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Chapter 5 by Jan1974 Jan1974

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Sauna 2

Mittlerweile war ich vollkommen entspannt. Die angenehme Hitze hatte sich wie eine weiche Decke um meinen Körper gelegt, und ich spürte, wie sich die ersten feinen Schweißperlen auf meiner Haut bildeten – an den Schläfen, auf dem Brustbein, auf den Oberschenkeln. Ich atmete ruhig, gleichmäßig, und ließ mich einfach treiben.

Plötzlich wurde die Stille durchbrochen – seine Stimme war ruhig, fast beiläufig:

„Lassen Sie mich raten – geschäftlich hier?“

Ich öffnete langsam die Augen, ein wenig überrascht, aber nicht gestört. Die Art, wie er sprach, hatte nichts Aufdringliches. Eher neugierig, offen. Ich antwortete, ohne ihn dabei direkt anzusehen:

„Was hat mich verraten?“ fragte ich mit einem leichten, gespielten Lächeln.

„Na ja“, meinte er, „eine attraktive Frau, allein in der Sauna, mit Ehering… da stellt man sich automatisch ein paar Fragen.“

Jetzt drehte ich den Kopf leicht in seine Richtung. Mein Blick blieb ruhig, aber ein wenig herausfordernd.
„Und was genau schließen Sie aus diesen Beobachtungen?“ fragte ich.

Er grinste, ein kleines, selbstsicheres Lächeln.
„Nichts Bestimmtes. Aber entweder ist das eine sehr entspannte Ehe – oder jemand passt nicht gut auf.“

Ich richtete mich auf, setzte mich langsam auf und schlug die Beine übereinander. Mein Tuch lag ordentlich unter mir, alles, was nicht gesehen werden sollte, blieb verborgen. Ich musterte ihn jetzt offener – ein Mann um die vierzig, mit einem angenehmen Körperbau, nicht übertrieben muskulös, aber klar gepflegt. Die dunklen Haare, die blauen Augen – ja, er war ganz ohne Zweifel genau mein Beuteschema.

„Glauben Sie ernsthaft, dass ich jemanden brauche, der auf mich aufpasst?“ fragte ich mit gespielt ernster Stimme.

„Nein“, sagte er ruhig, „ich glaube, Sie wissen ganz genau, was Sie tun.“

Sein Blick blieb dabei auf mir – offen, direkt, aber nicht unverschämt. Dann lehnte er sich zurück, stützte die Arme locker hinter sich ab und ließ dabei ganz selbstverständlich die Beine etwas auseinander gleiten. Es wirkte beiläufig, nicht bewusst zur Schau gestellt. Aber natürlich blieb mir nicht verborgen, was sich dadurch zeigte.

„Und außerdem“, fügte er hinzu, „bin ich froh zu hören, dass ich keine Unterbrechung durch einen plötzlich auftauchenden Ehemann befürchten muss.“

Ich lachte leise, fast ein wenig belustigt.
„Nein, da droht dir keine Gefahr. Und wenn ich mit jemandem nackt in der Sauna sitze, finde ich Siezen ohnehin überflüssig. Ich bin Sonja.“

„Michael“, antwortete er. „Freut mich.“

Ein kurzer Moment Stille entstand, in dem wir uns einfach nur ansahen. Sein Blick war aufmerksam, neugierig, aber nicht fordernd. Offen. Ich mochte diese Art – das Spiel mit Nähe, das Schweigen, das manchmal mehr sagte als jedes Wort.

„Bist du öfter hier?“ fragte er nach einem Moment.

„Erst das erste Mal. Aber ich muss sagen: gefällt mir ziemlich gut“, sagte ich und ließ den Blick bewusst noch einmal durch den Raum wandern.

Er nickte.
„Man merkt, dass du dich wohlfühlst.“

Ich zuckte leicht mit den Schultern.
„Ich finde, man sollte sich wohlfühlen. Wo immer man ist.“

„Das unterschreibe ich sofort.“

Wieder schwiegen wir einen Moment – aber diesmal hatte das Schweigen eine andere Färbung. Etwas lauerte darunter. Vielleicht Neugier. Vielleicht Lust. Vielleicht einfach nur der Reiz des Spiels.

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