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Chapter 14 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Frühstück

Der Duft frisch gebrühten Kaffees zog durchs Haus. Trotzdem wäre ich fast nicht nach unten gegangen. Ich hätte mich fast von meiner Scham überwältigen lassen und mich in meinem Zimmer vergraben. Aber dann hörte ich es – ihr Lachen. Laut, lebendig. Als hätte es die letzte Nacht nie gegeben. Als würde das Haus ihr gehören. Mit allem, was darin war. Einschließlich ihm.

Ich raffte mich auf. Schlurfte in einem übergroßen Hoodie und Socken in die Küche. Ohne Make-up. Ohne Schutz. Ich fühlte mich wie ein Zombie.

David saß am Tisch und hielt eine Tasse in den Händen. Sein Blick war darauf geheftet, als könnte sie ihm sagen, was er denken, was er fühlen sollte.

Er sah nicht auf. Er begrüßte mich nicht.

Aber sie tat es.

Lisa stand am Herd, eine Pfannenwender in der Hand, ein paar aufgeschlagene Eier brutzelten in der Pfanne. Ihr Haar war zu einem perfekt unordentlichen Dutt hochgesteckt, keine Strähne lag daneben. Sie trug hoch taillierte Shorts und ein Tanktop, das wie eine zweite Haut an ihr klebte und mehr als genug ihrer üppigen Oberweite zur Schau stellte. Rosa Lipgloss. Superlange Wimpern. Ihr Lächeln strahlte so grell, dass sie einen Waffenschein dafür benötigte.

„Guten Morgen, Schlafmütze!“, zwitscherte sie. „Ich hoffe, wir haben dich nicht geweckt?“

Ich antwortete nicht.

Sie lächelte trotzdem weiter.

David sagte nichts.

Ich zog einen Stuhl heran und setzte mich langsam ihm gegenüber. Das Holz fühlte sich hart und kühl unter meinen Oberschenkeln an. Ich hielt meinen Blick auf den Tisch gerichtet. Mein Herz pochte, als wäre ich noch zwölf und beim Kekseklauen erwischt worden und erwartete nun die Standpauke. Dann dachte ich an - die Wette. Lisas Flüstern vom Vorabend: „Mal sehen, bei wem er zuerst schwach wird.“

Mein Puls schlug schneller. Ich richtete mich auf. Nein. Ich würde sie nicht kampflos gewinnen lassen.

Ich griff nach einem Stück Toast. Strich Butter darauf. Ruhig. Still. Gelassen. Ich nahm einen Bissen, behielt den Rest in der Hand und lehnte mich in meinem Stuhl zurück. Dabei rutschte mein Kapuzenpulli wie zufällig von meiner Schulter. Lässig. Unbekümmert. Bis auf den Oberarm. Enthüllte den Ansatz meines Busens. Und mehr...

Lisa drehte sich um, um die Eier auf unsere Teller zu legen. Sie warf mir einen kurzen Blick zu – nur einen flüchtigen – und ihr Grinsen gefror.

Gut.

David bemerkte, dass etwas nicht stimmte und sah endlich auf. Sah, wie ich aussah. Und vor allem sah er, was ich ihm zeigen wollte: Ich trug darunter nichts. NICHTS.

"Upsi", kicherte ich und zupfte mein Oberteil wieder zurecht.

Er schaute schnell wieder weg. Ich lächelte in meinen Toast.

Das Spiel konnte weitergehen.

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