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Chapter 9 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Die Leerstelle

Ich wachte auf. Wohlig entspannt und gleichzeitig ein Prickeln im Bauch. Ein gutes Gefühl.

Der erste Griff zum Handy. Eine Nachricht. Aufgeregt wischte ich über den Bildschirm. Oh. Nicht von ihm. Von Bille: Na? Hat er? Habt ihr?

Was sollte ich da antworten? "Ja, schon, aber nicht so wie du denkst." Wie lahm klang das denn?

Stattdessen öffnete ich den Chat mit ihm. Las seine letzte Nachricht nochmal. Ich will dich!

Ich atmete scharf aus. Boah. Heiß. Wäre er jetzt hier, läge neben mir im Bett. Ich wüsste, was ich dann täte.

War er aber nicht. Ich tippte: Gut geschlafen? Und ein Kussmund-Smiley.

Keine Antwort. Ich wartete. Noch immer keine Antwort. Vermutlich schlief er noch.

Ich ging duschen. Zog mir danach das Abendkleid wieder an. Ich hatte ja sonst nichts. Aber das bedauerte ich nicht. Es war einfach so traumhaft schön. Die anderen Hotelgäste würden sicher glotzen, wenn ich so zum Frühstücksbuffet schwebte. Sollten sie doch.

Handy? Noch immer keine Antwort. Du Schlafmütze!

Ich ging raus auf den Flur, ein Zimmer weiter, um zu klopfen. Vielleicht weckte ich ihn damit auf, holte ihn aus dem Bett, er öffnete, nur mit einem Handtuch um die Hüften. Hmm! Kaum berührte ich die Tür, schwang sie auf.

Das Zimmermädchen sah vom Bett machen auf, lächelte höflich. "Guten Morgen", mit Akzent.

Er war weg.

Kein Zettel. Keine Nachricht. Kein „Guten Morgen“ oder "Sorry, dringender Termin, aber wir sehen uns später."

Nur eine Botschaft an der Rezeption: „Für Fräulein Cloe ist ein Taxi bestellt. Alles bezahlt.“

Ich heulte wie ein Schulmädchen, dessen Lieblingspuppe verschwunden war. Kein Appetit. Kein Frühstück. Nur heim.

Ich saß auf der Rückbank des Taxis. Das Kleid schmiegte sich an mich wie der Rest eines Traums, der nie Wirklichkeit werden sollte.

Zuhause zog ich mich um, ging ins Büro.

In der Firma hieß es: „Der CEO ist die ganze Woche zu Geschäftsterminen außer Haus.“ Wohin? Vertraulich.

Ich schaute auf mein Phone. Kein Anruf. Kein Chat.

Nichts.

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Ich hielt mein Handy fest, starrte auf den Bildschirm, tippte Nachrichten an ihn, die ich nie abschickte.

Spielte er mit mir?

Oder war das Spiel längst vorbei, ohne dass ich es bemerkt hatte?

Bille schrieb: Lebst du noch?

Ich hatte ihr nie geantwortet.

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