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Chapter 15
by
Daemony
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Davids POV: In die Zange genommen
Der Abwasch war erledigt. Beide Frauen waren verschwunden. Frauen? Ja, ich musste endlich akzeptieren, dass Nele kein kleines Mädchen mehr war. Körperlich war sie es schon seit Jahren. Und seit ihrem 18. Geburtstag war sie es auch im rechtlichen Sinn. Sie konnte tun und lassen, was sie wollte, auch wenn es mir nicht immer gefiel.
Das Haus war verdächtig still. Lisa war so eng an mir vorbei gestrichen, dass unsere Körper sich berührten und meine Haut davon immer noch summte. Wahrscheinlich war sie jetzt oben. Im Gästezimmer oder im Bad. Ich wusste es nicht. Nele war sofort nach dem Frühstück ohne ein Wort und ohne mir noch einen Blick zu gönnen verschwunden. Ich hatte sie seitdem nicht mehr gesehen. Vielleicht war sie beleidigt wieder ins Bett gegangen. Vielleicht wollte sie uns beiden einfach nur aus dem Weg gehen. Ich könnte es ihr nicht verübeln.
Lisa war so aufdringlich und von sich selbst eingenommen. Sie glaubte, die ganze Welt gehöre ihr - insbesondere die Männer darauf. Und dieses Flirten. Natürlich genoss ich es, dass eine junge attraktive Frau mir Aufmerksamkeit schenkte, auch wenn ich mir sicher war, dass sie es nicht ernst meinte. Nicht ernst meinen konnte, denn sie war immerhin meine Cousine. Aber ich konnte mir vorstellen, wie es auf Nele wirken musste, wenn ihr Vater - wenn auch nur angeheirateter Stiefvater - angebaggert wurde. Klar, da hatte sie jedes Recht sauer zu sein.
Ich wollte in mein Arbeitszimmer gehen, blieb aber auf halbem Weg im Flur stehen und rieb mir den Nacken. Der Tag fühlte sich an, als säße ich auf einem Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand. Was war nur los mit den beiden?
Während ich noch da stand und grübelte, sprang Lisa die Treppe hinunter, zwei Stufen auf einmal nehmend. Sie war barfuß. Schon wieder. Und sie trug etwas Neues. Oder Altes. Ich konnte es nicht sagen. Ein Männerhemd, das gerade lang genug war, um noch als anständig durchzugehen. Ich erkannte es. Eines von meinen. Wieso?
Sie baute sich direkt vor mir auf, ohne etwas zu erklären. Ihre Arme waren verschränkt, was die Konturen ihrer Brüste unter dem Stoff **** betonte. Ihr Lächeln war nicht warm, sondern eiskalt berechnend.
„David“, sagte sie mit leiser Stimme. „Du weichst mir aus.“
„Das tue ich nicht ...“, begann ich, aber sie schnitt mir das Wort ab.
„Lüg nicht. Das machst du immer, wenn Nele in der Nähe ist.“
Der Vorwurf traf mich wie ein Schlag. Ich fing an zu stottern. „Ich... nein... das stimmt nicht...“
„Du nimmst sie nicht für voll.“ Lisa neigte den Kopf. „Nein. Das tust du nicht. Und das ist das Problem.“
Ich schaute sie ratlos an. Worauf wollte sie hinaus?
Sie lächelte breiter. „Sie ist kein Kind mehr. Das siehst du doch, oder? Sie kann mit sowas umgehen. Ihr habt sie doch bestimmt aufgeklärt? Und wahrscheinlich hat sie schon längst Sex mit... hat sie eigentlich einen festen Freund?“
Mein Mund war plötzlich trocken. „Lisa, ich glaube nicht, dass dies das richtige Thema...“
„Nein. Es geht nicht darum, was du glaubst. Du weigerst dich, es zu erkennen. Du unterdrückst deine Gefühle - für mich...“, Ihre Stimme wurde leiser, als würde sie ein Geheimnis preisgeben, "... und vor allem für sie. Merkst du denn nicht wie sehr es sie verletzt, wenn du sie nicht als Frau behandelst? Du solltest ihre Augen sehen, wenn du sie nicht ansiehst.“
Ich machte einen Schritt zurück. Sie schloss sofort auf und verringerte den Abstand zwischen uns noch weiter.
„Du ignorierst sie. Und das macht sie wütend, bringt sie dazu, immer mehr und auf immer drastischere Weise um deine Aufmerksamkeit zu kämpfen. Sie sieht in mir eine Konkurrenz. Sie will mich ausstechen“, sagte sie und ihr Grinsen wurde breiter. „Und das gefällt mir.“
Ich bewegte mich nicht mehr. Ich konnte nicht. Ihr Körper war mir zu nah. Ihr Parfüm umhüllte mich wie ein Spinnennetz. Ich war die Fliege.
Sie stellte sich auf Zehenspitzen, beugte sich nach vorne. Ein Raunen: "Gefällt es dir auch?" Unsere Lippen kamen sich näher.
Dann...
Ein leises Geräusch. Kaum zu hören. Knarren auf der Treppe.
Lisa hörte es auch. Sie drehte den Kopf. Ihr Blick huschte nach oben.
„Sie hört zu, nicht wahr?“, flüsterte sie. Vertraulich. Verstohlen. Eigentlich war es keine Frage, sondern eine Feststellung.
Ich nickte. In meinem Kopf schrillten tausend Alarmglocken.
Lisa legte eine Hand auf meine Schulter und lehnte sich an mich, so nah, dass ich ihren Busen durch das Hemd an meiner Brust und ihren heißen Atem an meinem Ohr spüren konnte.
„Du bist so in Schwierigkeiten, David“, kicherte sie. „Und wir haben noch nicht einmal richtig angefangen.“
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Neles peinliche Missgeschicke
Stieftochter benimmt sich äußerst ungeschickt, wenn sie mit ihrem Stiefvater allein ist.
Ich bin allein zu Hause mit meinem Stiefvater. Irgendwie benehme ich mich in seiner Gegenwart auffällig ungeschickt. Was muss er nur von mir denken? Ich hoffe, er denkt genau das, was ich damit beabsichtige.
Updated on May 3, 2026
by Papas_Liebling
Created on Jul 6, 2025
by Papas_Liebling
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