Fassade der reinen Geschäftsbeziehung bröckelte mit jedem Stoß. Ihr Körper verriet sie, verlangte nach mehr. Sie war eine Frau, die Sex liebte, und Richard war verdammt gut darin. Sie hasste ihre Abhängigkeit, aber sie liebte das Gefühl. Das Gefühl, begehrt zu werden, gefüllt zu werden, für einen Moment alles andere zu vergessen.

Richard beschleunigte den Rhythmus. Das Zelt war erfüllt von ihren feuchten, schmatzenden Geräuschen und ihrem schweren Atmen. Er packte ihre Hüften, hielt sie fest und stieß unerbittlich in sie. Er sah, wie sich ihr Gesicht verzog, wie ihre Augen sich verdrehten, als der Orgasmus sie überrollte. Ihr Körper zuckte um ihn herum, ihre inneren Muskeln pulsierten und massierten ihn.

Er ließ kurz von ihr ab, legte sich auf den Rücken. Sein steifer Pimmel ragte wie ein Mast in das Zelt. „Jetzt du“, befahl er heiser. Sie gehorchte, setzte sich rittlings auf ihn. Zunächst überließ er ihr das Tempo, doch als die Befriedigung ihn überkam, übernahm er wieder die Kontrolle, stieß von unten kraftvoll nach oben. Diese herrlichen Brüste, bestimmt nicht echt, wippten vor seinem Gesicht. Die wären sicher auch was für Jack, schoss es ihm durch den Kopf. Aber das hier ist mein Stich.

Dieses Gefühl war der letzte Anstoß, den er brauchte. Mit einem tiefen, gutturalen Stöhnen kam er. Er ergoss sich tief in sie, eine heiße, pulsierende Welle nach der anderen. Er blieb in ihr, bis der letzte Tropfen seines Samens in ihr war, und flüsterte heiser in ihr Ohr: „Das ist es. Jetzt bist du schwanger. Mein.“

Er zog sich langsam zurück und legte sich neben sie. Für einen Moment lagen sie einfach nur da, ihre Atemzüge wurden langsamer. Jill schloss die Augen. Die Realität sickerte langsam wieder in ihr Bewusstsein. Sie war ein Gefäß. Ein teuer bezahltes Gefäß für den Ehrgeiz eines reichen Mannes. Aber verdammt, für einen kurzen Moment hatte es sich einfach nur gut angefühlt.

Auf der anderen Seite der dünnen Zeltwand hatte Rachel sich bereits aus ihrem Schlafsack geschält. Sie hatte die gedämpften Geräusche gehört, das rhythmische Stöhnen, und tat so, als würde sie schlafen. Mit geübten, leisen Bewegungen zog sie sich ihre Funktionsunterwäsche und die Wanderhose an. Während sie sich bückte, um ihre Socken anzuziehen, spürte sie ein vertrautes Ziehen im Unterleib. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen. Fünfte Woche, dachte sie. Sie war der Beweis, dass Richards Methode funktionierte. Ihre eigene Schwangerschaft war der Grundstein für ihre neue, lukrative Position als seine Koordinatorin.

Sie öffnete den Reißverschluss des Zeltes so leise wie möglich und schlüpfte in die kühle Morgenluft. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee begann, die Luft zu durchdringen, als sie den kleinen Gaskocher zum Laufen brachte. Während das Wasser erhitzte, ging sie ein paar Schritte vom Lager weg, den Hügel hinauf, wo sie wusste, dass der Handyempfang manchmal durchkam. Sie wollte die Wettervorhersage für die heutige Etappe prüfen.

Als sie ihr Handy aus der Tasche zog, leuchtete der Bildschirm auf. Ein Balken. Zwei Balken. Und dann ein leises Summen. Eine neue Nachricht im Gruppenchat der Herausforderung. Sie kam nicht von Jerome selbst, sondern von Yvet, seiner neuen, effizienten Buchhalterin. Ein Update zur Rangliste.

Rachel öffnete die Nachricht, ihre Augen überflogen die Zahlen der Rangliste.

Ein wissendes Lächeln breitete sich auf Rachels Gesicht aus. Manuel lag immer noch vorn, aber Richard holte auf. Die Zahl der "überredeten Kandidatinnen" war nur Angeberei. Was zählte, waren die bestätigten Schwangerschaften. Und mit Jill als nächster Kandidatin und den beiden Frauen, die sie für nächste Woche in ihrem Cottage arrangiert hatte, würden sie Manuel bald einholen.

Sie war nicht länger nur eine Zahnärztin aus Schottland. Sie war eine Spielerin in einem perversen, aber hochdotierten Spiel. Und sie war fest entschlossen, auf der Gewinnerseite zu stehen. Sie nippte an ihrem heißen Kaffee und blickte über die nebligen Highlands. Richard war bei der Arbeit. Gut so. Ihr eigener Erfolg hing von seinem ab.

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